Die Region Rhein-Main und das erweiterte Umland sind mit einer starken Gesundheitsbranche gesegnet, ob Klinik-Betreiber (wie die Rhön-Klinikum AG), Healthcare-Unternehmen (wie die B. Braun Melsungen AG oder Fresenius) oder Pharma-Unternehmen (wie Merck oder Sanofi).

Teilweise finden aus diesen bestehenden Unternehmen heraus auch Förderungen für innovative Ideen statt. Erwähnt seien beispielhaft die Aktivitäten von der Merck KGaA aus Darmstadt, die ein Accelerator-Programm zur Unterstützung von innovativen Ideen gestartet hat.

Dem Thema Healthcare / MedTech haben sich einige Gründer und Startups aus der Region verschrieben. Wir möchten euch heute eine Auswahl davon vorstellen und hoffen auf eure Ergänzungen. 😉

ambiotex

Ambiotex hilft, den eigenen Herzschlag zu verstehen. Mit dem eingängigen Slogan „Understand your heartbeat“ wird kurz skizziert, was ambiotex zu leisten imstande ist. Sensoren im Shirt senden die Vitalwerte an die ambiotex-App und Tech-Unit. So gelangen die bio-metrischen Daten an den Träger des Shirts, der mit dieser innovativen Technologie bestens über seinen körperlichen Status Bescheid weiß.

Bezüglich Fitness erhält der User eine detaillierte Auswertung. Des Weiteren wird kontrolliert, ob sich der Puls-Atem-Quotient, das heißt die Aktivität des Herzens und die Atmung, optimal verhält. Das System kann in andere Systeme integriert werden. Es stehen SDKs für iOS und Android zur Verfügung. Manche Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten.

Wir hatten euch das Mainzer Startup ambiotex auch hier schon einmal in einem Beitrag vorgestellt.

amia Systems

Amia Systems, ein Startup aus Frankfurt, nimmt sich der Gesundheit der Mitarbeiter von kleineren und mittleren Unternehmen an. Amia System positioniert sich somit als Partner für die betriebliche Gesundheitsförderung, denn „nur gesunde Mitarbeiter sind effektive Mitarbeiter“.

Antelope

Antelope hat die erste Sportbekleidung mit integriertem EMS-System entwickelt.

Es bleibt oft viel zu wenig Zeit für das tägliche Workout oder das gezielte Trainieren. Mit Antelope wird das Training smart, denn es kann beim Laufen nicht nur die Fußmuskulatur, sondern auch der Rumpf trainiert werden.

Die trainierende Kleidung lässt sich auch sehr gut in der Rehabilitation nach einer Verletzung oder in der Regeneration einsetzen. In dem Kompressionsgewebe sitzen Elektroden, die Muskelbewegungen initiieren und Trainingseinheiten im Fitnessstudio überflüssig machen. So kann das tatsächliche Potenzial entfesselt und effektiv genutzt werden.

Das Frankfurter Startup war u.a. die erfolgreichste deutsche Indiegogo-Kampagne 2015 und konnte zahlreiche Awards wie den Publikumspreis der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (ISPO) gewinnen.

MINDS-Medical

Damit der Patient im Krankenhaus nicht zur anonymen Nummer wird, dafür setzt sich das Frankfurter Startup MINDS-Medical ein. Oftmals brauchen Ärzte sehr viel Zeit für bürokratische Aufwände. Die hoch komplexen Sachverhalte, die sich in einem Krankenhaus abspielen, stehlen dem Patienten die Aufmerksamkeit. MINDS-Medical möchte dem entgegenwirken, indem Case-Management automatisiert abläuft und die Schnittstellen im Krankenhaus besser aufeinander abgestimmt sind. Das soll mit Echtzeit-Groupers geschehen, die ins bereits vorhandene Krankenhaus-Informationssystem integriert werden und den Datenaustausch optimieren. Somit bleibt dem Arzt mehr Zeit für den Patienten, wie es sein sollte.

fingertherapie

Das spannende Projekt fingertherapie zweier junger Männer aus Bad Kreuznach kann bereits auf einige Auszeichnungen bei Forschungswettbewerben verweisen. Die Erfindung der „Physiotherapie für zuhause“ beruht auf der Überlegung, dass es für verletzte Patienten sehr mühsam ist, sich auf den Weg zum Arzt oder zur Physiotherapie zu machen. Deshalb haben sie eine Fingerschiene entwickelt, die in den eigenen vier Wänden eingesetzt werden kann. Dies ermöglichen eine hochwertige Steuerelektronik, Bluetooth und eine Steckdose.

Ich durfte die Jungs beim letzten Gründergrillen in Mainz kennenlernen. Auf die Frage, welche Qualifikationen sie in dem Bereich haben, antworteten sie schlicht: „Wir haben unser Abitur“. Richtiger Tüftlergeist ist hier kombiniert mit einem tiefen Verständnis für den Markt sowie gute Unterstützung durch Mentoren und Partner, wie sich in der weiteren Q&A herausstellte.

nelumbox

Das ebenfalls junge Team von nelumbox aus Darmstadt hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, temperaturempfindliche Medikamente sicher und flexibel mit einem Medikamentenkühlkoffer zu lagern oder zu transportieren.

Der Koffer funktioniert mit aktiver Temperaturregelung und einem Echtzeit-Tracking. Der Einsatzbereich dieses medizinischen Behelfes liegt vor allem im steigenden Online-Handel von Apotheken und dem Versand. Aber das Produkt ist genauso interessant für Dopingproben oder Labore und Forschungseinrichtungen.

Das Team konnte sich bereits u.a. eine Auszeichnung beim Science4Life-Wettbewerb sichern.

 

Ihr kennt weitere Healthcare-Startups aus FrankfurtRheinMain?

Dann freuen wir uns, wenn ihr diese in den Kommentaren ergänzt.

 

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