Die Celebrate Streetfood Event & Catering GmbH aus Frankfurt ist seit 2013 am Markt aktiv und beheimatet als Dachmarke die Konzepte „Burrito-Bande“, „Burger Unplugged“, „Trinity BBQ“ und „Cucina Nostra“.

Wir haben die Gründer des Food-Startups zu unserem Gründerinterview gebeten.

RMS: Bitte stellt euch kurz vor. Wer seid ihr und was macht ihr?

Oliver Meiser: Wir sind Jan und Olli von Celebrate Streetfood. Wir machen Streetfood Catering für Geschäfts- und Privatkunden. Für uns ist Streetfood dabei mehr als nur leckeres Essen. Es ist eine Mischung aus der Zubereitung von frischen Speisen direkt vor den Augen der Gäste, der Interaktion mit dem Gast und der Ausgabe aus unseren Foodtrucks oder den mobilen Live-Cooking-Stations. Das macht Streetfood Catering so besonders und ist für unsere Gäste eine willkommene Abwechslung zu den klassischen Catering-Angeboten. Angefangen mit einem Truck, operieren wir aktuell mit 14 Foodtrucks und sieben mobilen Live-Cooking-Stations.

Jan Dinter: Unter dem Dach Celebrate Streetfood findet man die Konzepte Burger Unplugged mit Pulled Beef und Pulled Pork Burgern, die Burrito Bande, Trinity BBQ mit original American Barbecue sowie Cucina Nostra mit Steinofen Pizza und frischer Pasta. Unsere Kunden buchen ein Konzept oder gleich mehrere. Vom Geburtstagscatering bis zur Firmenfeier mit 5.000 Besuchern und eigenem Streetfood-Festival sind wir für jedes Event gerüstet.

RMS: Wie kam es zur Gründung eures Startups?

Jan Dinter: Wir kommen beide ursprünglich aus der Finanz- bzw. Logistikbranche, hatten aber das Bedürfnis, nicht mehr so fremdbestimmt zu sein und den ganzen Tag vorm Rechner sitzen. Ich persönlich bin gerne draußen und in Bewegung und brauche den persönlichen Kontakt zu Menschen.

Oliver Meiser: Die Idee, etwas Eigenes aufzubauen, hat mich schon immer sehr gereizt. Lediglich das passende Geschäftsmodell hatte noch gefehlt. Mit Jan habe ich dann endlich den richtigen Partner und die richtige Idee gefunden: ehrliches Streetfood frisch für unsere Gäste zubereitet.

Jan Dinter: Wir beide lieben gutes Essen, haben aber natürlich ab und zu auch mal zu Fast Food gegriffen, wenn es schnell gehen musste. Irgendwann haben wir uns dann gefragt, ob das eine das andere immer ausschließen muss. Eineinhalb Jahre haben wir an unserer Idee gefeilt, diskutiert, recherchiert und unzählige Geschmacksrichtungen ausprobiert. Das Ergebnis war schließlich die Burrito Bande, mit der wir 2013 als einer der ersten Foodtrucks in Deutschland gestartet sind. Zu zweit standen wir in Frankfurt im Truck und haben zur Mittagszeit an wechselnden Standorten unsere Burritos gerollt.

Oliver Meiser: Nachdem wir dann 2015 mit „Burger Unplugged“ das zweite Konzept gestartet hatten, war Celebrate Streetfood als Dachmarke der nächste logische Schritt. Unser Fokus ging weg vom klassischen Foodtruck-Geschäft in der Mittagszeit hin zu Streetfood-Catering.

Jan Dinter: In Frankfurt und Umgebung sind wir nach wie vor mit unseren „Mittagüberfällen“ der Burrito Bande unterwegs. Unser Hauptgeschäft sind mittlerweile jedoch Firmen- und Privat-Caterings in ganz Deutschland. Mittlerweile kommen wir auf knapp 1.700 Caterings mit fast 100.000 Gästen.

RMS: Wie habt ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?

Oliver Meiser: Das war eine Mischung aus Eigenmitteln und einer Gruppe von privaten Investoren. Mit zunehmender Professionalisierung und wachsender Unternehmensgröße spielen unsere Investoren eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Celebrate Streetfood. Sie stellen nicht nur finanzielle Mittel bereit, sondern geben auch immer wieder wichtige Impulse. Unter unseren Investoren sind zum Beispiel die langjährigen McKinsey-Berater Frank Mattern und Carl-Stefan Neumann sowie Florian Michajlezko, der Gründer von ergobag.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Jan Dinter: Als wir 2013 mit der Burrito Bande angefangen haben, war die Streetfood Szene so wie wir sie in Deutschland heute kennen noch in den Kinderschuhen. Wir haben die Entwicklung von Anfang an miterlebt und zu einem gewissen Teil auch mitgestaltet. Dabei ging es und geht es immer um das Besondere und das Außergewöhnliche, das dem Gast geboten wird. Streetfood ist definitiv mehr als nur Essen. Es ist das Erlebnis, dass wir und unser gesamtes Team den Kunden tagtäglich vermitteln.

