Als einziges Frankfurter Unternehmen präsentiert die aescuvest auf dem One Spark Crowdfunding-Festival in Berlin und stellt dort ihr Geschäftsmodell vor: Das erste spezialisierte Crowdfunding-Konzept für Startups aus dem Bereich Health Care.

aescuvest_patrickDas Ziel von aescuvest ist es, Startups aus Bereichen Medizintechnik, medizinische Dienstleistungen sowie digitale Gesundheit den Zugang zu Kapital, Knowhow und Netzwerken zu erleichtern: In einem zweistufigen Verfahren erhalten Startups über die Onlineplattform Zugang zur Crowd, die sich inhaltlich und finanziell an dem Unternehmen beteiligen kann.

In der ersten Phase des Prozesses bewerben sich die Gründer bei aescuvest. Das Team von aescuvest trifft eine Vorselektion und erstellt dann gemeinsam mit dem Team eine Kampagne. Die zweite Phase ist dann die, in der die Kampagne startet und die Startups aktiv versuchen, über die Plattform Geld einzusammeln.

Warum aber braucht es eine eigene Plattform für die Gesundheitsbranche? Spätestens mit der Gründung des German Crowdfunding Network (www.germancrowdfunding.net)  hat sich gezeigt, dass das Thema Crowdfunding grundsätzlich von Relevanz ist. Man sollte auch meinen, dass es mittlerweile ausreichend Möglichkeiten für Startups gibt, über die Crowd Mittel einzuwerben. „Prinzipiell stimmt das auch“ erläutert aescuvest-Gründer Patrick Pfeffer, „es gibt jedoch etliche Crowdfunding Initiativen, die Gesundheitstechnologien aus zwei Gründen bewusst ausschließen.

Erstens gelten auf den Märkten für Gesundheitsgüter andere Gesetze und Komplexitäten. Unternehmen die bislang über die Crowd finanziert wurden, bieten in der Regel Produkte oder Dienstleistungen an, die leicht verständlich und „zum Anfassen sind“. Gesundheitstechnologien sind häufig komplex und erfordern eine vielschichtige Bewertung. „Deswegen haben wir den zwei-stufigen Prozess eingeführt. Wir wollen mit unserem Experten-Team sicherstellen, dass die Konzepte auf wissenschaftlich stabilen Füßen stehen.“ Zudem werden die Konzepte auch auf ethische und rechtliche Aspekte hin geprüft.

Der zweite Grund: „Viele Plattformen bauen auf das sog. Crowdfundingprinzip“, so Patrick. „hierbei erhalten die Investoren aus der Crowd das fertiggestellte Produkt vor allen anderen. Bei den meisten Gesundheits-Startups macht ein solches Modell aber wenig Sinn, da die wenigsten Mitglieder der Crowd z. B. eine innovative Herzklappe besitzen wollen. Für sie steht der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens im Vordergrund.“ Daher hat aescuvest einen Ansatz gewählt, der die Interessen der Crowdinvestoren stärkt – inbesondere im Hinblick auf die Unternehmensbewertungen, die aktuell im Markt aktuell z.T. etwas realitätsfern seien. Hierbei erwirbt die Crowd ggfs. auch Anteile an den Unternehmen und wird somit Mit-Eigentümer. Der Investor verdient dann Geld, ähnlich wie ein klassischer Businessangel, wenn das Unternehmen Umsätze generiert bzw. verkauft wird.

Um den Selektionsprozess bewältigen zu können, hat aescuvest ein Team von hochkarätigen Experten zusammengestellt, das die eingereichten Konzepte bewertet: Gründer und Geschäftsführer Patrick Pfeffer (s. Foto) hat selber Bioinformatik studiert und im Rahmen seiner aescuvest_PfefferPromotion in pharmazeutischer Chemie Arzneimittelwirkstoffe designed. Diese wissenschaftliche Expertise ergänzt er durch Know How in den Bereichen online Marketing und digital Publishing, das er sich u. a. durch den Aufbau des Portals Univadis und als Senior Director Strategy von Medscape Deutschland und Frankreich angeeignet hat.

Ergänzt wird Patricks Expertise durch ein Team von Medizinern, Juristen und Gesundheitsökonomen in Form eines wissenschaftlichen Beirats. So wird sichergestellt, dass die Konzepte aus unterschiedlichen Perspektiven bewertet werden können und die Gründer-Teams eine holistische Unterstützung erhalten. Die spezifische Crowdfunding-Expertise bringt Torsten Schreiber mit ins Team, der bereits mehrere Plattformen begleitet hat und auch Mitgründer des German Crowdfunding Networks ist und das Projekt bereits in der Vorgründungsphase mit aufgesetzt hat.

Gemeinsamkeiten mit bereits existierenden Plattformen gibt es hinsichtlich des Geschäftsmodells: Für jede erfolgreich abgeschlossene Finanzierung erhält aescuvest eine anteilige Vergütung auf die insgesamt eingeworbene Summe. Kommt eine Finanzierung nicht zustande, so verdient aescuvest an dem Projekt auch kein Geld. Die Spezialisierung auf die Gesundheitsbranche mit ihren Besonderheiten und die enge Zusammenarbeit mit den Gründern sind in dieser Kombination noch einzigartig.

Für die nächsten 12 Monate hat es sich aescuvest zum Ziel gesetzt, die ersten Unternehmen in Deutschland zu finanzieren und das Konzept sowohl bei Gründern als auch bei potentiellen Investoren bekannt zu machen. „Wir rechnen damit, dass unser Konzept vor allem für Branchenkenner interessant ist, die nach alternativen Anlagemöglichkeiten suchen.“ Mittelfristig kann sich Patrick aber auch Kooperationen mit Venture Capital Gesellschaften oder Family Offices vorstellen.

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