Aus der Garage an die Börse, diese Story haben viele vor Augen, wenn es um Existenzgründung geht. Aber das ist eine verengte Sicht, denn es gibt viele Wege zum eigenen Unternehmen. Ein wesentlicher davon, gerade in der alternden deutschen Gesellschaft, ist die Unternehmensnachfolge. Jährlich steht die Frage, wer das Unternehmen übernimmt, wenn die aktuellen Inhaber sich zur Ruhe setzen wollen, bei mehreren 10.000 Unternehmen in Deutschland an, eine halbe Million Arbeitsplätze sind davon laut dem Hessischen Wirtschaftsministerium betroffen. In unserem Bundesland sind es zwischen 2014 und 2018 rund 10.600 Unternehmen mit rund 154.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wird keine Lösung der Nachfolgeproblematik gefunden, kann das zur Geschäftsaufgabe samt Arbeitsplatzabbau führen.

Veranstaltung im Rahmen der Hessischen Gründertage

Wie für eine Unternehmensnachfolge Lösungen aussehen können, darüber informierten Experten bei einer Veranstaltung im Rahmen der Hessischen Gründertage rund 60 Besucherinnen und Besucher. Was muss man beachten, will man ein bestehendes Unternehmen übernehmen? Wie finde und beurteile ich einen möglichen Nachfolger und wie gestalte ich die Firmenübergabe optimal? Fragen wie diese wurden Ende September auf der Veranstaltung „Neugründung oder übernehmen – abgeben oder schließen?“ im Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt beantwortet. Gründer wie Unternehmer erfuhren dort am praktischen Beispiel, wie eine Übergabe ablaufen kann. Workshops informierten über „Fördermittel und Finanzierung“, „Steuern, Recht und Betriebswirtschaft“ sowie „Starke Partner – Wer hilft wem?“ Diskutiert wurde über „Alternative Lösungsansätze für Unternehmensnachfolge“. Und ausreichend Zeit für das Netzwerken blieb am Abend auch noch.

„Für uns bei Fraunhofer SIT spielt das Thema Gründung und Unternehmensnachfolge eine große Rolle, denn innovative Unternehmen sind wichtig für den Wissenstransfer von der Forschung in die Wirtschaft. Start-ups und Unternehmen im Führungswechsel suchen nach neuen technologiebasierten Geschäftsmodellen. Als Teil des deutschen Digital Hubs für Cybersicherheit unterstützt Fraunhofer SIT junge Gründer und bestehende Unternehmen in unterschiedlicher Art und Weise beim Technologie-Scouting, zum Beispiel durch unser hessisch-israelisches Accelerator-Programm (HIPA) oder die Lizenzierung von IT-Lösungen“ erklärte Prof. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer SIT.

„Nach unser Erfahrung sind die Gründer von heute mit entsprechender Unterstützung hervorragende Nachfolger von Unternehmenslenkern bereits existierender Mittelständler“, sagte Jochen Ball, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und geschäftsführender Gesellschafter bei Dr. Dornbach Treuhand GmbH. „Unser Fokus liegt bei mittelständischen Unternehmen. Die benötigen oft neue Impulse, insbesondere aus der Online-Welt. Start-ups sind hier also von höchstem Interesse. Dornbach versteht sich auch in Zusammenarbeit mit der groundr AG aus Bad Homburg als Möglichmacher für entsprechende MBI´s/MBO´s. Wie ein solcher Nachfolgeprozess aussehen kann, war ein Output der Veranstaltung.“

Positive Beispiele auch aus FrankfurtRheinMain

„2015 war Dominik Benner Preisträger beim Hessischen Gründerpreis. Er hat nach einem Todesfall einen traditionellen, stationären Schuhhandel übernommen und zu einem der größten Online-Händler auf Amazon entwickelt. Dieses Beispiel – und es gibt noch mehr beim Hessischen Gründerpreis – zeigen den Mut und die Innovationskraft von Gründern“, so Elisabeth Neumann, Projektleiterin der Gründertage Hessen. „Das Thema Unternehmensnachfolge wird immer wichtiger und deshalb freuen wir uns, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern erneut eine hochwertige Veranstaltung von Praktikern für Praktiker dazu anbieten konnten.“

 

Wer sich für das Thema Unternehmensnachfolge interessiert, kann hier noch einmal das Programm der Veranstaltung herunterladen und Ansprechpartner zum Thema finden.

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