mein-Monteurzimmer.de 3Auch nach einigen Jahren, die es diesen Blog schon gibt, stoßen wir immer noch auf interessante Jungunternehmen, die bereits einige Erfolge aufzeigen können, aber noch unter unserem Radar geflogen waren. mein-Monteurzimmer.de gehört dazu. Die beiden Gründer haben sich jetzt unseren Interview-Fragen gestellt.

RMS: Bitte stellt euch uns kurz vor. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Bastian und Christopher Nitzschke, wir sind Brüder und kommen aus Fulda. Nach dem Abitur haben wir beide BWL studiert und bei einem Personaldienstleister gearbeitet. Mittlerweile sind wir Geschäftsführer des Internet-Portals mein-Monteurzimmer.de.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Während unserer Tätigkeit als Personaldisponenten haben wir festgestellt wie mühsam und zeitraubend die Suche nach passenden Unterkünften für Handwerker und Monteure ist. Gerade in ländlichen Regionen hat man nur mit hohem Rechercheaufwand günstige Zimmer gefunden. Viele der Monteure im Außendienst brauchen außerdem eine Bleibe auf Zeit, manchmal mehrere Wochen oder Monate. In diesem Zeitraum müssen sich die Gäste dann auch selbst versorgen können und brauchen eine entsprechend gut ausgestattete Monteurwohnung. Hotels kommen dafür also nicht in Frage. Während unserer täglichen Zimmersuche ist uns aufgefallen, dass kein Zimmerportal im Internet dieses spezifische Angebot umfangreich genug anbietet. Wir wollten aber schließlich ein Portal gründen, dass genau diese Gruppe von Zimmersuchenden anspricht und auf Grundlage unserer Berufserfahrungen aufgebaut ist. Ein Portal also von Praktikern für Praktiker.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?

Wir handeln nach dem Grundsatz des Schrauben-Unternehmers Reinhold Würth: „Wachstum ohne Gewinn ist tödlich.“ Dementsprechend gewissenhaft und diszipliniert haben wir mit unseren Mitteln schrittweise das Unternehmen weiterentwickelt und ein tragfähiges Geschäft aufgebaut.

mein-Monteurzimmer.deRMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Definitiv die Bürokratie in der Gründungsphase und die Borniertheit vieler Beamte, die leider von Gründungen keine Ahnung und unsere Idee nicht verstanden haben. Deutschland besitzt leider noch keine dynamische Gründungskultur, was auch der schlechten Unterstützung und Beratung von staatlicher Seite geschuldet ist. Gründern werden von dieser Seite viele Steine in den Weg gelegt und wenig Platz für Ideen und Innovationen eingeräumt.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an Eurem Startup?

Wir sind stetig gewachsen und beschäftigen momentan, uns eingeschlossen, insgesamt 16 Mitarbeiter im Unternehmen.

RMS: Was macht Ihr, um den Bekanntheitsgrad von Eurem Startup weiter auszubauen?

Ursprünglich haben wir die Pressearbeit in externe Hände einer Agentur gelegt. Schnell haben wir aber gemerkt, dass man hier nur Geld verbrennt und das Ganze am besten in die eigene Hand nimmt. Zusammen mit einem festangestellten Mitarbeiter haben wir die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Schritt für Schritt in Angriff genommen und konnten mittlerweile schon einen großen Artikel über uns in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lesen.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?

Wir denken in realistischen Größenordnungen und machen einen Schritt nach dem anderen. Nicht einmal zwei Jahre nach Marktstart bieten wir schließlich schon das größte Angebot speziell für Monteurunterkünfte in Deutschland (dies bezieht sich auf die Gesamtanzahl von kostenpflichtigen und kostenfreien Unterkunftseinträgen im Angebot von mein-Monteurzimmer.de). Wir haben als einziger Vertreter unter den Monteurzimmer-Portalen eine kostenfreie App und wollen in Zukunft auch den Markt in Österreich und der Schweiz erschließen. Außerdem werden wir unseren jährlichen Wettbewerb „mein-Monteurzimmer des Jahres“ weiterentwickeln und noch populärer machen. Ende 2015 geht der übrigens in die zweite Runde und konnte schon zahlreiche Vermieter von Monteurunterkünften begeistern.

mein-Monteurzimmer.de 1RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Sie wird auf jeden Fall noch unterschätzt. Alle reden nur von Berlin, Berlin, Berlin. Dabei ist gerade der Frankfurter Raum eine Region mit riesigem Potential. Hier können Gründer auch seriöser arbeiten als in dem aufgeblasenen Hipster-Kokon der Hauptstadt, in dem jedes zweite Startup gehyped wird und dann nach wenigen Monaten pleite ist. Wir denken in Zukunft wird die Rhein-Main-Region mit Sicherheit eine größere Rolle als Gründungsstandort spielen.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Nicht zu viel abwägen, überdenken, analysieren, sondern einfach machen! Das wichtigste ist eine klare Entscheidung. Ich muss von meiner Idee 1000-prozentig überzeugt sein und gegen Widerstände den Kampf aufnehmen wollen. Wer kein Durchsetzungsvermögen mitbringt und Rückschläge nicht verkraftet, der sollte besser nicht gründen.

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