Die Gründer vom Frankfurter FinTech-Startup creditshelf, Dr. Tim Thabe, Dr. Daniel Bartsch und Christoph Maichel, haben sich in unserem Interview Fragen rund um ihre Backgrounds, ihrem Produkt und dem Frankfurter Startup Ökosystem gestellt.

RMS: Bitte stellt Euch uns kurz vor. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

CREDITSHELF LOGOWir Gründer von creditshelf haben uns an der Universität Mannheim kennengelernt. 20 Jahre später und nach unterschiedlichen Karrieren haben wir uns zusammengefunden, um creditshelf aufzubauen.

Unser CEO Tim war zuvor COO des internationalen Unternehmenskundengeschäfts der UBS in Zürich. Er verfügt über Kreditrisikoerfahrung als Senior Credit Officer und Rating Berater für UBS und Goldman Sachs und promovierte im Kernthema von creditshelf. Daniel war bei UBS verantwortlich für den institutionellen Vertrieb von Anleihe-und Aktienprodukten in Asien und Europa. Als COO treibt er vor allem die Bereiche Sales und Marketing voran. Der dritte Geschäftsführer und CRO Mark ist 2016 zu uns gestoßen und war vorher als Analytical Head bei Standard&Poor’s für Mittelstands-Ratings verantwortlich. Er hat Berufserfahrung als Experte für Kreditrisiko und Corporate Finance und war für Goldman Sachs, Moody’s tätig. Von Anfang an dabei war unser Vertriebsleiter Lukas. Er war vorher in verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Deutschen Bank und managte u.a. einen der ersten deutschen Nachhaltigkeitsfonds.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Im Laufe unserer Karrieren haben wir in verschiedenen Teilen der Finanzwelt gearbeitet und so ein tiefes Branchenverständnis gewonnen. Dabei haben wir Schwachstellen bei den etablierten Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung und Engpässe insbesondere in der Kreditversorgung kleinerer und mittlerer Firmen gesehen, weil sich Banken aus diesem Bereich zunehmend zurückziehen. Diese Entwicklung schadet nicht nur den betroffenen Unternehmen, sondern der Volkswirtschaft insgesamt. 2014 haben wir uns daher entschlossen, unsere Vision einer verbesserten Kreditversorgung für mittelständische Unternehmen in die Tat umzusetzen, und creditshelf gegründet. 2015 ging creditshelf, der professionelle Markplatz für Mittelstandsfinanzierung, online.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung gestemmt?

Daniel und Tim haben den Stein ins Rollen gebracht und das Startkapital investiert. Kurze Zeit danach hat Star-Manager Rolf Elgeti, ein ehemaliger Studienkollege von uns, einen siebenstelligen Betrag in unser Fintech investiert.

RMS: Gab es Stolpersteine, die ihr überwältigen musstet?

Konkrete Stolpersteine gab es in dem Sinne keine. Natürlich hatten wir unternehmerische Situationen, die wir uns so nicht gewünscht haben. Es ist wichtig auch in den schwierigen Momenten den Kopf nicht in den Sand zu stecken, nach vorne zu schauen und den Fuß immer fest auf dem Gas gedrückt zu halten. Wir vertrauen hier unserem Geschäftsmodell und der Kompetenz unseres Teams.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an creditshelf?

Angefangen haben wir mit weniger als 5 Leuten. Im Moment sind wir 25 Mitarbeiter. Wir wachsen stetig weiter, sodass wir ab August in das neue Fintech Zentrum „The Spot“ ziehen, wo wir deutlich mehr Platz haben werden. Aktuell sind wir auf der Suche nach klugen und motivierten Köpfen, die uns in den Bereichen IT, Sales und Risk unterstützen wollen!

RMS: Was macht Ihr, um Euren Bekanntheitsgrad weiter auszubauen?

Eine hohe Medienpräsenz ist uns wichtig, deswegen arbeiten wir unter anderem mit einer PR Agentur zusammen, die uns bestmöglich in den Medien platziert. Ferner engagieren wir uns für das Frankfurter Fintech Ökosystem und nehmen außerdem an vielen Events, Messen und Konferenz im In-und Ausland teil. Zum Beispiel waren wir Aussteller auf der diesjährigen CeBit oder Referent auf der Lendit in London und New York.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit creditshelf stehen?

Wir wollen die führende Online-Kreditplattform in Deutschland sein! Durch unseren Online Kreditmarktplatz definieren wir Banking im Digitalisierungswandel neu, und sind hier innovativer und flexibler als die konventionellen Banken.

RMS: Wie seht Ihr den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Definitiv! Wir haben uns ganz bewusst für Frankfurt entschieden. Das Land Hessen hat den Aufbau eines unabhängigen Fintech-Zentrums in Frankfurt initiiert. Die Region hat die besten Voraussetzungen dafür. Die nötige Infrastruktur ist in der Bankenmetropole vorhanden, ebenso wie die universitäre Landschaft, die unmittelbare Nähe zu den Regulierern sowie die Vernetzung mit der Industrie. Frankfurts Startup Ökosystem ist beeindruckend (The Spot, Techquartier, Fintech Headquarter, Deutsche Börse Fintech Hub) – gerade der Austausch mit anderen Startups ist für uns sehr wertvoll.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtet?

Man sollte eine ausgereifte Idee zum richtigen Zeitpunkt haben, bevor man den Weg der Selbstständigkeit geht. Darüber hinaus benötigt man die richtigen Köpfe und natürlich Geld.

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