Nebenberuflich zu starten ist für viele Gründer ein Weg, das Risiko der Gründung zu reduzieren. Max Lock von XDay Eventmanagement macht genau das und hat sich unseren Fragen gestellt.

RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Max Lock und ich bin der Entwickler der XDay Eventmanagement Software. Nach einer Ausbildung zum Fachinformatiker bei einer Versicherung habe ich in mehreren mittelständischen Unternehmen Erfahrungen in der Softwareentwicklung gesammelt. Zunächst ausschließlich in der Entwicklung von Windows-Anwendungen tätig gewesen, wurde die Entwicklung von Apps für Smartphones zu einem weiteren Schwerpunkt meiner dezeitigen Tätigkeit. Darüberhinaus bin ich als Autor für die dotnetpro und Speaker auf Konferenzen, z. B. der Developer Week, tätig. Von 2011 bis 2015 habe ich zudem an der FOM nebenberuflich Wirtschaftsinformatik studiert. Ich arbeit derzeit als angestellter Softwareentwickler in einer kleinen Firma in Friedrichsdorf im schönen Taunus.

Max Lock, XDayNebenberuflich arbeite ich als selbständiger Entwickler an der XDay Eventmanagement Software. Dies ist eine Software speziell für selbständige Eventplaner und kleine Eventplanungsagenturen, um kleine bis mittelgroße Veranstaltungen zu organisieren – egal ob Hochzeit, Firmen- oder Weihnachtsfeier. Derzeit noch auf den B2B-Markt fokussiert, ist eine Version für Privatpersonen in Arbeit, um damit z. B. die eigene Hochzeit planen zu können.

Die Software richtet sich explizit an diejenigen Eventplaner, die keine großen Events planen, die eine Webseite inklusive öffentlicher Anmeldung und Ticketing benötigen. Davon gibt es genug. Aber kleinere Events zu planen und alles im Blick zu behalten – darauf ist meine Software spezielisiert.

RMS: Wie kam es zur Gründung von XDay?

2016 haben meine Frau und ich geheiratet. Wir haben die komplette Hochzeit selbst organisiert. Ich war am Anfang der Vorbereitungen auf der Suche nach einem Tool, mit dem ich alles Verwalten kann, ohne mehrere Excel-Listen und andere Tools verwenden zu müssen – einfach alles in einem. Doch ich fand nichts. Eine Bekannte von uns, die als Eventmanagerin arbeitet, erzählt mir dann auf meine Nachfrage, dass es auch für selbständige Eventplaner kein entsprechend umfangreiches und gutes Tool gab – und da dachte ich: das kann ich doch selbst programmieren. Im Oktober 2017 konnte ich dann nun die erste Version veröffentlichen und bin seitdem daran, mich mit potenziellen Kunden auszutauschen und deren Feedback in neue Features umzusetzen.

RMS: Wie hast Du die Finanzierung des Startups gestemmt?

Ich bin komplett selbstfinanziert. Ich führe mein Startup jedoch derzeit noch als „Feierabend“-Startup, weshalb ich von meinem Hauptjob gut leben kann. Das macht es natürlich zeitlich anstrengender, alles unter einen Hut zu bekommen. Aber meine Frau unterstützt mich sehr.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Du bisher bei der Gründung und dem Aufbau von XDay überwinden musstet?

Richtige Stolpersteine gab es nicht. Ich musste mich nur in einige Thematiken, die nichts mit der Entwicklung zu tun haben, gut einarbeiten, wie z. B. die Unternehmensform oder rechtliche Aspekte bei der Gestaltung der Homepage. Neben reiner Internetrecherche haben mir dabei aber auch Seminare von der IHK bzw. des Bieg Hessen sehr geholfen.

Zudem habe ich das Marketing und den Vertrieb total unterschätzt. Sowohl Kaltaquise als auch die Bekanntheit der Homepage und der Facebook-Seite zu steigern, ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen, ist ein hartes Los und sehr viel Arbeit.

RMS: Wie viele Leute arbeiten mittlerweile an XDay?

Ich bin derzeit als Einzelunternehmer unterwegs.

RMS: Was machst Du, um Euren Bekanntheitsgrad weiter auszubauen?

Neben der eigenen Homepage, auf der ich auch einen Blog betreibe, nutze ich viel die sozialen Medien. Ich habe eine eigene Facebook-Seite und eine Xing-Business-Seite. Es ist derzeit auch eine Variante für Privatpersonen in Arbeit, mit der ich dann auf Hochzeitsmessen Werbung machen werde. Messen sind zudem ein guter Ort um Kontakte zur Zielgruppe zu knüpfen – und ein persönlicher Kontakt bleibt doch mehr in Erinnerung als eine E-Mail.

Ein Reseller-Programm trägt ebenfalls zur Verbreitung bei.

RMS: Wo möchtest Du in den nächsten 3-5 Jahren stehen?

Ich möchte, dass meine Software der Standard für selbständige Eventplaner (z. B. Hochzeitsplaner) wird. Ich habe schon einiges an Feedback aufgenommen, und da sind tolle Ideen dabei. Derzeit gibt es nur eine Windows-Desktop-Version. Es sind Apps für alle gängigen Plattformen in der Enticklung und eine Version für MacOS ist stark nachgefragt. Das wird zwar noch ein wenig Dauern, wird aber auch kommen.

Was die Größe angeht würde ich es gerne so beibehalten wie es ist – nämlich als Einzelunternehmen. Es bringt doch einige Freiheiten mit sich. Daher setzte ich von Anfang an auf „Komponenten“: für meinen Blog habe ich ein professionelles Theme gekauft, sodass ich mit wenig Aufwand eine sehr ansehnliche Seite erstellen konnte. Der Zahlungsdienstleister ist ein Komplettdienstleister auf Provisionsbasis, sodass dort nur Kosten anfallen wenn auch Käufe getätigt werden. Und die Cloud-Server skalieren ebenso mit der Nutzung, sodass auch hier die Kosten erst mit zunehmenden Verkäufen steigen.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Ich habe noch nicht viele Angebote in der Region aus der Startup-Szene genutzt, aber das Bieg Hessen und die IHK bieten gute Veranstaltungen, um sich weiterzubilden und bekannt zu machen. Und das zu einem günstigen Preis. Darüberhinaus bin ich durch euch auf den Techstars Startup Digest FrankfurtRheinMain aufmerksam geworden und habe dort erst gesehen, wie viele Events es für Startups und zum Netzwerken gibt. Daher denke ich, dass sich die Rhein Main-Region auf keinen Fall verstecken muss.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Bringt schnell eine lauffähige Version heraus, die vom Umfang her dem Kunden schon einen Mehrwert bietet, aber übertreibt es nicht. Lernt dann vom Kundenfeedback, was wirklich benötigt wird. Somit entwickelt ihr nicht an eurer Zielgruppe vorbei.

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