Jeder weiß, wie wichtig passende Finanzen für die Lebensqualität sind – Aber es kann ganz schön nervig, zeitfressend, unbequem sein sich damit zu beschäftigen. Das möchte Zuper ändern, indem Automatisierung, Gamification, künstliche Intelligenz mit schlauen Standards kombiniert werden. So hilft Zuper, die eigenen Finanzen zu kontrollieren und Vermögen aufzubauen.

Zuper ist eine smarte App, die es erlaubt, alle Bankkonten sicher zu verbinden. Egal ob Du eins oder mehrere Konten hast, Du hast jederzeit den Überblick über alle Transaktionen in Deiner Tasche. Zuper ist aktuell in Deutschland und Österreich verfügbar, will aber in die gesamte EU expandieren. Das Team arbeitet auch über Europa verteilt, Teile davon in FrankfurtRheinMain. Wir haben den CEO Alexey Rubtsov zum Interview gebeten.

RMS: Alexey, wie entstand die Idee zum Startup?

Viele Kunden sind einfach von den Banken frustriert. Dabei sind gesunde Finanzen wichtig, um die Verwirklichung unserer Träume und das Wohlbefinden unserer Familie zu ermöglichen. Finanzielle Gesundheit ist dabei der Grundstein – sowohl für unsere Ambitionen als auch für günstige Gelegenheiten im Leben.

Wir glauben, dass Zuper mit finanziellen Coaching das Leben der Nutzer zum Besseren verändert. Unser Konzept ist skalierbar und wird von Personen überall gebraucht. Dank der Einführung von PSD2 und dem globalen Trend zu einer offenen Bankbewegung, planen wir mit Zuper europa- und weltweit zu expandieren. 

RMS: Wie hat sich euer Geschäftsmodell seit dem Soft Start 2017 entwickelt?

Als wir angefangen haben, dachten wir noch, dass wir einen großartigen Persönlichen Finanz Manager aufbauen. Aber wir haben schnell gemerkt, dass was die Leute eigentlich brauchen ist ein konsistentes und intelligentes Coaching. Ohne das gesamte Bild und persönliche Vorlieben zu kennen, lassen sich eingefahrene Verhaltensweisen nicht verbessern.

Seitdem haben wir Zuper konstant optimiert, etwa mit automatisierten Budgets, einem persönlichen Newfeed, Push-Nachrichten für relevante Kontoinformationen und einen schlauen finanziellen Gesundheitsscore mit Tipps, um diesen zu verbessern.

RMS: Wie hat sich das Unternehmen seit der Gründung entwickelt?

Als wir Zuper gegründet haben, hatten wir kein Produkt und kein Team. Jetzt haben wir Android und iOS Apps im deutschen und österreichischen Markt. Weitere Länder kommen bald dazu. Zum Zeitpunkt der Gründung haben wir uns nur auf die App fokussiert. Inzwischen konzentrieren wir uns mehr darauf, wie wir Kooperationen ausgestalten sollen, um die Funktionalität und den Wert des Zuper-Systems zu erweitern.

RMS: Wie groß ist dein Start-up inzwischen (Mitarbeiter, Umsatz, andere Kennzahlen)?

Zuper ist nun zwei Jahre alt und umfasst ein Team von aktuell gut 20 Personen, wobei wir monatlich wachsen. Unser Team besteht zu einem Drittel aus Frauen, was im Bereich von FinTech-Unternehmen selten ist. Die meisten von uns sind Eltern. Wir haben im Moment Zuper Büros in drei Ländern. Wir koordinieren unsere Projekte über acht verschiedene Länder und 20 Zeitzonen, da wir in einem Remote-Team arbeiten. Das ist eine Herausforderung, aber wir lieben die Diversität dieser Gruppe.

RMS: Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?

Es ist schwierig, einen Finanzcoach wie Zuper schnell aus dem Nichts hoch zu ziehen. Da wir ein finanzielles Beratungssystem entwickeln, sind die Sicherheitsbedingungen besonders streng – gleichzeitig muss es intuitiv nutzbar und sehr nützlich sein. Bevor das nicht sichergestellt ist, möchte keiner ein solches finanzielles Tool nutzen – geschweige diesem, seine Daten anvertrauen. Wir wollten von Anfang an ein wirklich hochwertiges Produkt anbieten, also mussten wir viel Zeit und Ressourcen in die Entwicklung und Testung stecken. 

RMS: Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?

Die entscheidenden Funktionalitäten müssen durch das interne Team gesteuert werden. Wir waren bei der Einbringung unseres CTO sehr langsam und haben anfangs externe Entwickler genutzt. Natürlich können nicht essentielle Dinge ausgelagert werden, aber der Kern des eigenen Unternehmens darf nicht nach außen abgegeben werden. Externe Entwicklung mag günstiger und schneller erscheinen, aber am Ende wirst Du es bereuen.

RMS: Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Gründung so richtig schief gegangen? 

Wahrscheinlich das was ich gerade beschrieben habe. Außerdem sind wir besser darin geworden, uns Zeit für die Einstellung neuer Mitarbeiter zu nehmen. Auch weil wir wissen, dass wir sie schnell kündigen müssen, wenn es nicht läuft.

RMS: Was hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?

Wenn wir gewusst hätten, wie lange es dauert, Zuper zu entwickeln und als ausgereiftes  finanzielles Produkt marktreif zu optimieren, hätten wir uns vielleicht stattdessen für die Entwicklung eines B2B-Produkts entschieden. Viele VCs erzählen uns der B2B-Weg wäre einfacher. Abgesehen davon, wissen wir, was für ein tolles Tool Zuper ist und sind sehr engagiert, dieses langfristig zu begleiten.

RMS: Wo steht euer Startup in einem Jahr?

Selbstverständlich wird die Zuper App besser sein, als jemals zuvor. Außerdem wollen wir eine Banklizenz erwerben, um unseren Nutzern neue Funktionalitäten anbieten zu können. Wir erwarten, dass wir diese Lizenz in einem Jahr haben und mindestens zwei bis drei mehr Länder erschlossen zu haben. Damit werden wir unser System auch um neue Sprachen erweitert haben. Um dies zu erreichen, müssen wir unsere aktuelle Teamgröße verdoppeln. Das wird also ein aufregendes Jahr!

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