Oliver Meiser: Der größte „Stolperstein“ ist dabei das Thema Professionalisierung – nicht nur bei uns, sondern auch aus Sicht des Gastes. Die größte Sorge, die Kunden bezüglich Streetfood Catering haben ist, dass die Speisen nicht schnell genug an die Gäste ausgegeben werden können. Gleichzeitig gilt der Anspruch, jeden Gast so individuell wie möglich zu bedienen. Dieser Spagat ist bei einem Catering mit z.B. 2.500 Personen eine enorme Herausforderung.

Nur dank unserer langjährigen Erfahrung, standardisierten Prozessen und sehr gut geschulten Mitarbeitern können wir dem Anspruch „Professionalität bei hoher Individualität“ in vollem Umfang gerecht werden.

Jan Dinter: Für uns heißt das konkret, dass wir regelmäßig interne Schulungen durchführen und ein Prozesshandbuch für alle Mitarbeiter entwickelt haben. Darüber hinaus sind jedem Team Teamleiter und jeder Veranstaltung Veranstaltungsleiter zugeordnet, die die nötige Erfahrung mitbringen und Abläufe vor Ort strukturieren. 

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet ihr mittlerweile an eurem Startup?

Oliver Meiser: Die ersten 6 Monate waren Jan und ich tatsächlich die einzigen Mitarbeiter. Wir standen jeden Tag im Foodtruck und haben Burritos gerollt. Mittlerweile besteht unser Team aus ca. 100 Mitarbeitern. Tendenz steigend.

RMS: Was macht ihr, um den Bekanntheitsgrad von eurem Startup weiter auszubauen?

Jan Dinter: Jeder zufriedene Gast ist grundsätzlich erstmal die beste Werbung für uns. Wir haben seit unserer Gründung knapp 1.700 Caterings in 66 Städten durchgeführt und ca. 100.000 Gäste bedient. Darüber hinaus akquirieren wir einen Großteil unserer Anfragen online. Wir setzen hier auf einen breiten Marketing Mix: Ads, Social Media, Suchmaschinenoptimierung, Newsletter. Wir waren aber zum Beispiel auch schon im TV – Galileo, Abenteuer Leben & Co – und wer weiß vielleicht sieht man uns ja demnächst auch noch in anderen Formaten 🙂

RMS: Wo möchtet ihr die nächsten 3-5 Jahre mit eurem Startup stehen?

Jan Dinter: Wir wollen Europas größter Streetfood-Caterer werden.

RMS: Wie seht ihr den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Oliver Meiser: Wir sind hier im Herzen von Europa und in der Mitte Deutschlands. Für uns ist das sehr entscheidend, da wir aktuell noch komplett von Frankfurt aus operieren. Im Herbst eröffnen wir unseren nächsten festen Standort in Berlin. In den kommenden Jahren planen wir 3 bis 4 weitere Standorte in ganz Deutschland, die es uns ermöglichen noch flexibler zu agieren.

Jan Dinter: Wir hören immer wieder, dass das Rhein-Main-Gebiet im Deutschlandvergleich nicht sehr gut abschneiden würde. Wir können das absolut nicht bestätigen. Wir haben in den letzten Jahren hier ein tolles Netzwerk aufgebaut. Es gibt sehr viele finanzkräftige Unternehmen und eine perfekte Infrastruktur. Die Region wächst seit Jahren sowohl von der Einwohnerzahl, als auch wirtschaftlich gesehen. All das sind Argumente, die nicht nur uns als Catering-Startup zu Gute kommen, sondern im Grunde allen Gründern, die ein Produkt verkaufen oder einen Service anbieten.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den ihr anderen Gründern auf den Weg geben möchtet?

Jan Dinter:

  1. Dein Geschäftsmodell steht und fällt mit der Qualität Deines Teams
  2. Im Fokus Deines Schaffens sollte immer der Kunde stehen
  3. Hinterfrage Dich und Dein Werk jeden Tag
  4. Prozesse, Prozesse, Prozesse
  5. Finde das richtige Verhältnis zwischen Professionalität und Individualität

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