Kürzlich stellten sich die 36 Halbfinalisten für den Hessischen Gründerpreis mit fünfminütigen Präsentationen einer 17-köpfigen Jury vor. Sie wurden aus einem Feld von 94 Bewerbungen ausgewählt, das dann durch die Jury auf eine Gruppe von 9 Finalisten zusammengeschrumpft wurde.

Mit dabei ist Benjamin Bruder aus Frankfurt, dessen Fußball-Tracker zur Messung der Spielerperformance im Training und Spiel demnächst wohl auch in Spanien bei Real Madrid getestet werden wird.

In diesem Jahr dominieren Gründer aus dem kulinarischen Bereich den Wettbewerb. Dazu zählen Andreas H. Vick aus Bensheim-Auerbach, der mit Fleischeslust – die Metzgerei & Feinkosteria neben gehobener Metzgerei auch Feinkost und Eventgastronomie bietet. Aus der Partnerstadt des Hessischen Gründerpreises Darmstadt kommt Florian Klima, dessen vertical cloud solutions Personalorganisationssoftware für die Gastronomie programmiert. Jan Dinter bietet mit Celebrate Streetfood Catering & Event aus Frankfurt Streetfood-Catering an, während Mario-Sebastian Fertig von der HOWA Management GmbH aus Fulda mehrere Restaurants betreibt und im Erlebnis- und Event-Catering aktiv ist.

Die einzige Frau, die es in das Finale geschafft hat, ist Sabine Eller aus Darmstadt. Mit ihrem Unternehmen sterbenleben bietet sie nicht nur Bestattungen, sondern auch Beratung am Lebensende und Trauerbegleitung. In einem ganz anderen Bereich ist das Gründerteam um Tom Plümmer mit dem dritten Darmstädter Unternehmen Wingcopter tätig. Mit ihren Industriedrohnen sollen künftig Blutkonserven schneller transportiert werden. Simon Schmidt und sein Vater haben in Gründau OPTOcomm gegründet, die mit ihrer Mess- und Schienentechnik beispielsweise die Instandhaltung von Bahnschienen optimieren. Jens Jesberg schließlich betreibt in Marburg ein ganz altes Handwerk: die Autosattlerei für Oldtimer.

„Unternehmensgründungen geben Impulse, die Wachstum und Dynamik in einer Region stärken. Sie sorgen für Innovation und schaffen Arbeitsplätze. Auch deshalb begleiten wir als Sparkasse Darmstadt aus fester Überzeugung eine Vielzahl von Existenzgründern. Alleine im Geschäftsjahr 2016 haben wir Gründer in unserer Region mit über vier Millionen Euro finanziert“, erklärte Jürgen Thomas, Vorstandsmitglied der Sparkasse Darmstadt.

Und in der Tat zeigt der Hessische Gründerpreis erneut die enorme Bedeutung, die Neugründungen für die Wirtschaft haben. Insgesamt 1068 Arbeitsplätze haben die 94 Gründerinnen und Gründer geschaffen. Davon waren 372 Vollzeitstellen, 115 Menschen arbeiten in Teilzeit und 170 werden als Aushilfe oder im Minijob beschäftigt. Auch 15 Auszubildende lernen bei den jungen Unternehmen einen Beruf. Und schließlich arbeiten auch 396 Freiberufler für die 94 Bewerber. Die neun Finalisten beschäftigen 226 Menschen und stehen damit für knapp ein Fünftel aller geschaffenen Arbeitsplätze.

Dazu sagt die Projektleiterin der Gründertage Hessen, Elisabeth Neumann: „Ob Vollzeit, Teilzeit oder Freiberufler: Die Gründerinnen und Gründer schaffen für sich eine Existenz und geben anderen Menschen Arbeit, ein ganz wichtiger Aspekt beim Hessischen Gründerpreis und für die hessische Wirtschaft.“

Begeistert war sie von der Vielfalt und außergewöhnlichen Qualität der diesjährigen Bewerber m den Hessischen Gründerpreis. Dies spiegelt die Dynamik in der Hessischen Gründerszene wieder.

 

 

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