beautyloopHeute für Euch im Gründer-Interview: Alexandra Gudereit von beautyloop.de.

RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Hallo Start-Up-Szene im Rhein-Main-Gebiet! Mein Name ist Alexandra und ich lebe seit 2008 in Frankfurt. Meinen Berufseinstieg hatte ich im Jahr 2000 bei Lycos Europe (www.lycos.de), wo ich zwei Jahre lang die lehrreichen Start-Up-Zeiten der ersten großen Internetwelle in Deutschland miterlebt habe. Mich zog es anschließend nach Berlin und ich kam 2002 zum Bahn-Konzern, wo ich die Möglichkeit hatte, mir in verschiedenen Unternehmensbereichen wertvolles Know-how in Marketing, Strategie, Personalwesen, Personalführung und vor allem im Online- & Mobile-Vertrieb (www.bahn.de) zu erarbeiten.

Mich haben schon immer eigene Geschäfts-Ideen umtrieben, und an dieser Stelle muss ich ein riesiges Lob an die Flexibilität meines Arbeitgebers Deutsche Bahn aussprechen. Die Reduzierung meiner Arbeitszeit auf 40% hat mir die benötigten Freiräume für die Bewertung und Weiterentwicklung meiner Geschäftsideen gegeben. Anfang 2014 habe ich auf Neu-Deutsch als „Solopreneur im Nebenerwerb“ die Online-Plattform www.beautyloop.de gegründet.

beautyloop ist ein junges & innovatives Unternehmen mit zwei einfachen Zielen. ERSTENS: Wir wollen unseren Kundinnen das Leben leichter machen. Mit einem einfachen und schnellen Termin-Service für ihre Beauty-, Friseur-, Wellness- und Fitness-Termine. Natürlich auch außerhalb der Öffnungszeiten, schnell und einfach mit dem Smartphone, dem Tablet oder dem PC.  
ZWEITENS: Wir bieten Salons, Studios und Anbietern von Beauty-, Friseur-, Wellness- und Fitness-Services die Chance, sich professionell auf dem Smartphone und im Internet zu präsentieren. Mit ihrer eigenen Webseite. So gewinnen sie neue Kunden, erhalten eine enorme Entlastung im operativen Geschäft und steigern ihren Erfolg ganz ohne hohe Kosten.

RMS: Wie kam es zur Gründung Deines Startup?

Am Anfang gab es eine längere Liste von ganz unterschiedlichen Ideen. Einige sind direkt in der ersten Bewertungsrunde gestorben, andere habe ich weiter verfolgt, und eine habe ich dann aufgegriffen: http://www.beautyloop.de

Die Entwicklung ergab sich Step-by-Step. Im ersten Schritt erfolgte die Konkretisierung der Idee mit Hilfe von Feedback durch Freunde, Familie, Bekannte und natürlich durch Friseure und Beauty-Salons. Weiterhin habe ich geschaut, was sich international tut und welche unterschiedlichen Ansätze und Philosophien es gibt. Auch die Analyse von Benchmarks aus anderen Branchen, wie zum Beispiel Restaurant-Tisch-Reservierung oder Arzt-Termine hat mir Ideen geliefert. Auf dieser Basis habe ich das erste Konzept für beautyloop entwickelt.

Im zweiten Schritt erfolgte die Visualisierung durch eine tolle Grafik-Designerin hier aus Frankfurt. Sie hat das beautyloop-Logo, die Grafikelemente, das Farb- und Schriftkonzept und die ersten Versionen von beautyloop für Web und Mobile entwickelt. Damit wurde alles realer. Mit diesen Ansätzen und meiner umfangreichen Anforderungsliste habe ich dann eine passende IT-Agentur für die Umsetzung gesucht. Hier fiel die Entscheidung auf einen lokalen Anbieter aus Frankfurt-Rödelheim. So hatten wir kurze Wege und konnten uns in der Entwicklungsphase gut abstimmen. Die Agentur war gleichzeitig ein guter Sparringspartner für mich, und wir haben zusammen die erste funktionsfähige beautyloop-Version entwickelt.

Während des Design- und Entwicklungsprozesses kamen parallel die formalen Gründungsaktivitäten hinzu.

RMS: Wie hast Du die Finanzierung des Start-Ups gestemmt?

