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Gründer, Startups + Events in FrankfurtRheinMain

#BTW17 – Das sagen die Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Frankfurt (182)

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?
  • Bereitstellung von Ressourcen (Referat, Mitarbeiter) für Analysen und Förderung
    von StartUps,
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen mit dem Ziel,
    Best Practice mit StartUps zu ermitteln und neue Fördermöglichkeiten zu erschließen,
  • öffentliche Projekte und Ausschreibungen für innovative Ideen durch StartUps
    öffnen, indem eine Prüfung zur Auflage gemacht wird.
Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?
  • Im Rahmen des lokalen Netzwerkes sollten Fördergelder durch die lokalen und
    regionalen Kreditinstitute (insbes. Sparkassen) zur Verfügung gestellt werden,
  • bei größerem Investitionsbedarf sollten diese als zentrale Ansprechpartner eine
    Finanzierung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen.
Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnäher aufzustellen? Wenn ja, welche?
  • Praktika für Schüler und Lehrer bleiben wichtig und sollten weiter ausgebaut werden,
  • stärkere Anreize für Unternehmenspraktika in Universitätsstudiengängen (ähnlich den Fachhochschulen), beispielsweise in Sozial- und Geisteswissenschaften,
  • Schaffung von Anreizen, damit Lehrer, Dozenten und Professoren regelmäßig Praxisphasen in Unternehmen und Kommunen einlegen können – wie es an Fachhochschulen (Praxissemester) teilweise bereits der Fall ist; dadurch könnte ein größeres Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen mit Multiplikator-Effekt erreicht werden.
Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?
  • Förderung der Vernetzung von hochschulischen, kommunalen und privaten Netzwerken für StartUps und überregionale und bundesweite Einbindung,
  • Bereitstellung einer Infrastruktur für StartUps (Räume, digitale Ausstattung etc.),
  • Versuch einer Spezialisierung von StartUps und damit Kompetenzbündelung zu bestimmten Themen, wie beispielsweise Digitalisierung oder Bildung.
Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?
  • Ausdrückliche Aufforderung von sozialen Startups bei öffentlichen Ausschreibungen,
  • Einbindung von Sozialen Startups bei öffentlichen Projekten.

 

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?

Wir wollen bis 2019 einen Masterplan Selbständigkeit vorlegen. Dieser wird — vermutlich über die angefragten drei Punkte hinaus — umfassend über die Strategie Auskunft geben, mit der wir die Gründerkultur verbessern wollen. Dem will ich nicht vorgreifen.

Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

Den Zugang für Startups zu Wagniskapital wollen wir auch über steuerliche Förderung erleichtern: Wer sich an Startups beteiligt, soll das bei der Steuer berücksichtigen können.

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

Anreize werden dazu nicht ausreichen — es geht um Strukturen und inhaltliche Leitlinien. Die sind aber Aufgabe des Landesgesetzgebers.

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Als Bundestagsabgeordneter arbeite ich eng mit unserem örtlichen Wirtschaftsdezernenten zusammen. Der hat in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass Frankfurt (und nicht nur mein Wahlkreis) als attraktiver Standort wahrgenommen wird — nicht nur bundesweit, sondern auch europaweit. Das wird sich bei der Ansiedlung von britischen Firmen, die einen Standort in Europa suchen, auch bemerkbar machen. Dies wiederum schafft ein auch für Startups attraktives Umfeld.

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Soziale Startups können steuerlich begünstigt werden. Im Übrigen gibt es eine ausführliche Förderkulisse sowohl des Bundes als auch der Länder, über die der Internetauftritt des Bundesministeriums der Wirtschaft informiert.

 

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?

DIE LINKE setzt sich dafür ein, Startups in der Breite einen kostengünstigen Zugang zu Kreditlinien und Fördermitteln zu gewähren. Zugleich müssen sie beim Auf-/Ausbau kompetent begleitet werden. Damit dies gelingt, muss der Finanzsektor konsequent umgebaut und reguliert werden. Für uns steht die Förderung der „Realwirtschaft“ klar im Zentrum, nicht die Spekulation und Geldanlage.

Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

DIE LINKE will Wagniskapital nicht generell stärker fördern. Entscheidend ist für DIE LINKE allein der soziale und ökonomische Nutzen unternehmerischen Handelns, um den Einsatz von Steuermitteln und andere Förderinstrumente zu legitimieren. Das privatwirtschaftliche Verlustrisiko ist nicht durch die öffentliche Hand abzusichern. Es sind auch nicht zusätzliche steuerliche Anreize zu setzen, damit die Risiken eingegangen werden. Wagniskapital wird ja dort eingesetzt, wo eine hohe Verzinsung erwartet wird. Viele Gründer sehen genau dies und die damit einhergehenden Eingriffs- und Mitspracherechte kritisch und lehnen deshalb Wagniskapital ab.

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

Bildung darf sich nicht an wirtschaftlichen Interessen orientieren. In Bildung wird aber generell viel zu wenig Geld investiert. Ein sichtbares Zeichen dafür sind marode Schulen. Durch die Schuldenbremse verschärfen sich diese Probleme. Allein der Sanierungsbedarf bei Schulen wird bundesweit auf 34 Milliarden Euro geschätzt. An den Hochschulen müssten von 2017 bis 2025 ungefähr 35 Milliarden Euro investiert werden, um den Modernisierungsstau abzubauen. Hörsäle und Seminarräume sind häufig überfüllt, und es gibt zu wenig Personal. Der Betreuungsschlüssel von Studierenden und Personal wurde 1980 mit 13 zu 1 festgelegt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat errechnet, dass 56 746 wissenschaftliche Stellen geschaffen werden müssen, um diesen zu erreichen.
Wir kämpfen für mehr Personal in Bildung und Erziehung. Wir wollen die Gebäude sanieren, ausbauen und dem Bedarf anpassen. Wir stellen sozialer Spaltung in der Bildung, Leistungsdruck und Unterfinanzierung eine andere Idee entge … [1000 Zeichen erreicht].

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Kreative Köpfe werden angezogen durch Freiräume, günstige Lebenshaltungskosten, gute öffentliche Infrastrukturen und öffentliche Dienstleistungen, hohe Wissenschafts- und Forschungsdichte und eine breites Kulturangebot. Nebenbei auch für alle Bürgerinnen und Bürger ein lebenswertes Umfeld. Bei Unternehmensneugründungen, egal ob es ein sog. „Start-Up“ ist oder eine Döner-Bude, müssen bei Einstellungen die Arbeitnehmerrechte vollkommen garantiert werden. Es müssen alle gesetzlichen Vorgaben, insbesondere das Arbeitszeitgesetz, eingehalten werden. Wir wollen auch das Betriebsverfassungsgesetz stärken und auch kleinere Unternehmen zur Bildung eines Betriebsrates verpflichten, um damit die Mitbestimmung der Beschäftigten zu stärken. So haben alle was davon.

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Wie oben bereits beschrieben ist für DIE LINKE der soziale und ökonomische Nutzen unternehmerischen Handelns entscheidend, um den Einsatz von Steuermitteln und andere Förderinstrumente zu legitimieren. Wenn Unternehmer Menschen vor Profite stellen und innovative Lösungen für soziale Probleme entwickeln, ist dies selbstverständlich förderungswürdig. Einerseits kann dies durch einen leichten Zugang zu Fördermitteln oder über günstige Kredite geschehen. Gleichzeitig müssen sich aber auch öffentliche Ausschreibungen an sozialen und ökologischen Kriterien ausrichten, sodass solche Startups hier natürlich auch vorrangig zum Zuge kommen.

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?
  1. Deutliche Senkung des Mindestbeitrags zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung und der Mindestbeiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung zur besseren Absicherung von Selbstständigen. Aufnahme von Selbständigen, die nicht anderweitig abgesichert sind, in die Rentenversicherung, als erster Schritt zu einer Bürger*innenversicherung.
  2. GRÜNES Gründungskapital – einmalig ein flexibles und zinsfreies Darlehen von bis zu 25.000 Euro für Gründer*innen
  3. Steuergutschrift von 15 Prozent für Forschungs- und Entwicklungsausgaben
Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

