Autorin: Ute Liebig / Dynamo Kostheim

 

Ganz im Zeichen von political correctness und gender equality begann der letzte Donnerstalk im heimathafen mit einem Aufruf: Traut euch, lasst die Hosen runter, zeigt, dass ihr dicke Eier habt! So oder ähnlich sprach Dominik Hofmann den anwesenden Designer*innen Mut zu: Sie sollten im Anschluss an die zweite Flop-Parade im heimathafen selbst zum open mic greifen und von eigenen Fehlschlägen berichten. Und tatsächlich enterte am Schluss der Veranstaltung eine junge Frau das Mikrofon, die ganz unbefangen und sehr lustig von den Kinderkrankheiten ihrer beinahe gescheiterten Diplomarbeit über Servicedesign und Wartezeitverkürzung erzählte. Doch beginnen wir, wie es sein soll, am Anfang.

Aller Anfang ist schwer

Technisches oder menschliches Versagen? Die Flop-Parade begann perfekt on strategy – mit einer minimalen Verzögerung. Doch der Fehlerteufel war schnell identifiziert: Die böse Technik ist schuld – natürlich! Durch menschliches Engagement und viel Hingabe konnten die sechs kurzen Vorträge im Pecha-Kucha-Format (und einigen anderen sehr individuellen Ausprägungen) dann trotzdem sauber über die Bühne gehen. Und das war gut so! Denn nun entspann sich ein Reigen von diversen Pannen, die so, nur nicht so lustig, eigentlich jeder in der Design- und Kommunikationsszene schon mal erlebt hat.

Kreative Kunden und andere Übel

Die mutigen Vortragenden schenkten sich nichts: Ob sie nun Stunde um Stunde intellektueller und gestalterischer Arbeit investierten und am Ende den Kunden nicht mal zu Gesicht bekamen. Ob ihre Taschen auch nach langer Geschäftsreise leer blieben. Ob das eigene Logo so aufwändig angelegt war, dass man schließlich Tage brauchte, um es aus Klebefolie auszuschneiden. Oder ob man der klassischen Ente nach einer besonders „kreativen“ Weihnachtsidee auf den Leim ging. (Geht übrigens gerne einher mit der Forderung nach dem award-winning selfmailer!)

Der Pannen war jedenfalls kein Ende und der mitfühlenden Schadenfreude auf Seiten der Zuhörer auch nicht. Die Redner*innen bewiesen tatsächlich Mut und mussten diesen nicht eine Sekunde bereuen: Die familiäre Atmosphäre im heimathafen ließ keinerlei „Wie doof kann man denn bitte sein“-Gedanken aufkommen. Schon allein deswegen, weil die meisten Anwesenden (und die Schreiberin muss sich hier leider einschließen) wohl selbst den einen oder anderen Flop in petto hatten, ohne ihn im Pecha-Kucha-Vortrag öffentlich machen zu wollen.

Die dicksten Eier*stöcke in Wiesbaden gehen damit an …

… Ana von Fuenfwerken, Frank von Fuenfwerken, Florian von DasEis., Anette von Scholz &Volkmer, Steffen von Kraft & Adel, Norbert von Giinco und natürlich die einzige wahre Eierträgerin am open mic!

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch – und freuen uns schon auf die nächste Flop-Parade!

Flop vs. Top

Übrigens: Wer von der Flop-Parade begeistert war, sollte sich auch die Top-Parade nicht entgehen lassen. Also einfach mal reinschauen und inspirieren lassen: Sowie die Top-Videos fertig sind, erscheinen sie in der Mediathek mit vielen weiteren Donnerstalk-Vorträgen!

Wir sehen uns

Vielleicht schon beim nächsten Donnerstalk am 7. April. Dann geht’s um „Software Craftmanship – or: the Agile Way“

Weitere Informationen zu Events in der Region:

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