Wer seit einiger Zeit die Gründerszene in FrankfurtRheinMain beobachtet, dürfte bereits von SlidePresenter gehört haben. Das Unternehmen ist von einem Gründer auf mittlerweile mehr als 20 Mitarbeiter gewachsen und nutzt mit seinem B2B-Geschäft die Standortvorteile unserer Region.

Aber lest selbst, im Interview mit Gründer und CEO Sebastian Walker.

Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Sebastian Walker und ich bin Gründer und CEO der SlidePresenter GmbH – einem jungen Unternehmen, rund um die Themen digitaler Wissenstransfer und Wissenskommunikation.

SlidePresenter steht für ein junges, dynamisches Unternehmen mit einer innovativen Software-Lösung zur schnellen und einfachen Digitalisierung und Kommunikation von Wissen. Die Erstellung, Bearbeitung und Verteilung von Wissensinhalten – beispielsweise für Schulungen, Trainings, Onboarding-Prozesse oder Anleitungen kann durch unsere einzigartige Software-as-a-Service-Lösung unglaublich kosten- und zeiteffizient realisiert werden. Multimediale Formate wie Sprechervideos, Bildschirmaufnahmen und PowerPoint-Präsentationen lassen sich für diese Zwecke ganz einfach erstellen oder zusammenführen. Wirklich jeder im Unternehmen bekommt so die Möglichkeit, Wissen ganz einfach zu digitalisieren und alle können davon profitieren. Unser Motto: Knowledge to the people!

Warum hast Du SlidePresenter gegründet?

Unser Ziel war es einen Weg zu finden, wie man unternehmensspezifisches Wissen intern schnell zur Verfügung stellen kann. Denn wenn wir heute etwas lernen wollen oder nicht mehr wissen wie etwas funktioniert, dann lesen wir keine Anleitung mehr. Wir schauen einfach ein Video an. Das zeigt uns dann beispielsweise wie man eine Krawatte bindet oder ein Steak perfekt zubereitet. Das erleben wir alle heute schon im privaten Umfeld aber noch nicht in den Unternehmen. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen sind solche Inhalte meist gar nicht als Videos verfügbar, da sie sehr unternehmensspezifisch sind. Zum anderen ist die Erstellung von Videos und Tutorials ohne technische Vorkenntnisse meist schwierig. Die Idee von SlidePresenter setzt genau dort an und bietet die Lösung für beides indem Sie die Mitarbeiter dort abholt wo sie stehen – am Rechner, bei der Product Presentation, in einer kurzen Erklärung an einen Kollegen.

Welcher konkrete Nutzen ergibt sich aus dem Tool für Eure Kunden und Dein Unternehmen?

Bei uns sind Wissensinhalte inzwischen jederzeit nach Bedarf abrufbar. Wie beantrage ich noch einmal meinen Urlaub? Wie ging das doch gleich mit der Reisekostenabrechnung? Was waren die wichtigsten Punkte aus dem Meeting vor 2 Wochen? All solche Fragen liegen beantwortet im SlidePresenter Format bereit und wir müssen uns nicht mehr wiederholen. Denn im Arbeitsalltag werden wir häufig mit Dingen konfrontiert, die wir schon einmal gemacht haben und repetitiv sind. Manchmal können wir aber den konkreten Ablauf nicht mehr genau rekonstruieren und müssen umständlich nach einer Lösung suchen (z.B. Wie füge ich neue Bilder auf der Webpage ein?) oder wir müssen identische Dinge wieder und wieder wiederholen (z.B. neuen Mitarbeiter den Urlaubsantrag erklären). In beiden Fällen verliert man wertvolle Zeit und Nerven. Gleiches gilt für Themen wie Weiterbildung und Trainings.

Mit SlidePresenter können solche Inhalte signifikant einfacher, schneller und attraktiver über Videos dargestellt werden – alles ohne die mühsame Erstellung von Dokumenten. Genau hier können wir deutlich Zeit sparen und dabei die Kosten stark reduzieren. Wir arbeiten inzwischen sehr erfolgreich mit vielen Unternehmen zusammen, die genau dies erkannt haben. Die ArealBank nutzt SlidePresenter beispielsweise zur Erstellung von Trainings für ihre Mitarbeiter – also Videos statt Präsenztrainings. Lufthansa City Center stellt regemäßig über das firmeneigene Intranet News via Video zur Verfügung und die Haufe Akademie bildet ihre ESeminare über SlidePresenter ab. Die Anwendungsmöglichkeiten sind da wirklich vielseitig.