Bislang wurden alle Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert. Mir war es wichtig, dass ich die Vorgehensweise und auch das Tempo in meinem Start-up selbst bestimmen kann und nicht von einem Investor mit einem ROI-Plan getrieben werde. Die Entwicklung und Tätigkeit sollte natürlich mit meinem Bahn-Job vereinbar sein. Die Markteinführung von beautyloop und das Testen im „Live-Betrieb“ verliefen bislang organisch. Das hatte für mich den Vorteil, dass ich mich sehr intensiv mit den Salons austauschen konnte und alle Bereiche von beautyloop zunächst einmal selbst in der Tiefe kennenlernen konnte. Das ist schon ein riesiger Unterschied zum Konzern, wo es für alle Aktivitäten Spezialisten gibt und man nicht so einen tiefen Einblick erhält.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Du bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Stolpersteine in dem Sinne gab es eigentlich keine. Ich sehe das Ganze als einen iterativen Prozess an, in welchem sich alles kontinuierlich weiterentwickelt. Dies kann allerdings auch bedeuten, dass Aktivitäten sich komplett verändern oder eine ganz neue Richtung erhalten. Zum Beispiel bin ich am Anfang mit einem wesentlich umfangreicheren Produktkonzept gestartet und dieses hat sich dann zu einem funktionsfähigen Produkt mit Fokus auf die wichtigen Features entwickelt. Am Anfang wollte ich das perfekte Produkt haben. Jetzt sehe ich, dass es Vorteile hat, die Entwicklung Schritt für Schritt voranzutreiben.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an Eurem Startup?

Aktuell arbeite ich noch allein und habe ein Netz an externen Dienstleistern. Ich habe allerdings festgestellt, dass es in Punkto Motivation und Austausch schön wäre, einen Partner mit an Bord zu haben. Insbesondere soll der Fokus der Tätigkeiten jetzt auf der Akquise von Salons und Anbietern liegen. Dazu suche ich kompetente Partner und Kooperationen für den Vertrieb.

RMS: Was machst Du, um den Bekanntheitsgrad von Deinem Startup weiter auszubauen?

Für die nächste Phase ist für beautyloop die Steigerung der Bekanntheit und Akquise im B2B-Segment erforderlich, also bei den Salons und Dienstleistern. Mein Ziel ist es, die Plattform jetzt in definierten Fokusregionen aufzubauen. Wenn das Angebot der Salons und Dienstleistungen auf beautyloop einen gewissen Umfang hat, wird es auch im B2C-Segment lokale Werbung geben. Gleichzeitig werden die SEO-Aktivitäten verstärkt, um das organische Wachstum weiter voranzutreiben. Sukzessive kommen ausgewählte Werbeformate zum Einsatz, die einzeln ausgesteuert, getestet und optimiert werden. Dabei wird auch die klassische Vor-Ort-Akquise ein wichtiger Bestandteil sein.

RMS: Wo möchtest Du in den nächsten 3-5 Jahren mit Deinem Startup stehen?

Auf der Produktseite ist es wichtig für mich, auch in 3-5 Jahren offen für die Bedürfnisse des Marktes zu sein und keinem vorgefertigten Bild hinterherzulaufen. Das bedeutet, dass sich die Weiterentwicklung von beautyloop strikt am Bedarf der Salons und ihrer Kunden ausrichtet und das Produkt permanent optimiert wird. In der Business-Perspektive habe ich das Ziel, dass beautyloop einen Marktanteil von 20% erreicht. Dazu gehört natürlich auch der Aufbau eines starken und engagierten Teams. Interessierte können sich gern direkt bei mir melden.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Für beautyloop sehe ich Frankfurt und auch die gesamte Rhein-Main-Region als einen super Standort an. Es liegt zentral und ist durch eine hervorragende Infrastruktur angebunden. Es gibt tolle Dienstleister in der Region, die zu meinem Business passen. Frankfurt speziell ist natürlich praktisch für mich, weil ich privat hier meinen Lebensmittelpunkt habe und dadurch kurze Wege.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Meine drei Tipps an alle, die sich mit einer Idee tragen, lauten: 1) Just do it: Wartet nicht zu lange, denn mit jedem Tag steigen die Opportunitätskosten. 2) No Regrets: Wenn ihr euch entschieden habt, dann geht jeden Schritt ganz bewusst, und seht es als Lernprozess an. Es gibt nichts zu bereuen. 3) Enjoy: Eure Tätigkeit, die durch die Gründung entsteht, sollte euch Spaß machen. Aus eigener Erfahrung würde ich heute versuchen, im Team zu gründen. Ich glaube, es macht mehr Spaß, motiviert stärker und führt so zu deutlich besseren und schnelleren Ergebnissen.

Weitere Informationen zu Events in der Region:

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