Marina Zubrod hat vor kurzem die Seiten gewechselt. In ihrer Zeit als Investmentmanagerin beim Risikokapitalgeber CommerzVentures hat sie mehr als 400 Startups gescreent. Seit Mai 2016 steht sie nun selbst unter Beobachtung, als CEO des Frankfurter InsureTech-Startups asuro.

Von der Investmentmanagerin zum InsureTech-Startup-CEO

Nach drei Monaten zieht sie nun eine erste Bilanz. Ihre Philosophie: Konzentriere dich auf das, was du kannst – und verzichte darauf, laute Töne zu spucken.

Bei der Frage, was Startups zum Erfolg und was sie zum Scheitern führt, macht ihr niemand etwas vor. Marina Zubrod kennt das Geschäft, hat als Analystin im Investmentbanking und Managerin im Risikokapitalmarkt genug Erfahrungen gesammelt, die ihr in ihrer neuen Aufgabe helfen. Es ist eine Aufgabe mit weitaus größerer Verantwortung als die bisherigen. Verantwortung für ein Produkt, von dessen Nutzen sie überzeugt ist und für ein Team, das sein Herzblut in dieses Produkt investiert, kritisch beäugt von Geldgebern wie Konkurrenten gleichermaßen.

asuro – Versicherungen per App managen

Die Frankfurter asuro GmbH hat eine App entwickelt, mit der Nutzer einen schnellen Überblick über ihre Versicherungen bekommen. Primäre Zielgruppe des digitalen Policenmanagers ist die Smartphone-Generation. Junge Nutzer können ihre Verträge in der App bündeln und so besser verstehen, welche Versicherungen sie haben und welche sie eventuell noch brauchen. Eine Chatfunktion und eine digitale Schadensmeldung runden das Angebot ab.

Das Aufkommen solcher und ähnlicher Apps hat in den vergangenen Monaten für Aufruhr in der Branche gesorgt. Etablierte Unternehmen warfen den Statups unlautere Methoden vor, weil sie eine Maklervollmacht verlangten, ohne dass dem Nutzer bewusst sei, dass er dadurch faktisch die Kontrolle über seine Verträge abgebe. Einige Angegriffene wiesen diesen Vorwurf scharf zurück und lästerten über den Neid der Dinosaurier, die selbst nicht zu digitalen Innovationen fähig seien.

Marina Zubrod hat kein Interesse daran, in diesem Streit große Reden zu schwingen. Sie setzt auf Kooperation statt Konfrontation. „Wir haben ein Gefühl dafür, was der Kunde digital will, aber wir brauchen die Makler, die ihr Handwerk verstehen. Nur wenn wir zusammenarbeiten, ist die Lernkurve hoch“, sagt sie. asuro verlangt deswegen explizit lediglich eine Auskunftsvollmacht.

Bestehende Makler holt asuro ins Boot. Sie können über die App unkomplizierter mit ihren Kunden kommunizieren. Nur wenn es der Nutzer wünscht, stellt asuro selbst einen Makler zu Verfügung. Über die Fachexpertise verfügt das Startup. Es ist ein unabhängiger Teil der Unternehmensgruppe, zu der auch die Hoesch & Partner GmbH gehört. Der alteingesessene Makler ist seit mehr als 30 Jahren am Markt präsent.

Fokus auf die eigenen Kompetenzen & Stärken

Den Vorsatz, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, zieht Zubrod konsequent durch. Deswegen hat sie das Marketing für asuro an die Agentur Loup Markenstrategie & Design aus Stuttgart ausgegliedert. „Viele Startups scheuen sich vor so einem Schritt, weil sie Angst vor einem Kontrollverlust haben, aber das ist totaler Käse“, sagt sie. Finanziell komme es auf dasselbe heraus, ob man sich selbst ums Marketing kümmere oder die Aufgabe outsource. „Du kannst aber viel effizienter arbeiten, wenn du als Tech-Startup Tech machst und nicht Werbung.“

Und in Sachen Tech hat asuro einiges vor. Eine Neuerung steht unmittelbar bevor. Kunden sollen bald direkt in der App Versicherungen abschließen können. Zunächst im Angebot: eine situative KFZ-Versicherung für 24 Stunden, wenn jemand das Auto eines Freundes oder Bekannten nutzt, und eine Handyversicherung.

Mehr über das Frankfurter InsureTech-Startup erfahrt ihr unter www.asuro.de.

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