Mit dem GRÜNEN Gründungskapital bekommt jede*r, die oder der sich selbständig machen will und ein überzeugendes Konzept vorlegt, einmalig ein flexibles und zinsfreies Darlehen von bis zu 25.000 Euro. Die Rückzahlung erfolgt, sobald das Unternehmen Fuß gefasst hat. Ich möchte gerade für Kleinunternehmer*innen den Zugang zu Mikrokrediten verbessern, indem der bürokratische und finanzielle Aufwand verringert wird. Außerdem möchte ich neue Ideen und das Unternehmenswachstum von kleineren und mittleren Unternehmen mit einem steuerlichen Forschungsbonus von 15 Prozent auf alle Forschungs- und Entwicklungsausgaben einfach und unbürokratisch fördern. Firmen, die noch keine Gewinne erzielen, bekommen diesen Bonus ausgezahlt. Das hilft besonders den Gründer*innen und innovativen Start-ups.
Weiterhin möchte ich neue Finanzierungsformen wie Crowdfunding stärken und diese mit den Förderbanken vernetzen.

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

Ich möchte Vereinbarkeit von Familie und Studium vorantreiben. Beispielsweise durch die Möglichkeit des Teilzeitstudiums. Bessere Studienbedingungen sind wichtig, also gute Lehre, ausreichend Beratungsangebote und mehr Lehrende zur Unterstützung der Studierenden. Dafür möchte ich die Bundesprogramme und Bund-Länder-Pakte endlich zu einem stimmigen Gesamtpaket weiterentwickeln und verstetigen.
Mein Vorschlag für ein Investitionspaket für bessere Infrastrukturen in Bildung, Ausbildung und Wissenschaft umfasst ein fünfjähriges Schulsanierungsprogramm und ein Modernisierungsprogramm für die Ausstattung von Hochschulen. Außerdem ist mir die Einführung des BAFöG für die Aufstiegsfortbildung zum Meister sehr wichtig.

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Der Wahlkreis 182 ist sicherlich durch seine zentrale Lage in der Bankenstadt Frankfurt besonders für FinTech-Neugründungen ideal. Durch Modernisierung der veralteten und deswegen leer stehenden Büroimmobilien mit zeitgemäßen Zuschnitten von Büroflächen, Co-Working- und Gewerberäumen, Anbindung an schnelles Internet, in dessen Breitbandausbau ich bundesweit 10 Milliarden Euro investieren möchte und Installation von leistungsfähigen Gebäude-Datenleitungen sollen Unternehmen jeder Größe und in jeder Wachstumsphase bedarfsgerechte Angebote zur Verfügung stehen. Durch weitere Entbürokratisierung der Gründungsformalitäten möchte ich den Einstieg in das Unternehmertum noch niedrigschwelliger und reibungsloser machen. Mit zusätzlichem Personal und mehr Service- und Beratungsangeboten bei der Ausländerbehörde soll auch die Einstellung von ausländischen Fachkräften erleichtert und beschleunigt werden.

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Mit einer Start-up-Finanzierung und einer neuen, geeigneten Rechtsform möchte ich den Social Entrepreneurs Rückenwind geben. Ich will dabei speziell Frauen mit einem Förderprogramm bei der Gründung von Unternehmen finanziell unterstützen. Sowohl die Gründung von Genossenschaften als auch die Gemeinwohlökonomie erachte ich als einen zentralen Baustein eines anderen Wirtschaftens. Genossenschaften verbinden unternehmerisches Handeln mit Gemeinwohlorientierung und sind ein krisenfester Motor einer gemeinwohlorientierten Ökonomie. Um eine Gründungswelle von Genossenschaften anzuregen, möchte ich die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft entbürokratisieren und von überkommenen Verfahrensvorschriften befreien.

 

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?

Wir wollen Bürokratie abbauen, damit sich junge Unternehmen auf ihr Geschäft konzentrieren können statt auf Formulare. Hierzu braucht es eine zentrale behördliche Anlaufstelle für Gründer. Neben der Herstellung einer schnellen Geschäftsfähigkeit von Gründungen möchten wir deshalb zum Beispiel ein bürokratiefreies Jahr für Start-ups schaffen. Bei der Gewerbesteuer kann durch die sogenannten Hinzurechnungsbestimmungen eine Steuerlast auch dann entstehen, wenn keine Gewinne erwirtschaftet sind. Wir wollen deshalb in den ersten drei Jahren nach Gründung den Freibetrag bei der Gewerbesteuer verdoppeln. Wir wollen durch ein Venture-Capital-Gesetz die steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital in Deutschland verbessern.

Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

Jungen Unternehme in Deutschland stehen alle vor derselben Herausforderung: Spätestens nach dem Markteintritt fehlt es an Kapital. Wachsen, Nachfolgeprodukte entwickeln und sich internationalisieren können die Unternehmen nur mit Kapital. Eine klassische Bankfinanzierung kommt häufig nicht in Frage. Diese Lücke schließt Wagniskapital. Internationale Erfahrungen zeigen, dass Wagniskapitalgeber ihre Investitionsentscheidungen nach einer regionalen Bezogenheit treffen. Deshalb wollen wir ein Venture-Capital-Gesetz, das umfassend und ganzheitlich beste Bedingungen für Wagniskapital schafft und zwar auch und gerade im Steuerrecht. Als entscheidende Punkte im steuerrechtlichen Bereich in diesem Venture-Capital-Gesetz, sehen wir den Abbau der Substanzbesteuerung an – wie etwa bei den Hinzurechnungsvorschriften in der Gewerbesteuer. Weitere Themen sind eine transparente Besteuerung für Venture-Capital-Gesellschaften, eine faire Besteuerung von Investoren, die sich von ihrer Beteiligung trennen, ein Ende der (steuerlichen) Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital. Auch die steuerliche Anrechenbarkeit von Inve … [1000 Zeichen erreicht].

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

In Deutschland und Hessen fehlt es an einem echten Gründergeist. Wir wissen aus Umfragen, dass ein großer Teil der Lehrer Schülern von einer unternehmerischen Tätigkeit sogar explizit abrät. Wir wollen deshalb in der Lehrerausbildung ansetzen und wirtschaftliche Themen, durch die Anpassung der Curricula und schulischen Schwerpunkten und den Ausbildungsinhalten stärker verankern, die Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen, beispielsweise im Rahmen von qualifizierten Praktika und Aktionswochen, deutlich ausbauen. Es gibt hier bereits tolle Projekte, z.B. business@school, aber leider hinkt Hessen hier hinterher. Wichtig ist außerdem die Gründung eines Unternehmens als feste Option im Rahmen des Studiums oder von Forschungsprojekten mitzudenken und beispielsweise durch ein Hessen-Stipendium junge Absolventen und Forscher zu ermutigen ihr Know-how für die Gründung eines Unternehmens einzusetzen.

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Ein entscheidender Punkt ist, Raum und Ansprechpartner zu schaffen für die ersten eigenen Entwicklungsphasen. Dabei spielen oft gute Beziehungen zu den Hochschulen – Universitäten wie Hochschulen für angewandte Wissenschaften- eine wichtige Rolle. So haben etwa rund 80 Prozent der Start-Up-Gründer und über 90 Prozent der Beschäftigen in den Start-Ups haben einen akademischen Hintergrund. Wir wollen deshalb in unmittelbarer Nähe zu den Hochschulen Gründer- und Innovationszentren fördern und ansiedeln, die allen talentierten Köpfen signalisieren, dass sie hier die besten Bedingungen finden, um ihre Geschäftsideen zu verwirklichen. Damit können wir helfen, bürokratische Hürden zu nehmen (z.B. komplizierte Fragen der Sozialversicherungen) und Kapitalgeber zu finden. Gleichzeitig darf auch die Vermittlung von Geschäfts- bzw. Betriebsübernahmen nicht aus dem Auge gelassen werden – allein im Rhein-Main-Gebiet suchten 8700 hessische Unternehmen schon ab 2012 in den nächsten Jahren Nachfolger. [1000 Zeichen erreicht].

