Acomodeo ist ein 2015 gegründetes Startup mit Sitz in Frankfurt, das mittlerweile über 40 Mitarbeiter beschäftigt und mit seinen technologischen Lösungen im Serviced Apartment-Markt aktiv ist. Für seine Produkte wurde das Unternehmen 2017 mit dem “Best Practice Award” des Travel Industry Clubs ausgezeichnet und hat den Titel “Best Agent 2017” durch die Jury der International Hospitality Media für den globalen Serviced Apartment Markt verliehen bekommen.

Wir haben mit dem Gründer und Geschäftsführer Eric-Jan Krausch für Euch gesprochen.

RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Acomodeo LogoMein Name ist Eric-Jan Krausch und ich bin Gründer und Geschäftsführer von Acomodeo. Das Suchen, Finden und Buchen von professionell geführten Apartments war bisher vor allem durch E-Mail Anfragen und Online-Kataloge ohne Direktbuchung geprägt – damit war das Produkt für Geschäftsreisende einfach nicht attraktiv. Das haben wir durch unsere technischen Lösungen geändert. Acomodeo bringt das smarte Buchungserlebnis des Hotelgeschäfts in den Wachstumsmarkt der Serviced Apartments und verbindet damit Langzeitunterkünfte mit dem globalen Reisemarkt.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Mit meinem damaligen Mitbewohner und späteren Mitgründer David kam die Idee für Acomodeo zustande. Er hatte bereits mit einer eigenen Agentur Apartments für Großveranstaltungen wie die FIFA WM oder die Olympischen Spiele vermittelt. Da die Kosten pro Buchung immer sehr hoch waren, rechneten sich kleinere Anfragen für ihn nicht.

Während dieser Zeit habe ich bei einer Agentur classic-trader.com, einen Marktplatz für Oldtimer, betreut. So kam die Idee, durch die Digitalisierung dieses kleinen Übernachtungssegments die Direktbuchung von Serviced Apartments zu ermöglichen und damit auch Einzelreisende wirtschaftlich zu vermitteln.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung gestemmt?

Den Start haben wir vor allem mit Bootstrapping bewältigt und haben dann mit ein paar Angels das Projekt vorangebracht. Seit 2016 haben wir mit Aleksandar Vucak, dem Gründer von weg.de und ehemaligen CEO von TUI.com einen Investor und Gesellschafter mit an Bord, der die Travel Industry durch und durch kennt und uns zudem sehr gut im Sparring bei Alltags- und Strategiefragen hilft. Zudem bündelt er die Kommunikation und Entscheidungsfindung mit dem Private Equity Vehikel, dass ebenfalls seit 2016 bei uns investiert ist.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau von Acomodeo überwinden musstet?

Das erste Jahr war eigentlich gespickt von Problemen und Fehlern, die uns fast die Existenz gekostet hätten. Gerade in der Anfangszeit, in der man probiert jeden Euro zu sparen, trifft man Fehlentscheidungen, deren tatsächliche Auswirkungen man zunächst unterschätzt. Im Nachhinein kann man nun sagen, dass man die ein- oder andere Problematik mit professioneller Hilfe von Anwälten oder Steuerberatern hätte umgehen können. Aber das bemerkt man leider immer erst dann, wenn es zu spät ist.

RMS: Wie viele Leute seid Ihr mittlerweile?
Derzeit sind wir 42 Leute aus mehr als 12 Nationen mit den verschiedensten beruflichen Hintergründen und Bildungswegen. Aufgeteilt sind wir in 8 Teams, die von der Entwicklung, dem Einkauf über die Administration bis hin zu Marketing und Support alles abdecken, was wir derzeit benötigen.

RMS: Was macht Ihr, um Euren Bekanntheitsgrad weiter auszubauen?

Wir unterscheiden uns zu den meisten Startups dadurch, dass wir uns ausschließlich auf B2B und dementsprechend auf Kaltakquise und Direktvertrieb konzentrieren. Natürlich gibt es noch ein paar klassische B2C Elemente wie z.B. AdWords, aber um bei der für uns wichtigen und leider sehr kleinen Zielgruppe sinnvoll Bekanntheit zu steigern helfen diese Mittel nur bedingt.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren stehen?

Derzeit sind wir der schnellst wachsende Marktplatz für professionell geführte Apartments weltweit. Monatlich kommen mehr als 7.000 Apartments hinzu – große technische Integrationen ausgenommen. Da wir nun genug Angebot haben, wird der nächste Schritt sein, weitere entsprechenden Kunden in das Ökosystem zu bringen. Wenn alles klappt, können wir in 3-5 Jahren das HRS/Booking.com für geschäftliche Langzeit-Buchungen sein.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Ich bin überzeugt, dass ich bereits längst woanders wäre, wenn ich nicht selbst aus Frankfurt kommen würde. Gerade die Start-Phase ist in Frankfurt unglaublich schwierig. Es gibt zu viele Initiativen, Ämter, Berater, die sich Start-Ups auf die Fahne geschrieben haben, aber eigentlich Existenzgründung meinen oder eigentlich keinen wirklichen Mehrwert bieten können – zu oft vergeudet man hier Zeit indem man sich mit unpassenden Dingen bzw. Personen auseinandersetzen muss.

Viele monieren hier ein fehlendes Ökosystem, das ich so nicht stehen lassen würde.

Es gibt viele kleine „intime“ Gruppen, in der sich Gründer untereinander austauschen und gegenseitig unterstützen. Nur findet man diese Gruppen leider erst wenn man bereits durch einen Großteil der Probleme selbst durch ist.

Der aktuelle Ruf nach finanzieller Förderung und Unterstützung durch das Land oder Kommunen finde ich eher problematisch, da es für mich entgegen der Definition eines StartUps steht. Von der Politik würde ich mir wünschen einen Rahmen bzw. Cluster-Management zur Verfügung zu stellen damit sich all diese kleinen funktionierenden Gruppen untereinander einfacher vernetzen können – die aktuelle Struktur hat hier meines Erachtens für Start-Ups versagt.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Ich glaube, das wichtigste ist, dass man sich Gleichgesinnte sucht mit denen man Erfahrungen austauschen kann. Ihr seid jederzeit herzlich bei mir im Büro auf einen Kaffee eingeladen.

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