Letzten Donnerstag verwandelte sich der heimathafen Wiesbaden wiederholt in eine Event-Location für Start-ups und ihre Freunde. Zwei erfahrene Gründer – Michael Grupp, Thesius-Erschaffer und aktiver Gestalter des Mainzer Gründer-Treffens und Michael Silberberger, verantwortlich für die Entstehung von firma.de , jobsintown.de, go-limited.de und semigator.de – teilten ihre Erkenntnisse mit der durstigen Menge bei dem ein oder anderen Bier.

 

In einem früheren Leben arbeitete Michael Grupp für eine schicke Anwaltskanzlei. Doch wer einen Käfig von innen kennt, weiß: auch goldene Stäbe bedeuten klare Grenzen. Und so tauschte Michael eines Tages glatt rasierte Haut gegen Hipster-Bart, Sicherheit gegen Adrenalin und kann heute von der Sonnenseite des Start-up-Lebens berichten. Im heimathafen war er der coole Motivator, der findet: Jeder, der sich traut, ein Outcast zu sein, sollte ein Start-up haben.

Der Hauptgrund für diese Behauptung ist sehr einleuchtend: Es geht. Denn viele reden zwar, aber nur wenige machen tatsächlich etwas. Außerdem. Wenn Ihr ein Start-up hättet, würdet Ihr Euch nie fragen: Was wäre wenn? Ihr könntet die Welt verändern und vielleicht sogar ziemlich viel Geld verdienen. Klingt viel zu einfach? Ihr sucht nach Fallstricken? Nun gut.

Michael Silberberger gründete sein erstes Start-up 1999. Schon bald folgte die Dotcom-Blase, die für sein Unternehmen harte Jahre voller neuer Erfahrungen bedeutete. Kurz darauf ging Michael nach Irland, besuchte Unternehmer-Seminare und zog für sich eine eindringliche Lehre: Risiken lassen sich minimieren. Zum Beispiel durch die Wahl der richtigen Rechtsform. Also: Gründet bloß keine GbR!

Michael Silberberger - Donnerstalk 2014
Und sonst? Seid nett zu allen, die Euch auf dem Weg nach oben begegnen. Denn auch ein Praktikant oder ein Investment-Banker, der nachts um halb zwölf anruft, können über Euer Schicksal entscheiden. Lasst Euch bei Eurem ersten (zweiten, dritten…) Exit von versierten Fachkräften beraten. Verkauft nicht an den Erstbesten. Achtet immer auf das richtige Timing. Und: Schaut Euch unbedingt das Donnerstalk-Video an, wenn Ihr mehr von Michael Silberberger hören möchtet. Es lohnt sich, versprochen.

Zu guter Letzt: Wer glaubt, früher war mehr Lametta, der irrt. Ein Besuch im heimathafen wird alle Nostalgiker und Zukunftspessimisten eines Besseren belehren. Ihr solltet definitiv noch dieses Jahr vorbeischauen. Und wenn Ihr es aus unerfindlichen Gründen nicht schafft: Die nächste talk+idea+beer-Veranstaltung findet am 8. Januar 2015 statt und steht unter dem Motto „Digital Detox“. Setzt auch Euch die digitale Macht zu? Dann meldet Euch bequem via Facebook an. Es ist schließlich nie zu spät, sich von seinen Lastern zu befreien.

 

Fotos: Andreas Munck, firma.de