Wer heute mit einer neuen Crowdfunding-Plattform an den Markt gehen möchte, der muss sich schon etwas Besonderes einfallen lassen. Während die ersten Plattformen schon wieder von der Bildfläche verschwinden, suchen neue Anbieter mit Nischenprodukten ihren Erfolg. So auch zwei junge Gründer aus dem Frankfurter Umland, Soraya Braun (27) und Lorenz Beimler (30). Ihre Idee: Eine Crowdinvesting-Plattform, über die sich Freiberufler Finanzmittel von privaten und gewerblichen Investoren beschaffen können. Ihrem Start-up haben die beiden Absolventen der Frankfurt University of Applied Sciences den Namen Quantity Investment gegeben.

„Unsere Plattform ist auf Freiberufler ausgerichtet, die Finanzmittel für Gründungs- und Anschlussfinanzierungen benötigen, jedoch im Gegensatz zur klassischen Bankfinanzierung z. B. eine freie Mittelverwendung anstreben, keine Bürgschaft erbringen können oder über wenig bzw. kein Eigenkapital verfügen“, erläutert Lorenz das Konzept, das im deutschen Markt bislang einmalig ist. Was auch daran liegt, dass die Regeln für das Crowdfunding eigentlich auf Kapitalgesellschaften (also z. B. UG, GmbH, AG) ausgerichtet sind. Dank einer besonderen Struktur des Finanzierungsangebots ist jedoch ein Modell möglich, dass auch Freiberuflern Finanzierungen über 100.000 Euro und bis zu 2,5 Mio. Euro ohne Prospekterstellung ermöglichen soll – eine Größenordnung, die über von Freiberuflern bislang genutzten P2P-Lending-Plattformen (sog. Crowdlending) nicht erreichbar ist. Finanzierungen sollen aber auch schon ab 2.500 Euro möglich sein. Damit das auch wirtschaftlich für die Plattformbetreiber interessant ist, soll der Prozess der Kampagnenerstellung weitgehend automatisiert werden.

„Nach einer internen Prüfung, unserem QI-Rating, werden Freiberufler ihre Vorhaben auf unserer Plattform präsentieren und mit Fotos und Videos ergänzen können. Geldgeber können dann über die Plattform gezielt in Einzelprojekte oder über eine automatische Portfoliooption direkt in mehrere Freiberufler investieren und erhalten eine attraktive Verzinsung“, so Soraya. Zielgruppen sind beispielsweise Ärzte, Architekten, Ingenieure, Unternehmensberater aber auch Gewerbetreibende im nahen freiberuflichen Umfeld wie Apotheken, Dentallabore oder Optiker, also allgemein vertraute und eher bodenständige Geschäftskonzepte. „Freiberufler erzielen in der Regel stabile, weitgehend konjunkturunabhängige Einnahmen und weisen laut statistischen Bundesamt eine Insolvenzquote von nur 0,13% auf. Das Risiko ist also geringer, als bei den meisten gewerblichen Start-ups“, meint Lorenz. Ein unternehmerisches Investment mit der entsprechenden Möglichkeit des Totalverlustes bleibt es dennoch. Die Geldanlage soll schon ab 100 Euro möglich sein. Investiert wird über Nachrangdarlehen mit fester Verzinsung.

Bevor die Plattform live geht, sammeln die beiden jungen Unternehmer erst einmal Geld in eigener Sache und haben eine Crowdfunding-Kampagne auf der eigenen Webseite gestartet. Die Finanzmittel sollen hauptsächlich für den Aufbau von IT-Strukturen, Programmierung und Marketing verwendet werden.

Mehr Informationen unter http://www.quantity-investment.de

Frank Schwarz

 

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