Rhein-Main Startups

Gründer, Startups + Events in FrankfurtRheinMain

#BTW17 – Das sagen die Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Offenbach

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?

Ich will mich zunächst dafür einsetzen, dass die Bedingungen für „Wagniskapital“ weiter verbessert werden. So sollte beispielsweise der Zugang für Startups zu Wagniskapital auch über steuerliche Förderung erleichtert werden – wer sich an  Startups beteiligt, soll das bei der Steuer berücksichtigen können. Das hat die CDU auch so in ihrem Regierungsprogramm festgehalten.

Ein weiteres zentrales Anliegen ist das generelle Stärken der Gründerkultur in Deutschland. Hier müssen insbesondere Hinder­nisse auf dem Weg zur Selbstständigkeit beseitigt werden, umfassende Beratung und För­derung garantiert und unnötige Bürokratie vermieden werden.

Zudem würde ich umgehend den Vorschlag der CDU umsetzen, im Bundeskanzleramt die neue Position eines „Staatsministers für Digitalpolitik“ zu schaffen, einen Kabinettsausschuss „Digitalpolitik“ einzurichten und einen „Nationalen Digitalrat“ zu berufen, der einen engen Austausch zwischen Politik und nationalen sowie internationalen Experten ermöglicht.

Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

Ich denke nicht dass es Aufgabe des Staates ist, privaten Unternehmen Risikokapital zur Verfügung zu stellen oder Risiken privater Unternehmen aufzufangen. Allerdings ist es umso mehr Aufgabe des Staates, für investitionsfreundliche Rahmenbedingungen zu sorgen. Wir brauchen daher marktwirtschaftliche Instrumente zur Förderung von Innovationen. Ich denke dass hier neue Finanzierungsformen wie Online-Kreditportale oder Crowdfunding-Plattformen als gute Beispiele dienen und große Chancen bieten. Diese innovativen Investitionsformen sind dabei sowohl für Gründer als auch Anleger gleichermaßen attraktiv und sollten daher entsprechend unterstützt werden – im Zweifel auch mit einer Überarbeitung der entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

Auch wenn die Bildungspolitik traditionell Ländersache und der Einfluss seitens des Bundes hier begrenzt ist, würde ich es dennoch begrüßen, wenn die wirtschaftliche Kompetenz der Schülerinnen und Schüler gezielt gestärkt wird. Das könnte beispielsweise ganz konkret durch das Einführen eines Faches „Wirtschaft“, durch eine langfristige Kooperation von Schulen und Universitäten mit Unternehmen oder auch durch Projekte wie das Gründen von Schülerfirmen unterstützt werden.

Im Hinblick auf die Hochschullandschaft in Deutschland sollten wir noch mehr Engagement zeigen, um den Unternehmergeist der Studentinnen und Studenten zu fördern. Hier würde ich beispielsweise mehr universitäre Beratungsstellen installieren, die Gründungsinteressierte von der ersten Geschäftsidee bis hin zum fertigen Geschäftskonzept beraten. Darüber hinaus sollten flächendeckend noch weitere Gründerlehrstühle an den Hochschulen im Bundesgebiet eingesetzt werden.

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Im Hinblick auf die Attraktivität für Gründer und Startups will ich mich – sowohl in der Region als auch bundesweit – insbesondere für mehr Technologie- und Gründerzentren einsetzen. Durch die dort gegebene Vernetzung von universitärer und außeruniversitärer Forschung, gestandenen Wirtschaftsbetrieben und Akteuren wie der IHK finden Absolventen, junge Unternehmen und Startups ein ideales Umfeld für Ihre Konzepte und die Entwicklung ihrer Produkte zur Marktreife. Gerade im Rhein-Main-Gebiet haben wir als Metropolregion mit über fünf Millionen Einwohnern, einer massiven Wirtschaftskraft und insbesondere als ein anerkannter Wissenschaftsstandort hierfür geradezu ideale Voraussetzungen. Technologie- und Gründerzentren sollten daher spürbar gefördert werden.

