Traditionell am ersten Donnerstagabend im Monat lädt der Heimathafen Wiesbaden, Coworking Space & Café, Interessierte zum so genannten „Donnerstalk“ ein. Das Format aus „Talk+idea+beer“ hat sich seit mittlerweile einem Jahr bewährt: Meist sind es zwei Vorträge zu einem für die Web-, Kreativ- und Gründerszene relevanten Thema mit anschließender Gelegenheit zum entspannten Austausch bei Feierabendbier & Co. Der „Donnerstalk“ am 6. November 2014 zog unter der Überschrift „Lösungsorientiertes Handeln für Unternehmer“ ein angenehm gemischtes Publikum in den Heimathafen.

Die Referenten waren Holger Fuchs und Professor Thomas Köbberling. Beide begleiten in ihrer Coaching-Tätigkeit unter anderem Gründer auf ihrem Weg. In einer kurzweiligen Kombination aus interaktivem Vortrag und Erfahrungsbericht mit jeder Menge illustrierender Praxisbeispiele gingen sie der Frage nach: Was zeichnet erfolgreiche Unternehmer eigentlich aus? Ihre Antwort heißt: Lösungsorientierung. Definiert als die Fähigkeit, sich auf Situationen einzulassen – mit dem festen Glauben, dass die Lösung in der Situation selbst liegt. Als wesentliche Eigenschaften einer solchen Lebenshaltung bezeichnen Holger Fuchs und Professor Thomas Köbberling: sich wirklich Zeit nehmen, genau hinschauen sowie eher in Wirkungszusammenhängen denken. Oft tun wir genau das nicht.

Holger Fuchs und Professor Thomas Köbberling

Der eigenen Grundrichtung folgen als Basis für den Erfolg

Grundlegende Basis für unternehmerischen Erfolg ist dabei für die Referenten der Ausspruch des Philosophen Professor Frithjof Bergmann: „Wirklich erfolgreich ist man nur, wenn man das macht, was man wirklich, wirklich will.“ Beide sehen genau hier das Problem vieler Menschen im Allgemeinen und vieler Unternehmer im Besonderen. Fuchs und Köbberling möchten mit ihrer Arbeit Menschen helfen, dieses „wirklich, wirklich“ für sich zu finden.

Das interessierte und engagierte Publikum erhielt einen Einblick, wie die beiden dabei arbeiten. Sie unterscheiden verschiedene aufeinander aufbauende Ebenen bzw. Herausforderungen, die es zu beachten gilt: Die Basis ist die sognannte „Grundrichtung“ als das, wo man sich wirklich vom tiefsten Inneren her wohl und lebendig fühlt. In Einklang damit gilt es die passende (Geschäfts-) Idee zu finden – und sie genau zu prüfen. Zum Beispiel, ob sie denn wirklich die richtige und weiter zu verfolgende Idee für einen selbst ist.

Sind mehrere Personen – mit jeweils eigenen Grundrichtungen – an einer Geschäftsidee beteiligt, sind diese „unter einen Hut“ zu bringen. Das dafür essentielle Handwerkszeug zum Managen von Gruppenprozessen ist vielen zwar nicht in die Wiege gelegt, aber erlernbar – und sehr wertvoll. Gleiches gilt für das unternehmerische Denken. Wenn dann noch klar ist, wer was für wen tut, hat sich eine stabile Organisationsstruktur gebildet – und die Zeichen stehen gut in Sachen Erfolg. Funktioniert diese Struktur nicht, gibt es ganz schnell Schwierigkeiten, die das ganze Unternehmen gefährden können.

Der Theorie folgt der Praxistest

Im Anschluss an diese theoretischen Einblicke erhielt das Publikum neben Anregungen zum Selbstcoaching, die Möglichkeit, ein eigenes berufliches Problem als Fallbeispiel zur Verfügung zu stellen. Holger Fuchs und Professor Thomas Köbberling demonstrierten den Coaching-Prozess ansatzweise in der Praxis. Mit dem anschließenden regen Austausch ging ein inspirierender Abend in angenehm lockerer und freundlicher Atmosphäre zu Ende.

Für alle Interessierten hat Yvonne Schulze (IVY Film) auch diesen „Donnerstalk“ aufgezeichnet und zur Verfügung gestellt – genau wie alle vergangenen „Donnerstalk“-Abende.

Für alle, die tiefere Einblicke in die Fähigkeit der Lösungsorientierung gewinnen möchten, bieten Holger Fuchs und Professor Thomas Köbberling ein Intensiv-Coaching an. Starttermin ist der 10. Februar 2015. Details folgen unter https://vimeo.com/111941778.

Nach dem Donnerstalk ist vor dem Donnerstalk: am 4. Dezember 2014 lädt der Heimathafen Wiesbaden wieder zu talk+idea+beer ein. Das Thema ist „Gründe zum Gründen. Abgründe des Gründens. Seriengründer berichten.“

Text: Anke Schölzel

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