FrankfurtRheinMain ist eine starke Region für B-2-B-Geschäftsmodelle. Das sahen auch die  Gründer David Maurer und Timo Riedle von Evalea so. Die beiden sind mit ihrem Unternehmen aus Bayreuth in unsere Metropole am Main gezogen, um möglichst gute Rahmenbedingungen für das weitere Unternehmenswachstum sicherzustellen.

Wir stellen euch die beiden in unserem Gründer-Interview vor.

RMS: Bitte stellt Euch uns kurz vor. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind David Maurer und Timo Riedle. Wir haben 2014 zusammen die Evalea GmbH gegründet.

Gestartet sind wir mit unserem Evaluationssystem, einer SaaS-Lösung mit deren Hilfe Unternehmen ganz einfach und automatisch den langfristigen Nutzen ihrer Weiterbildungsmaßnahmen ermitteln. Hierzu werden im Nachgang an die Trainings passgenau Fragebögen versendet. Die Teilnehmer bewerten nach einer gewissen Umsetzungsdauer den tatsächlichen Mehrwert im Arbeitsalltag, anstatt den Geschmack des Kaffees.

Die Software ist mittlerweile erfolgreich am Markt platziert und wir haben Ende 2016 unser Angebot um ein System für Trainer, Weiterbildungsanbieter und Personalabteilungen erweitert. Mit Transferline bieten wir eine Software zur langfristigen Transferbegleitung von Schulungsteilnehmern. So wird der Lerntransfer sichergestellt und Präsenztrainings oder Coachings ganz einfach online über Impulse begleitet. Die Teilnehmer der Trainings können sich hierfür auf Wunsch eine App herunterladen. So enden Trainings und vor allem die Wissensweitergabe nicht im Schulungsraum, sondern beginnen bereits vor dem Training und erweitert sich über den Präsenztermin hinaus. Die Inhalte stehen außerdem dauerhaft zur Verfügung.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Durch ein Forschungsprojekt an der Universität Bayreuth sind wir auf die Missstände in der Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen aufmerksam geworden. Daraufhin haben wir mögliche Lösungsansätze gesucht, diese in PowerPoint als click through dummies abgebildet und sind damit zu Unternehmen. Als wir so die ersten drei Pilotunternehmen gewinnen konnten, hat sich David fortan mit der Programmierung des Tools beschäftigt und Timo die Vermarktung gestartet.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?

Wir waren in der glücklichen Lage, dass wir bei der Anmeldung der GmbH schon die ersten Zusagen unserer Pilotunternehmen hatten. Parallel haben wir beide alles an Privatvermögen investiert, was man als Studienabgänger so zur Verfügung hat. Ein paar Monate nach der Gründung konnten wir dank Wachstum, namhafter Referenzen und einer klaren Vision auch Business Angels aus dem Netzwerk Rhein-Main gewinnen.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau von Evalea überwinden musstet?

Der Umzug in einer frühen Start-Up-Phase von Bayreuth nach Frankfurt. Sowohl für Mitarbeiter, als auch für das Unternehmen unter Zeitdruck Räumlichkeiten zu suchen und parallel ein wachsendes Unternehmen zu leiten war nicht einfach. Rückblickend sind wir aber sehr, sehr froh so früh diesen Schritt gegangen zu sein.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an Eurem Startup?

Wir sind aktuell zu 8. in Frankfurt. Freuen uns aber stets über spannende Bewerbungen. Dabei gehen wir auch immer mehr nach dem Prinzip vor, dass wir nicht speziell nach der Qualifikation für einen spezifischen Job suchen, sondern vielmehr nach der passende Einstellungen für das Gesamtunternehmen.

RMS: Was macht Ihr, um Euren Bekanntheitsgrad weiter auszubauen?

Als Ausgründung aus einer Universität haben wir nie den Kontakt zur wissenschaftlichen Basis verloren. Demnach führen wir weiterhin mindestens eine große Studie pro Jahr durch. So kommen wir nicht nur mit vielen spannenden Unternehmen in Kontakt, sondern sind immer am Puls der Zeit. Gleichzeitig veröffentlichen wir die Ergebnisse in relevanten Fachmagazinen und präsentieren auf Messen & Tagungen.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Unternehmen stehen?

Bis dahin gibt es keinen Weg mehr an Evalea vorbei, wenn es um die fundierte und gleichzeitig praxisnahe Überprüfung von Weiterbildungsmaßnahmen geht. Gleichzeitig möchten wir jedem Trainer ein Tool an die Hand geben, das Spaß macht und den Lerntransfer nachhaltig fördert.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Durchaus. Wir haben uns damals ja bewusst für den Umzug in dieses wirtschaftsstarke Gebiet entschieden. Auch außerhalb der Fintech-Szene bekommt der Standort immer mehr die Aufmerksamkeit die er verdient hat. Struktur und Netzwerk sind da.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Tauscht euch aus.

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