Wie hast Du die Finanzierung des Startups gestemmt?

Die ersten Schritte habe ich selbst finanziert. Danach haben wir Business Angels hinzugenommen und später dann zwei Venture Capital-Fonds.

Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Ich denke da vor allem an den Umstand, dass ich SlidePresenter als Single Founder gegründet habe. Gerade bei so einem komplexen Thema ist das unglaublich viel Arbeit. In diesem Zusammenhang ist auch das Finden des richtigen und wirklich passenden Personals entscheidend und war bzw. ist immer noch eine große Challenge. Wenn ich jetzt aber die letzten Jahre Revue passieren lasse, dann hat sich alles sehr gelohnt. Wir haben es geschafft, mit SlidePresenter ein enorm wichtiges Thema zu besetzen, das in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an Eurem Startup?

Ich habe das Unternehmen allein gegründet. Inzwischen sind wir stark gewachsen und haben aktuell mehr als 20 Mitarbeiter. Natürlich ist es unser Ziel auch in Zukunft weiter zu wachsen und diesen positiven Trend weiterzuführen. Die größte Herausforderung ist es, die richtigen Mitarbeiter zu finden – anders als in vielen Startups stellt der Enterprise-Bereich hohe fachliche Anforderungen an das Personal, gleichzeitig muss auch die Attitude stimmen.

Was macht Ihr, um den Bekanntheitsgrad von Eurem Startup weiter auszubauen?

Das ist eines unserer Fokusthemen zurzeit. Wir sind da an mehreren Stellen aktiv – gerade im Bereich Business Social Media erhöhen wir derzeit unsere Präsenz um den Namen SlidePresenter noch mehr Reichweite zu geben. Auch Messen sind für uns als B2B-Anbieter entscheidend. Außerdem arbeiten wir täglich an noch bessern und effizienteren Marketingstrategien. Aktuell testen wir gerade zahlreiche neue Kampagnenformate aus.

Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?

Unser Ziel ist es, dass wir in fünf Jahren so stark gewachsen sind, dass der Großteil der Unternehmen in Deutschland, Europa und auch in den USA die digitale Wissenskommunikation lebt und SlidePresenter der führende und verbreitete Standard ist. Die Vorteile des Einsatzes von Videos beim Lernen und der Kommunikation liegen auf der Hand. Wir als Unternehmen sind diesbezüglich schon sehr gut aufgestellt – wir sind selbst die größten „Fans“ unseres Tools und setzen es auch täglich bei unseren internen Prozessen ein. Jetzt heißt es aber noch mehr anderen Unternehmen zu zeigen, dass Videos nicht nur privat zu Hause sinnvoll sind, sondern auch im Businesskontext funktionieren. In unserer Vision wird es für die Mitarbeiter aller Unternehmen und Organisationen selbstverständlich sein, selbst Videos und Bildschirmaufnahmen zu erstellen, damit Wissen digital abrufbar zu gestalten und schlussendlich zum globalen Wissenspool des Unternehmens beizutragen.  

Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Ich denke der große Vorteil des Rhein-Main Gebiets ist die hohe Dichte an erfolgreichen und namenhaften Unternehmen und die geringen Distanzen in alle anderen deutschen Städte. Da liegt natürlich gerade im B2B Bereich ein enormes Potential – viele unsere Kunden sind tatsächlich aus der Region und diese Nähe ist ein entscheidender Vorteil, gerade wenn man sich als junges Unternehmen noch im Markt etablieren muss. Wenn das Geschäftsmodell eines Startups auf genau diese Zielgruppe ausgelegt ist, dann kann ich mir kaum einen besser geeigneten Standort in Deutschland vorstellen. Das zeigen auch die zahlreichen Events in der Region die inzwischen speziell Startups adressieren – da ist viel Bewegung drin.

Gibt es irgenwelche Tipps, die du Du den anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

  • Nicht alleine gründen 😉. Nein im Ernst, wenn ihr ein komplexes Thema gründet, dann macht das nicht alleine. Sucht euch Leute, die genauso passioniert an der Sache arbeiten und gleichzeitig über starke Kompetenzen verfügen. Das kann man später nicht oder nur sehr schwer hiren.
  • Achtet darauf die richtigen und kompetenten Mitarbeiter zu hiren – das ist ganz entscheidend. Das heißt aber auch, dass man bei den Falschen sehr konsequent handeln muss.
  • Seid offen für notwendige Veränderungen – auch wenn diese sehr radikal sein sollten. Gerade dann gilt es durchzuhalten.

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