Autorin: Ute Liebig / Dynamo Kostheim

Was ist der place to be an einem tropisch-heißen Sommerabend im heimatlichen Wiesbaden? Biergarten? Rheinstrand? Erstaunliche viele designaffine Wiesbadener entschieden sich am 02.07. anders und liefen zum Donnerstalk in den heimathafen ein. Zum Treffen hatten diesmal Dominik Hofmann vom heimathafen und Tobias von Debschitz von Q geladen. Der Abend war damit in doppelter Hinsicht eine Premiere – als Kollaborationsevent mit Access all Areas // Design in Wiesbaden und als Parade der besten Projekte.

11 x Design und 0 x das Gleiche

Als Top-Parade war der Abend angekündigt, top waren die vortragenden Designer und top auch die Stimmung der Gäste, die beim Parforce-Ritt durch die Wiesbadener Designer-Szene dabei sein wollten. Und sich dabei auch nicht von den gefühlten 60 °C im „Hafenbecken“ abhalten ließen.

Den Opener des Donnerstalks übernahm Nicole Keck: Sie unterhielt die Gäste mit einem Einstieg über die Angst des Vortragenden vor dem Vortrag. Ihr folgte Norbert Gilles, der zeigte, wie man mit neudesignten digitalen Prozessen erheblich Zeit sparen kann. Ganz anders gelagert war Top 3 des Abends: Von 99 Grad wurde die „Revitalisierung“ der alten Ost-Fahrradmarke Diamant vorgestellt.

In Echt ist die Zeit relativ

Spätestens an diesem Punkt waren die Gäste im heimathafen mit dem Pecha Kucha-Format des Abends warm geworden – und zwar ordentlich. Die Stimmung stieg proportional zur Raumtemperatur. Dass die vorgeschriebenen 20 Sekunden pro Bild manchmal schneller und manchmal langsamer vergingen als geplant, tat dem keinen Abbruch.

Die nächsten drei Kurzvorträge kamen jedenfalls mit spielerischer Leichtigkeit  – was auch am Sujet liegen mochte: Sowohl Büro Schwarzschild als auch New Cat Orange hatten als Lieblingsprojekte Games mitgebracht. Bei Schwarzschild handelte es um das Redesign eines Klassikers von Ravensburger und bei New-Cat-Orange um die Neuentwicklung eines Mitarbeiter-Infotainment-Spiels. Unterbrochen wurde die Spielserie durch den Vortrag von Lumio-Design, der Kunde, Entdeckung, Abenteuer und Stil als die wesentlichen Faktoren eines Top-Projekts beschrieb.

Walking on the wild side

Die nächsten Vorträge stellten nicht nur die große Vielfalt der Wiesbadener Design-Szene unter Beweis. Sie zeigten auch die gefährliche Seite der Kreativität: ob nun Petra Beiße hoch auf dem Gerüst der Intoleranz Luthers begegnete, Petra Dietlein bei Nacht und Nebel im düsteren Weinberg unterwegs war oder die Macher von 3deluxe Surf-Designs entwarfen, bis die Knochen brachen.

Nach diesen ebenso abenteuerlich wie erfolgreichen Vorträgen tat es regelrecht gut, dass der Abend mit zwei entspannten Beiträgen schloss: Jeanne van Stuyvenberg schwelgte im Luxus einer wunderbaren 5-Sterne-Hotellerie und Alex Ginter stellte die intellektuell verwickelte, aber auch einfach wunderschöne Gestaltung für das Ensemble Musikfabrik vor.

Rück- und Vorausblick

Im Anschluss an die Miniatur-Vorträge konnten die Hafenbesucher die Designer auch nach Jobs oder interessanten Aspekten ihrer Arbeit befragen. Ob dies zu hitzigen Diskussionen führte, kann an dieser Stelle leider nicht berichtet werden, weil die Verfasserin des Artikels nach dem letzten Vortrag gargekocht Ahoi sagen musste. An der stilistischen Vielfalt der Darbietungen änderten die tropischen Temperaturen im heimathafen jedenfalls nichts – wie die Videoaufzeichnungen des Abends noch beweisen werden.

Wir freuen uns daher auf weitere spannende Donnerstalks, insbesondere auf die Parade von Flop-Projekten, die schon für den 1.10. annonciert ist! Doch vorher geht’s am 6.8. erst einmal um plastische Einsichten: „Donnerstalk: 3D-Druck & MakerSpaces – Bau‘ dir deine Welt, wie sie dir gefällt.“

Weitere Informationen zu Events in der Region:

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