RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?
Ich bin Imme Scheit, gemeinsam mit meinem Partner bilde ich das Gründungsteam von Ich will ein Pony (www.ich-will-ein-pony.de). Wir haben ein geschütztes Online-Tagebuch für alle Schwangeren und Eltern entwickelt, die die unzähligen wertvollen Augenblicke mit ihren Kindern dokumentieren wollen, ohne ihre Daten auf Facebook, WhatsApp oder Instagram veröffentlichen zu müssen.
Heutzutage hat man sein Smartphone überall dabei. Das Online-Babytagebuch kann man von allen Geräten aus mit Fotos, Notizen und Storys füllen. Auf liebevolle Weise werden so die Familienabenteuer „wie im Vorbeigehen“ festgehalten. Aber nicht nur das: Unser Online-Tagebuch ist das einzige, das auch im Regal steht!
Wenn man eine gewisse Anzahl an Tagebucheinträgen verfasst hat, kann mit einem Klick ein Buch daraus gedruckt werden. Ideal für moderne Eltern, die viel mobil unterwegs sind, und ihren Kindern gleichzeitig ein echtes Album mit ihren Erinnerungen übergeben möchten.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?
Wir sind selbst Eltern und kennen das Fotochaos, das innerhalb kürzester Zeit durch die vielen Schnappschüsse entsteht, die man von seinen Kleinen macht. Eltern gehören zu den eifrigsten Fotografen, aber sie kommen nicht dazu, die riesige Menge an Bildern von den verschiedenen Geräten an einem Ort zu sammeln, zu sortieren und regelmäßig Fotobücher daraus zu erstellen.
Fotos verstauben über die Jahre unberührt in einer Kiste, verschwinden auf Festplatten und Handys, bis die Geräte kaputt gehen. Die berührendsten Momente werden nie wieder wertgeschätzt, die Kinder bekommen sie nicht zu sehen.
Das Online-Babytagebuch löst dieses Problem: Erinnerungen können nicht nur schnell und von überall festgehalten werden, sondern auf einer liebevoll gestalteten, privaten Webseite angeschaut und als hochwertiges Buch gedruckt werden. Das spart Zeit, Nerven und das schlechte Gewissen –und es macht Freude!
Wer mehr über unseren Gründertraum erfahren möchte, schaut in unserem Blog vorbei:
https://www.ich-will-ein-pony.de/de/mein-gruendertraum

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?
Wir haben in Teilzeit gegründet, um den Einstieg finanziell zu erleichtern.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?
Der Aufbau des Brandings stellte eine große Herausforderung dar. Für uns selbst waren die Gründe für die Nutzung unseres eigenen Babytagebuchs vielseitig: Wir sind fotobegeistert und unsere Familien wollen hautnah dabei sein, wenn unsere Kinder etwas Neues erleben. Aber die Botschaft des Produktes so zu formulieren, dass andere den Mehrwert auf einen Blick erkennen, war zunächst nicht einfach. Vom Datenspeicher zum automatisierten Fotobuch kamen wir darauf, dass sich im Kern alles darum dreht, in unserer schnelllebigen Zeit Erinnerungen für seine Kinder zu verwahren.

RMS: Was macht Ihr, um den Bekanntheitsgrad von Eurem Startup weiter auszubauen?
Wir probieren verschiedene Marketingkanäle aus. Heutzutage versuchen viele, nur über Social Media bekannt zu werden, aber Kunden konvertieren je nach Produkt eher über andere Wege.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?
Wir möchten weiter wachsen und uns dabei das Persönliche unserer Marke erhalten. Wir wollen viele Familien mit dem liebevollen Design unserer Produkte begeistern und die bekannte Alternative für alle Eltern sein, die ihr Kind nicht auf Social Media exponieren wollen.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?
Es gibt vielseitige Möglichkeiten, sich zu vernetzen und auszutauschen, was für Start-ups essentiell ist. Schade ist, dass deutschlandweit die Gründungen zurückgehen und man als Unternehmer die Ausnahme von der Regel bleibt.
RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?
Glaubt an eure Idee, denn es gibt einen Grund, warum ihr gegründet habt! Erhaltet euch auch nach der Gründung den Mut, Neues zu wagen! Die Gründung ist nicht der abschließende Schritt auf unsicherem Terrain, sondern der Erste …