Seit geraumer Zeit FrankfurtRheinMain ein Kandidat als europäischer FinTech-Hotspot. Aufgrund des bestehenden Ökosystems als Finanzmetropole ist es auch nicht verwunderlich, dass es gerade hier viele Anlaufstellen und Unterstützungskanäle für die deutsche FinTech-Szene zu finden gibt. Natürlich finden auch hier alle großen Player des Finanzsektors zusammen und schaffen unzählige Möglichkeiten für ein vorantreiben verschiedenster Projekte.

Bestehende Player als Chance für den Standort
Die Commerzbank, die Deutsche Bank und die DZ Bank haben ihren Hauptsitz in der Metropole, aber auch andere deutsche und ausländische Größen des Banksektors wie die Bank of America, die Bank of China, BNP Paribas, JPMorgan Chase, Morgan Stanley, die UBS oder die Credit Suisse haben hier einen Sitz. Weiterhin lassen sich wichtige Institutionen wie die Deutsche Börse, die Europäische Zentralbank oder auch die BaFin als Player der Stadt benennen.

Einige von denen sind auch bereits aktive Player in der FinTech-Szene. So hat die Commerzbank frühzeitig mit main incubator und CommerzVentures ihre Fühler ausgestreckt. Bei der mittlerweile bundesweit bekannten Eventserie „between the towers“ vernetzt der main incubator regelmäßig Bänker mit Gründern und Inverstoren und zeigt sich mit den abwechlungsreichen Themen der monatlich stattfindenden Abende am Puls der Zeit.

Die Deutsche Bank eröffnete dieses Jahr die Digitalfabrik im Raum Frankfurt, an der 400 Mitarbeiter aus 14 Nationen mit innovativen Methoden und Technologien arbeiten.

Andere Banken wie die ING-DIBA schließen sich der Initiative des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir an und wollen im Tech Quartier auf mehreren Etagen des zentral gelegenen Hochhauses „Pollux“ in modernsten Arbeits- und Meeting-Räumen ihre Innovationen vorantreiben, eingebettet in eine gute Infrastruktur mit vielen zu erwartenden hochkarätigen Dialog- und Event-Formaten. Hierzu wurde eigens die FinTech Community Frankfurt GmbH unter der Leitung von Dr. Sebastian Schäfer, der seit 2012 das Gründerzentrum „Unibator“ der Goethe-Universität leitet, gegründet.

Im April 2016 eröffnete die Deutsche Börse AG das erste FinTech-Hub der Stadt in Frankfurt-Ostend. Hier finden sich auf 450 Quadratmetern insgesamt 50 feste und 12 Coworking Arbeitsplätze. Wer hier kostenlos eincheckt hat eine Drucker-Flatrate inklusive, muss sich jedoch auf einer langen Warteliste nach oben kämpfen.

Wie in jedem Gründer-Ökosystem spielen natürlich auch die Universitäten eine wichtige Rolle. So schaffte die Goethe-Universität mit ihrem Unibator FinTech eines der weltweit ersten Forschungslabore für Gründer der Finanzbranche. Hier ist es möglich, Zugang zu finanz- und verhaltensökonomischen Forschungserkenntnissen und –methoden oder zu relevanten Datenbanken zu erhalten. Auch das Programm der Universität bietet regelmäßig Veranstaltungen an, auf denen der Kontakt zwischen Gründern und Investoren im Vordergrund steht.

Man kennt sich – Events sorgen für eine hohe Vernetzung

Weiterhin gibt es zahlreiche Konferenzen und Veranstaltungsreihen (neben dem bereits erwähnten „between the towers“), die in der Region für eine gute Vernetzung sorgen.

Seit 2015 findet jährlich im September eine FinTech-Konferenz in Frankfurt statt, veranstaltet durch das Center for Financial Studies der Goethe-Universität Frankfurt und das Bankmagazin des Springer Verlages. Dieses Jahr wurde dort unter dem Motto „FinTech-Revolution“ über aktuelle Themen diskutiert.

Bereits länger etabliert hat sich das FinTech Forum. Dieses Jahr geht das Event, das zu den größten in Europa gehört, bereits in die achte Runde. Hier können ausgewählt Startups innerhalb von sieben Minuten ihr Geschäftsmodell präsentieren und Investoren finden. Es handelt sich dabei um ein internationales Event von hohem Stellenwert in der europäischen FinTech-Szene.

Auch bei den FinTech Meetups können alle interessierten ihre Ideen teilen und diskutieren. Die Eventreihe findet alle sechs bis acht Wochen an verschiedenen Orten in und um Frankfurt statt. Dabei werden immer zwei bis drei Kurzvorträge präsentiert und vier FinTech-Pitches durchgeführt. Weiterhin hat man im Anschluss auch hier die Möglichkeit, sein Netzwerk auszubauen und neue interessante Personen kennen zu lernen.

Wie sich zeigt, entwickelt sich Frankfurt immer mehr zu einer Hochburg für FinTechs. Mit Spannung werden die Konsequenzen des Brexit erwartet und die Community wünscht sich sehr, dass sich FrankfurtRheinMain dauerhaft als europäisches Hub durchsetzen kann.

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