Das FinTech-Startup CASHLINK mit Sitz im FinTech-Zentrum der Deutschen Börse Group in Frankfurt entwickelt eine innovative und sichere Lösung, um den alltäglichen Zahlungsverkehr zwischen Privatpersonen zu vereinfachen. Wir haben Jonas Haag von CASHLINK für Euch zum Interview gebeten.

RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Vielen Dank für die Einladung. Mein Name ist Jonas Haag und ich bin Teil des Gründerteams der CASHLINK UG.

CASHLINK entwickelt eine innovative und sichere Lösung, um den alltäglichen Zahlungsverkehr zwischen Privatpersonen zu vereinfachen. Unser innovatives Link-Prinzip ermöglicht es, kostenlos und ohne Registrierung kleine Geldbeträge untereinander auszutauschen. Das ist die Grundidee hinter CASHLINK.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Wir hatten immer auch wieder Probleme Geld für gemeinsame Aktivitäten, wie Parties, Ausflüge oder Geburtstage zurückzubekommen bzw. einzusammeln. Jeder Mensch kennt das Problem Geld von Freunden und Bekannten einsammeln zu müssen. Es ist unangenehm und führt oft zu ungewollten Emotionen, die Freundschaften oder Bekanntschaften unnötiger Weise belasten.

Uns war es wichtig, dass CASHLINK so einfach und unkompliziert wie möglich funktioniert, warum wir uns auf die Grundfunktion des Internets – den LINK – zurückbesonnen haben.

Jeder kennt da Prinzip und nutzt es jeden Tag beim Surfen im Web. So entstand die Idee und das Konzept „Zahlungen zwischen Freunden“.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung von CASHLINK gestemmt?

Das Thema Finanzierung war und ist immer eine Herausforderung für alle Gründer. Wir haben bis jetzt alle Entwicklungen, Messeauftritte, Werbung und Reisen aus eigener Tasche finanziert, weil wir an die Idee von CASHLINK glauben. Wir  haben unzählige Gespräche geführt und zahlreiche Präsentationen und Pitches „überlebt bzw. durchgestanden“.  Am Ende sind wir extrem stolz, dass wir jetzt eine erste Seedfinanzierung erfolgreich gestemmt haben, bei der 3 bekannte Investoren (auch ein bekannter Fintech-Investor) eingestiegen sind. Das Thema „Payments“ ist aktuell nicht wirklich angesagt und auch der Fintech-Hype ebbt etwas ab – deshalb sind wir umso stolzer, dass unser Konzept überzeugt.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Als BWLer und Informatiker unterschätzt man sicherlich die rechtlichen Rahmenbedingungen, wenn man sich mit dem Thema Banking beschäftigt. Auch der Umgang mit den Banken gestaltet sich oftmals kompliziert. Es gibt in Deutschland nur wenige Banken, die auf das Thema Fintech in irgendeiner Form vorbereitet sind. Es wird besser – aber es bleibt eine Herausforderung.

Auch der Deutsche als Zielgruppe ist eben deutsch, will heißen konservativ und vorsichtig. In unseren Nachbarländern ist das Thema P2P-Payment extrem „normal“ und angesagt – in Deutschland hat sich bis jetzt kein Player am Markt durchgesetzt. CASHLINK will das ändern – aber Deutschland ist eben anders.

Im Rahmen der Finanzierungsgespräche sind uns kuriose Angebote gemacht worden. Der eine oder andere Business Angel war von dem Konzept überzeugt, hat aber Auflagen und Forderungen gestellt, die einfach nicht darstellbar waren. Am Ende haben sich 3 renommierte Investoren zusammengeschlossen, die fair und transparent agierten.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an CASHLINK?

Aktuell sind wir 8 Mitarbeiter, die CASHLINK jeden Tag besser machen – aber wir suchen aktuell weitere Mitarbeiter & Praktikanten im Bereich Entwicklung, Marketing und Vertrieb. Aber der Markt in Frankfurt ist hart – und noch härter umkämpft. Wir treten ja nicht nur gegen andere Startups an, sondern gegen alle Banken und Unternehmensberatungen hier am Finanzplatz. Entscheidend ist, dass die neuen Mitarbeiter zu uns passen, dass sie motiviert sind uns gross zu machen und eigenständig denken und handeln.

RMS: Was macht Ihr, um Euren Bekanntheitsgrad weiter auszubauen?

Aktuell fokussieren wir uns auf die klassischen Wege, die jedes Startup geht: Social Media, Google und PR. Google z.B. hat uns in sein Startup-Netz aufgenommen und wir erhalten hier wirklich wertvollen Support, den wir bei einer Agentur teuer bezahlen müßten. Aber wir setzen auch auf Freelancer und Experten. Gerne kann sich auch der eine oder andere YouTube-Star bei uns melden!

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?

In unserem Pitchdeck steht, dass CASHLINK der führende Anbieter für Finanztransaktionen zwischen Privatpersonen im deutschsprachigen Raum sein wird. Wir glauben an den Erfolg und arbeiten jeden Tag hart, das Ziel zu erreichen. Wenn es klappt werden sicher der eine oder andere größere Player auf uns zukommen und uns gerne kaufen wollen. Mal sehen was passiert – Ziel ist erstmal CASHLINK zu einem Begriff wie Google oder Whatsapp zu machen (in Deutschland).

cashlink

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Frankfurt ist extrem gut aufgestellt und hat viele Fördermöglichkeiten für Startups. Es gibt gute Universitäten im Großraum Rhein-Main und auch die Börse bzw. die Banken fördern die Start-Up Landschaft. Aber natürlich ist Frankfurt noch nicht mit Berlin zu vergleichen – aber für Startups mit dem Fokus Finanzen, Börse oder Versicherung gibt es eigentlich wenig Alternativen zu Frankfurt. Wir selber sind ja auch umgezogen aus dem beschaulichen Karlsruhe, als wir den Pitch bei der Deutsche Börse AG gewonnen haben.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Ich könnte jetzt abgedroschen sagen: „Seid fleißig, glaubt an Euch und bleibt standhaft.“ – das stimmt zwar, aber hier sind noch 3 Tipps.

Unser erster Tipp:
Extrem wichtig ist dass man sich dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess durch Einholung von ständigem Nutzerfeedback stellt.

Unser zweiter Tipp:
Wir waren schnell am Markt und haben die Seed-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen – wir denken, dass das Thema Finanzierung zu Beginn extrem wichtig ist.

Unser dritter Tipp:
Am Ende muss man ein Produkt bzw. einen Service anbieten, der Menschen das Leben einfacher macht – ähnlich wie Google oder Whatsapp.

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