Mit Rachid Touzani stellen wir Euch heute einen Serien-Gründer aus unserer Region vor. Derzeit sorgt er mit CargoSteps, einem Frankfurter Logistik-Startup, für Aufmerksamkeit. Die Macher-Qualitäten des Teams zeigten sich u.a. durch die Veranstaltung Pitch on Deck, die sie gestartet haben, nachdem sie keine passenden Logistik-Veranstaltungen in der Region vorgefunden haben.

 

RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Rachid Touzani, ich bin CEO des Startups CargoSteps.

RMS: Wie kam es zur Gründung von CargoSteps?

Für meine eigene Firma T World Service GmbH (TWS) war ich damals auf der Suche nach einem Tool, um Prozesse gerade im Umgang mit zeitkritischer Fracht zu verbessern. Die Kunden erwarten mittlerweile eine transparente Lieferkette, samt Lieferupdates, dazu gehört auch eine Optimierung der Arbeitsprozesse. Die Global Player erledigen das inhouse mit isolierten, eigenen Lösungen. Kleine und mittelständische Unternehmen arbeiten dagegen meist in Kooperation mit anderen Unternehmen. Eine solche Lösung habe ich allerdings damals auf dem Markt nicht gefunden. Ich habe mich dann zusammen mit Murat Karakaya entschlossen, eine eigene Software-Lösung zu entwickeln, die es verschiedenen Unternehmen ermöglicht, möglichst effizient und transparent zusammenzuarbeiten. Mit den Softwareentwicklern Tom Anyz und Moritz Jäger haben wir dann CargoSteps gegründet. Das unabhängige und neutrale Tracking-System von CargoSteps erlaubt es Unternehmen, firmenübergreifend in einer Lösung zusammenzuarbeiten, auch international.

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RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?

Bis zum ersten Investment haben wir uns komplett selbst finanziert. Das war eine harte Zeit, aber der Glaube an den eigenen Erfolg war größer. Mittlerweile stammt ein Teil aus Eigenkapital, der größere Teil jedoch von privaten Investoren.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Wir haben immens davon profitiert, dass sich in unserem Team IT-Entwickler, Designer und Marketing-Experten befinden. Das, zusammen mit einer langjährigen Erfahrung in der Logistik, hat uns geholfen, größere Stolpersteine zu umgehen.  Jetzt arbeiten wir daran, CargoSteps so bekannt wie möglich zu machen und die Zahl der Nutzer zu erhöhen.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an CargoSteps?

Wir haben gerade erst jemanden neu eingestellt und die Zahl der Mitarbeiter inklusive Gründer damit auf 10 erhöht, wobei wir das gerne noch ausbauen möchten. Wir sind zurzeit noch auf der Suche nach einem Programmierer der „Python“ beherrscht.

RMS: Was macht Ihr, um Euren Bekanntheitsgrad weiter auszubauen?

Wir setzen auf branchenbezogene Werbung und nehmen an Veranstaltungen und Messen teil, auf der transport logistic in München sind wir dieses  Jahr zum Beispiel als Aussteller. Des Weiteren fand gerade die erste Veranstaltung unseres Pitch-Events „Pitch on Deck“ an Bord eines Dampfers statt. (Hier bitte Verlinkung zum Artikel von Startup RheinMain). Wir sind auch auf verschiedenen Social-Media-Plattformen aktiv, wie Linkedin, Xing, Twitter und Facebook.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren stehen?

Ziel von CargoSteps ist es, – ausgehend von Deutschland – sich mittelfristig auf dem europäischen Markt und langfristig in China und den USA zu etablieren.

Wir haben unser Portfolio bereits um die Produkte CargoSteps Secure, API und Enterprise  erweitert. Weitere Neuerungen sind geplant, wie zum Beispiel die Integration eines Bezahlservices.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Das Rhein-Main-Gebiet ist langsam am Kommen das ist spürbar. In unserer Gründungsphase, im September 2015, waren wir allerdings komplett verloren. Das viele Reisen zu Start-up-Events ist ziemlich ins Geld gegangen, zu einer Zeit in der wir noch auf Investorensuche waren.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Nicht nur einen, ich hab drei.

  1. Netzwerken ist einfach wichtig. Auch Kontakte, die im ersten Moment uninteressant erscheinen, können sich im Laufe der Zeit bezahlt machen.
  2. Als Startup ist man zwar erst einmal auf Geldsuche, aber man sollte den Fokus nicht nur auf Investoren richten, sondern auch auf Kunden und Partner.
  3. Austausch mit anderen Startups. Aus den Fehlern anderer kann man lernen und diese vermeiden. Das spart Zeit und Geld. Wir sind auch immer offen für Fragen von anderen Startups und versuchen zu helfen, wo wir können.

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