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Zunächst finde ich es überaus begrüßens- und bewundernswert, dass es schon heute viele junge Unternehmerinnen und Unternehmer gibt, deren Antrieb nicht in erster Linie die Gewinnmaximierung ist, sondern vielmehr das Lösen gesellschaftlicher Probleme. Diese Geschäftsideen sollten daher meiner Ansicht nach gezielt gefördert werden. Ich unterstütze dementsprechend das Einrichten spezieller Fonds wie den „Europäischen Investmentfonds“, der bereits über 200 Millionen Euro für soziale Ventures bereitgestellt hat. Auch auf nationaler Ebene können Akteure wie die KfW hier sicher noch mehr leisten.

Zudem gilt es im Rahmen der Gründungsunterstützung – unabhängig davon ob an Hochschulen oder den bereits erwähnten Technologie- und Gründerzentren – Programme und spezielle Einrichtungen zu fördern, die sich ausschließlich um die Beratung und Betreuung von sozialen Startups und sozial-innovativen Ideen kümmern.

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?

Wir wollen die Bürokratie abbauen und für die StartUps / Gründer ein bürokratiefreies Jahr einrichten. Hierzu braucht es auch eine zentrale behördliche Anlaufstelle für Gründer. Bis ein Unternehmen läuft (ca. drei Jahre) sollte noch der Freibetrag bei der Gewerbesteuer angepasst werden.

Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

Die FDP hat hierzu folgende Vorschläge entwickelt: Wir wollen durch ein Venture-Capital-Gesetz die steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital in Deutschland verbessern. Jungen Unternehmen in Deutschland fehlt es nach Markteintritt oft an Kapital. Wachsen, Nachfolgeprodukte entwickeln und sich internationalisieren können die Unternehmen nur mit entsprechender Finanzspritze. Eine klassische Bankfinanzierung kommt aber für Start-ups häufig nicht in Frage. Diese Lücke schließt Wagniskapital. Als entscheidende Punkte im steuerrechtlichen Bereich in diesem Venture-Capital-Gesetz, sehen wir den Abbau der Substanzbesteuerung – wie etwa bei den Hinzurechnungsvorschriften in der Gewerbesteuer, eine transparente Besteuerung für Venture-Capital-Gesellschaften, eine faire Besteuerung von Investoren, die sich von ihrer Beteiligung trennen, ein Ende der (steuerlichen) Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital, die steuerliche Anrechenbarkeit von Investitionen in Unternehmen, eine [1000 Zeichen erreicht].

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

Wir wollen in einem ersten Schritt das Fach Wirtschaft auf den Stundenplan setzen und die Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen deutlich ausbauen. Wichtig ist außerdem die Gründung eines Unternehmens als festes Projekt im Rahmen des Studiums zu etablieren.

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Ein von der FDP erarbeitetes Konzept zeigt, dass rund 80 Prozent der Start-Up-Gründer einen akademischen Hintergrund haben. Deswegen sollten wir in unmittelbarer Nähe zu den Hochschulen Gründer- und Innovationszentren aufbauen. Hier müssen Fragen zur Bürokratie, der notwendigen Absicherung und der Kapitalbeschaffung beantwortet werden.

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Social Startups sind nicht nur in einer alternden Gesellschaft als Unterstützung gefragt, sie können auch überregional in Form von sozialen Projekten auf Europäischen Boden in Erscheinung treten.

Hier ist insbesondere die Aufgabe der Bildung und Infrastruktur gefragt. Hier muss es nicht nur ein EU Projektplan geben sondern auch die dazugehörigen Ausschreibungen, die es den Soziale Startup ermöglichen, sich im Wettbewerb darum zu bewerben.

 

 

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?

Um Gründungen zu fördern, muss an vielen Stellen angesetzt werden: Besserer Zugang zu Gründungskapital, Bürokratieabbau, aber auch bessere soziale Sicherheit (siehe dazu auch: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/123/1812369.pdf). Bei letzterem werde ich besonders drauf drängen, dass folgende drei Punkte aus unserem Wahlprogramm umgesetzt werden:

  1.  Absenkung des Mindestbeitrags für die Krankenversicherung
  2. Einbeziehung in die Rentenversicherung und Einführung einer Garantierente, um die Angst vor Altersarmut beim Schritt in die Selbständigkeit zu reduzieren. Dabei ist wichtig, dass es insbesondere in der Gründungsphase Flexibilität bei der Beitragszahlung gibt.
  3. Einführung eines steuerlichen Forschungsbonus für kleine und mittlere Unternehmen

Über diese drei Punkte für ein Sofortprogramm setze ich mich für ein Grundeinkommen ein, wovon nach meinem Selbständige besonders profitieren. Das Mindeste wäre eine negative Einkommensteuer für Erwerbstätige.

Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

Wir wollen allen Gründern mit einem tragfähigen Konzept ein zinsloses Gründungskapital von bis zu 25.000 Euro zur Verfügung stellen. Darüber hinaus halten wiröffentliche Venture-Capital-Fonds wie der Hightech-Gründerfonds für eine wichtige Finanzierungsquelle für innovative Unternehmen. Das wollen wir ausbauen. Daneben braucht es aber einen privaten VC-Markt mit Investoren, die sowohl als Geldgeber als auch als Business Angels wichtige Impulse für junge Unternehmen liefern. Deshalb wollen wir in der nächsten Wahlperiode nun endlich einen rechtlichen Rahmen für private Investoren in Form eines Venture-Capital-Gesetzes schaffen, um bestehende Rechtsunsicherheiten zu beseitigen. Schließlich ist ein zentrales Problem der Abbau von Bürokratie. Auch das wollen wir entschieden angehen.

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

In Hessen wurde eine Berufsorientierung an allen Schulen eingeführt, mehrere Fächer sind darin integriert. Dies ist ein Ergebnis vom Bildungsgipfel der  Arbeitsgruppe 4in den sich die Grünen stark eingebracht haben. An den Schulen werden jetzt Praktika, Berufserkundungstage, Vorstellung von Berufs und Praxisfeldern im Unterricht angeboten.

Bei den Hochschulen sehen wir, was die Praxisnähe angeht die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) als natürliche Ansprechpartnerinne. Diese verbinden Praxis und Theorie und wurden unter Grüner Zustimmung und Mitwirkung auf dem letzten Hochschulpakt massiv gestärkt. Zusätzlich wurden die Schwerpunkte von dualen Studiengängen besonders gefördert. Ingesamt sind die meisten neuen Studienplätze bei den HAWs entstanden.

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Offenbach hat einen sehr hohen Anteil von Selbständigen. Das gilt es weiter zu unterstützen. Dazu gehören die oben genannten Maßnahmen für mehr soziale Sicherung für Selbständige. Darüber hinaus wollen wir ein großes Programm von mindestens 12 Mrd. € für öffentliche Investitionen auflegen: in moderne Infrastruktur und Mobilität, in Energieeinsparung und energieeffizientes Bauen, in Bildung, Forschung und Innovation. Damit die Zukunft nicht nur in Großstädten stattfindet, muss darüber hinaus auch in der Fläche Glasfaser für schnelles Internet kommen. In den nächsten vier Jahren müssen 75 Prozent der Haushalte mit Glasfaser ausgestattet sein. Dafür wollen wir die Telekom-Aktien des Bundes verkaufen und die zehn Mrd. Euro für den Internetausbau nutzen. Dadurch wollen wir bessere Standortbedingungen für kleine und mittlere Unternehme, Gründerinnen und Selbständige schaffen. In Offenbach war darüber hinaus der Masterplan-Prozess wichtig, den wir Grünen vor Ort intensiv begleitet haben.

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Das ist mir ein besonderes Anliegen. Schon in den 80er Jahren haben ich mich mit Konzepten Alternativer Ökonomie – seinerzeit noch unter dem Stichwort „Selbstverwaltete Betriebe“ beschäftigt. Das ist wichtiger denn je und geht weit über die enge Betrachtungsweise vor 30 Jahren hinaus. Wir brauchen insgesamt, also makroökonomisch, eine andere sozial und ökologisch nachhaltige Wirtschaft, bei der Wachstumszwänge abgebaut werden. Wir brauchen mehr Unternehmen, die nicht in erster Linie auf Wachstum und Gewinne setzen, sondern auch auf soziale und ökologische Ziele. Für diese Unternehmen müssen bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wir wollen, dass ein fester Teil der Gründungsförderungen an Gründer fließen, die sozialen oder ökologischen Zielen gegenüber Renditezielen eine höhere Priorität einräumen. Wir wollen genossenschaftliche  Gründungen  zu  erleichtern,  indem  das  Genossenschaftsrecht reformiert und vereinfacht wird. Zudem wollen wir unterstützen, wenn Gewerberäume kosteng [1000 Zeichen erreicht].