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Social Start-Ups sind ein spannender Bereich, der zeigt, dass Gründen und 4.0 nicht nur was für „Nerds“ und „BWLer“ ist. Über 980 Milliarden Euro werden in Deutschland für Soziales ausgeben. Das zeigt, wie wichtig dieser Sektor für unsere Gesellschaft ist. Wir wollen Social Startups unterstützen, damit die digitale Welt der Zukunft trotzdem lebenswert und menschenfreundlich ist. Um das zu erreichen und um den klassischen deutschen Sozialstaat, wie er im Industriezeitalter entstanden ist, in die neue Zeit zu transformieren, wollen wir die gesetzlichen Vorschriften anpassen. Dann könnten z.B. auch Social Start-Ups Leistungserbringer werden oder neuartige Plattformen für Leistungserbringer anbieten und damit am Markt wirklich teilnehmen. Bisher verhindern sehr starre Vorschriften oftmals Innovationen, die das Leben für unterstützungsbedürftige Menschen verbessern.

 

Der Kandidat hat seine Antworten nach Ablauf der Frist eingereicht!

 

Welche drei Punkte würden Sie nach der Wahl in Berlin sofort für StartUps / Gründer umsetzen, wenn Sie Regierungsverantwortung tragen?

Gründungen von Startups vereinfachen: eine zentrale behördliche Anlaufstelle schaffen mit entsprechendem Fachpersonal; Gewerbesteuerfreibeträge in den ersten drei Jahren nach Gründung verdoppeln; Antragstellung für staatliche Förderprogramme entbürokratisieren; Rahmenbedingungen für Wachstumskapital verbessern (siehe Antwort auf Frage 2.)

Wachstumskapital ist in Deutschland für junge Gründer häufig schwieriger zu erhalten als in den USA. Wie möchten Sie die Förderung von Wachstumsunternehmen gestalten?

Durch ein längst überfälliges Wagniskapitalgesetz mit folgenden Eckpunkten: steuerliche Begünstigung von Startups, deren Arbeit auf geistigem Eigentum basieren (sog. Patentbox); Steuerliche Erleichterungen für Startups, damit sie Verlustvorträge uneingeschränkt mitnehmen dürfen; Forschungsprämie für junge und innovative Unternehmen, um sie bei Forschung und Entwicklung zu fördern; Wegfall der zusätzlichen Umsatzsteuer auf die Management-Leistung; Voraussetzungen verbessern, damit institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Pensionskassen leichter investieren können.

Wie wollen Sie in Hessen/RLP Anreize schaffen, um schulische und universitäre Ausbildungen praxisnaher aufzustellen? Wenn ja, welche?

Schulfach „Wirtschaft“ einführen, um wirtschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln und den Gründergeist zu stärken; Berufsbildungsgesetz weiterentwickeln, um eine berufsbegleitende digitale Weiterbildung zu erleichtern; Beschäftigte an Hochschulen sollen ein Recht auf ein „Gründer-Sabbatical“ erhalten.

Was werden Sie tun, damit Ihr Wahlkreis für Gründer und Startups attraktiv ist und dass dieser vor allem auch bundesweit als attraktiv wahrgenommen wird?

Mein Wahlkreis ist bereits sehr attraktiv für Gründer und Startups, wie ich bei meinem letzten Besuch des TechQuartiers mit Arbeitsministerin Andrea Nahles am 12.8. wiederholt feststellen konnte. Ich werde mich für eine weiter verbesserte regionale Zusammenarbeit im Rhein-Main-Gebiet einsetzen und bei allen Gelegenheiten vor Ort in Frankfurt und – ggf. nach der Bundestagswahl – auch in Berlin weiterhin für unseren starken Digitalstandort werben.

Soziale Startups schaffen vor allem einen Mehrwert für die Gesellschaft – was planen Sie, um speziell Soziale Startups zu unterstützen?

Soziale Startups leisten einen immensen Beitrag für sozialen Zusammenhalt und für ein funktionierendes Gemeinwesen. Sie haben daher die gleiche Förderung verdient wie gewinnorientierte Startups. Der Staat sollte außerdem soziale Startups noch gezielter durch Auslobung weiterer Stipendien und Gründerpreise fördern. Ich habe selbst im Jahr 2007 mit einem Projekt zur Sprachförderung von Zuwandern am Gründerwettbewerb startsocial teilgenommen. Dabei habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass derartige Wettbewerbe – neben ihrer Anreizfunktion – die unschätzbare Gelegenheit bieten, Gründern von sozialen Startups durch kostenlose Beratung von Experten eine realistische Einschätzung ihres Projekts zu erhalten.

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