„Es ist Zeit Unternehmertum neu zu denken. Es gibt eine Menge Hype und Aufregung rund um  die Science Fiction unserer Zeit. Aber wir brauchen mindestens die gleiche Energie um auch  die Social Fiction zu schreiben, die hinter den technologischen Fortschritten steht.“     Mit diesen Worten beschreibt Dominik Hofmann, Mitgründer des ​heimathafen Wiesbaden​, die  Intention seines neuen Startup Programms. Darin lädt der Coworking Space aus der  hessischen Landeshauptstadt Gründer ein, die „Gesellschaft, Kiez und Stadt gestalten wollen“.  Dazu zählen Unternehmen mit positiver, gesellschaftlicher Vision und Gestaltungskraft wie  auch reine Sozialunternehmen.

Ziel des zweimonatigen Accelerator-Programms ist es, den Unternehmen bei der Skalierung  ihres Unternehmens und damit ihres gesellschaftlichen oder ökologischen Mehrwerts zu  helfen. Dafür greift der heimathafen tief in die eigenen Taschen und das eigene Netzwerk: Ein  Pool von über 300 internationalen Mentoren steht zur Verfügung um die Startups zu  unterstützen, teilnehmende Gründer erhalten 3 Monate lang kostenlose Infrastruktur im  Coworking Space​ und zum Auftakt winkt freier Zugang zum „Global Social Business Summit“,  der globalen Plattform-Konferenz für Social Business in der Autostadt Wolfsburg.

„Wiesbaden kann mehr als Kurstadt oder Altersruhesitz. Schon die diesjährige Biennale hat  gezeigt, dass die Stadt traditionelle Werte mit Zukunftskritik und gesellschaftlicher  Gestaltungskraft verbindet. Mit unserem Programm wollen wir jungen Talenten und  Unternehmern ein zu Hause und eine Community bieten. Wir wollen vermeiden, dass sie nach  Berlin, München oder New York abwandern. Wir brauchen Zukunft hier, heute, jetzt.“ Sagt  Daniel Nowack​, der das Programm leiten wird. In der Vergangenheit hat er Sozialunternehmen  in Lateinamerika, Afrika und Indien finanziert und unterstützt– aber auch Startup-Programme  wie den W1 Insurtech Accelerator in München oder den MAN Impact Accelerator für  Sozialunternehmen aus Indien, Südafrika und Europa.

Zusätzlich holt sich der heimathafen renommierte Hilfe ins Haus: Gleich zwei Organisationen  von Muhammad Yunus unterstützen das Programm. Der Bengale wurde 2006 für die  Entwicklung von Mikrokrediten mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Wenig später  gründete er ​The Grameen Creative Lab​ und ​Yunus Social Business​. Beide Organisationen  stehen nun dem Team aus Wiesbaden mit Mentoren, Netzwerk und Expertise zur Seite.

Bemerkenswert daran ist, dass der heimathafen gänzlich ohne Sponsoren auskommt. Für  Startups ist das Programm kostenlos. Auch auf Anteile an den teilnehmenden Startups  verzichtet der heimathafen. “Unser einziges Ziel ist”, so Dominik Hofmann abschließend,  “diese werte-orientierten Startups zu stärken – und ihren Impact auf die Welt und Umwelt, in  der wir leben.”

Hier könnt ihr euch noch bis zum 19. Oktober bewerben:  heimathafen-wiesbaden.de/accelerator/