 

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?

DIE LINKE setzt sich dafür ein, Startups in der Breite einen kostengünstigen Zugang zu Kreditlinien und Fördermitteln zu gewähren. Zugleich müssen sie beim Auf-/Ausbau kompetent begleitet werden. Damit dies gelingt, muss der Finanzsektor konsequent umgebaut und reguliert werden. Für uns steht die Förderung der „Realwirtschaft“ klar im Zentrum, nicht die Spekulation und Geldanlage.

Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

DIE LINKE will Wagniskapital nicht generell stärker fördern. Entscheidend ist für DIE LINKE allein der soziale und ökonomische Nutzen unternehmerischen Handelns, um den Einsatz von Steuermitteln und andere Förderinstrumente zu legitimieren. Das privatwirtschaftliche Verlustrisiko ist nicht durch die öffentliche Hand abzusichern. Es sind auch nicht zusätzliche steuerliche Anreize zu setzen, damit die Risiken eingegangen werden. Wagniskapital wird ja dort eingesetzt, wo eine hohe Verzinsung erwartet wird. Viele Gründer sehen genau dies und die damit einhergehenden Eingriffs- und Mitspracherechte kritisch und lehnen deshalb Wagniskapital ab.

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

Bildung darf sich nicht an wirtschaftlichen Interessen orientieren. In Bildung wird aber generell viel zu wenig Geld investiert. Ein sichtbares Zeichen dafür sind marode Schulen. Durch die Schuldenbremse verschärfen sich diese Probleme. Allein der Sanierungsbedarf bei Schulen wird bundesweit auf 34 Milliarden Euro geschätzt. An den Hochschulen müssten von 2017 bis 2025 ungefähr 35 Milliarden Euro investiert werden, um den Modernisierungsstau abzubauen. Hörsäle und Seminarräume sind häufig überfüllt, und es gibt zu wenig Personal. Der Betreuungsschlüssel von Studierenden und Personal wurde 1980 mit 13 zu 1 festgelegt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat errechnet, dass 56 746 wissenschaftliche Stellen geschaffen werden müssen, um diesen zu erreichen.

Wir kämpfen für mehr Personal in Bildung und Erziehung. Wir wollen die Gebäude sanieren, ausbauen und dem Bedarf anpassen. Wir stellen sozialer Spaltung in der Bildung, Leistungsdruck und Unterfinanzierung eine andere Idee entgeg [1000 Zeichen erreicht].

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Kreative Köpfe werden angezogen durch Freiräume, günstige Lebenshaltungskosten, gute öffentliche Infrastrukturen und öffentliche Dienstleistungen, hohe Wissenschafts- und Forschungsdichte und eine breites Kulturangebot. Nebenbei auch für alle Bürgerinnen und Bürger ein lebenswertes Umfeld. Bei Unternehmensneugründungen müssen bei Einstellungen die Arbeitnehmerrechte vollkommen garantiert werden. Es müssen alle gesetzlichen Vorgaben, insbesondere das Arbeitszeitgesetz, eingehalten werden. Wir wollen auch das Betriebsverfassungsgesetz stärken und auch kleinere Unternehmen zur Bildung eines Betriebsrates verpflichten, um damit die Mitbestimmung der Beschäftigten zu stärken. So haben alle was davon.

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Wie oben bereits beschrieben ist für DIE LINKE der soziale und ökonomische Nutzen unternehmerischen Handelns entscheidend, um den Einsatz von Steuermitteln und andere Förderinstrumente zu legitimieren. Wenn Unternehmer Menschen vor Profite stellen und innovative Lösungen für soziale Probleme entwickeln, ist dies selbstverständlich förderungswürdig. Einerseits kann dies durch einen leichten Zugang zu Fördermitteln oder über günstige Kredite geschehen. Gleichzeitig müssen sich aber auch öffentliche Ausschreibungen an sozialen und ökologischen Kriterien ausrichten, sodass solche Startups hier natürlich auch vorrangig zum Zuge kommen.

%d Bloggern gefällt das: