Startup Slam Wiesbaden, Foto von Dominik Hofmann (heimathafen Wiesbaden)Auf Einladung vom heimathafen Wiesbaden und der Stadt Wiesbaden sind am vergangenen Donnerstag gut 100 Gründungsinteressierte aus der Region zusammen gekommen, um beim 1. Startup Slam Wiesbaden innovative Geschäftsideen und Gründer kennenzulernen.

Sieben Gründer-Teams sind angetreten, um ewigen Ruhm sowie hilfreiche Preise in Form von Arbeitsplatz & Netzwerk beim heimathafen, Büroausstattung von Office4Sale und ein Media-Budget beim sensor Wiesbaden zu gewinnen.

Auch von zuhause lies sich dank LivestreamFFM (Sebastian Greiner) verfolgen, wie der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Sven Gerich, die Veranstaltung eröffnete. Positives Signal für die versammelte Gründerszene war sicherlich, dass deutlich gemacht wurde, dass die „Bewegung“ gesehen wird und auch seine Unterstützung finden soll.

Die Teilnehmer

Kiezbaum

Ein Team von Mainzern und Wiesbadenern mischt mit einem Cider, einem alkoholischen, apfelweinhaltigen Getränk mit Kult-Charakter die (derzeit noch) lokale Gastronomie auf. Warum also nicht statt einem Bier auch einmal einen erfrischenden Cider probieren?

bringnow

bringnow war spontan ins Programm gerutscht und hatte lediglich 2,5 Stunden Vorbereitungszeit für den Startup-Slam. Schon einmal ein dicker Pluspunkt für die „Spontanität“. Das Team möchte gerne Händlern die Möglichkeit bieten, ein „Same-Day-Delivery“ anzubieten. Als Kunde kann ich also online auf der Seite meines Händlers einkaufen und bekomme den Artikel am selben Tag durch einen Fahrer zugestellt.

Zuks App

ZUKS steht für „Zivile Unterstützung im Katastrophenschutz“ und möchte über eine App die Gewinnung und Koordinierung von Helfern bei Natur-Unglücken und ähnlichen Katastrophen optimieren. Das Team hat hierfür einen Verein gegründet und befindet sich im Austausch mit möglichen Sponsoren und Kooperationspartnern. Zur ersten Finanzierung kann das Team auf einen Gewinn von 50.000 Euro bei der Quiz-Show „Die Superchance“ zurückgreifen.

Calovo

Calovo möchte den Kalender auf ein neues Level heben. Unternehmen, Städte, Vereine etc. können dynamische Kalenderfeeds anbieten, die von ihren „Fans“ abonniert werden können. Der Kalender-Termin kann dann nach und nach mit Informationen ergänzt werden und aktualisiert sich auch entsprechend im Kalender der User. Als Szenarien kann man sich etwa Event-Nachberichterstattungen vorstellen, wo dann Ergebnisse, Bilder etc. nachträglich im Kalendertermin der Nutzer landen.

Als Referenzen kann das Team auf den FC Bayern München sowie die Stadt Wiesbaden verweisen, die ab Januar mit dem neuartigen Kalender-Angebot arbeiten werden.

MySocialCity

MySocialCity möchte die Stadt gemeinsam mit den Bürgern gestalten. Bisher wird vor allem auf wirtschaftliche Daten abgezielt, wenn Daten über die Bevölkerung erhoben werden. Das soll durchbrochen und Faktoren wie Glück, Familienfreundlichkeit, Sauberkeit und soziales Miteinander erhoben und dargestellt werden. Dies soll über eine Online-Plattform sowie eine App erfolgen, die den Bürgern von der Stadt bereitgestellt wird. Die Informationen können etwa helfen, wenn man sich nach einem neuen Wohnort umschaut und die Stadtteile einer Stadt noch nicht so gut einschätzen kann.

WakeupScreen

WakeupScreen vermarktet den Sperrbildschirm von Smartphones. Als User, der die App installiert hat, werde ich für das Betrachten von personalisierter Werbung und Gutscheinen entsprechend entlohnt. Somit kann die Zielgruppe, die insbesondere in der Altersklasse 15-25 Jahre gesehen wird, einen Teil der Kosten seines Mobilfunkvertrags wieder refinanzieren.

Eine Open Beta-Version der App ist für Android-Nutzer bereits über den Play-Store erhältlich.

Murphi.es

„Was schief gehen kann, wird auch schief gehen“ – soweit Murphy’s Law. Als Pilot und Ausbilder für Nachwuchsverkehrsflugzeugführer weiß Co-Gründer Frank Nagel, wie (lebens-!)wichtig es ist, einen konstruktiven und lösungsorientierten Umgang mit Fehlern zu finden. Von einer geringen Fehlerquote wie in der Flug-Branche kann in vielen anderen Branchen, inkl. der Medizin, bisher nur geträumt werden. Das Team von Murphi.es möchte Unternehmen dabei unterstützen, eine gute Fehlerkultur zu schaffen und durch eine Software auch Fehler von vornherein zu vermeiden.

And the winner is …

Die Kürung der Gewinner-Teams oblag dann der Jury, bestehend aus Gregor Jonietz (Startup-Lotse der Landeshauptstadt Wiesbaden), Florian Hofmann (Gründer der Wiesbadener Startups Paij und pixoona), Fabian Fauth (Inhaber Fauth & Gundlach, Initiator Gründerzentrum) und Paul Herwarth von Bittenfeld (Betreiber von rhein-main-startups.com). Zur Überbrückung der Bewertungsphase trug der Wiesbadener Seriengründer Michael Silberberger bei, der über die Höhen und Tiefen seines Unternehmer-Daseins sprach.

Wie der gewohnt dynamisch moderierende Dominik Hofmann vom heimathafen vor der Preisverleihung noch einmal herausstellte gibt es natürlich eigentlich nur Gewinner an einem solchen Abend. Die Erfahrungen durch den Pitch, die kritischen Rückfragen von Jury und Zuschauern sowie die Dialoge im Anschluss halfen allen Beteiligten, weiter an ihrem Geschäftsmodell zu schrauben.

Und doch konnten sich drei der Startups über den Sieg der hilfreichen Sachpreise freuen:

Der 3. Platz ging an Murphi.es und ihren Beitrag zu einer neuen Fehlerkultur in Unternehmen. Platz 2 gewannen die Co-Worker aus dem heimathafen von MySocialCity mit ihrem Beitrag für die Bürgerbeteiligung. Der Sieg beim ersten Startup Slam Wiesbaden ging an das Gründerteam von Calovo, die den Kalender zu einem ausgereiften Marketingtool für Unternehmen erweitern möchten. Wir können schon gespannt darauf sein, im neuen Jahr auch den Kalender vom heimathafen Wiesbaden in dieser Form ausprobieren zu dürfen.

Glückwunsch noch einmal an alle teilnehmenden und ausgezeichneten Gründer-Teams. Und immer dran denken, was Euch Jury-Mitglied Florian Hofmann mit auf den Weg gegeben hat: „Bleibt dran“.

(Foto von Dominik Hofmann, heimathafen Wiesbaden)

Weitere Informationen zu Events in der Region:

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