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Das Frankfurter Jungunternehmen candylabs entwickelt seit letztem Jahr mobile Lösungen im Auftrag von Kunden sowie als eigene Produkt-Innovationen.

Daniel Putsche hat sich unseren Fragen gestellt und gibt Einblicke in die zahlreichen innovativen Projekte und Produkte, die das Team derzeit umsetzt. Aufgepasst auch an alle, die einen spannenden Startup-Job suchen, den Daniel und sein Team wollen weiter wachsen.

RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Daniel-Putsche
Daniel Putsche, CEO von candylabs aus Frankfurt

Daniel Putsche, 30 Jahre alt, Co-Founder & CEO der candylabs GmbH. Candylabs ist im Mai 2013 gegründet, somit inzwischen über ein Jahr alt. Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit dem Thema Apps & Mobile in den Bereichen Location, Gamification und Prozess. Dies zum einen im Kundenauftrag, zum anderen aber auch mit eigenen Projekten und Produkten. So haben wir beispielsweise eine White-Label-App für die Gastronomie entwickelt, welches die iBeacon-Technologie für Kundenbindungszwecke nutzt. Im Juli diesen Jahres haben wir BRDGE mitgegründet, welches eine mobile Applikation für das einfache Erweitern des persönlichen Business-Netzwerks ist. Hier suchen wir übrigens noch Beta-Tester, welche sich gerne hier registrieren können. Im Kundenauftrag entwickeln wir mobile Lösungen u.a. für Banken, Baumärkte und Verlage. Oder aber auch Spiele, wie beispielsweise 9inline.com – ab Oktober verfügbar.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Vor candylabs habe ich eine Firma mitgegründet, welche sich mit dezentraler Softwareentwicklung über zwei Standorte in Frankfurt am Main und Sofia, Bulgarien, beschäftigt hat. Das Prinzip ist denke ich besser bekannt als Off- oder Nearshoring. Das Businessmodell basiert hier vorwiegend auf Quantität und skalierbaren Produktionsstrukturen. Nach etwas mehr als zwei Jahren und ein bisschen Auszeit habe ich mich dann gemeinsam mit Moritz Heimsch zu candylabs entschieden – und meinen persönlichen Fokus somit auf die Themen Mobile & Innovation gelegt.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?

Der Vorteil an dem Businessmodell von candylabs ist die generell einfach zu erreichende Profitabilität, basierend auf Projekten für und mit unseren Kunden und den daraus resultierenden Umsätzen. Da wir aber auch das ein oder andere Produkt entwickeln, haben wir eine sechsstellige Wachstumsfinanzierung mit Fremd- und Eigenkapital abgeschlossen.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Stolpersteine gibt es reichlich im Leben eines Gründers. Was ich bei der Gründung von candylabs definitiv unterschätzt habe, ist die Dauer für den Aufbau der Brand. Ich hatte bei all meinen vorigen Tätigkeiten immer eine starke Reputation des Unternehmens/der Marke im Rücken. Von null anzufangen mit Umsätzen vorwiegend basierend auf Kundenprojekten heißt auch, diese Kunden erst einmal von candylabs zu überzeugen. Gerade wenn es um größere Projekte geht sitzen zum Teil auch bekannte Agenturgrößen mit am Pitch-Tisch – was als ‘Newbie’ dann manchmal etwas schwer ist. Wir haben ca. ein Jahr benötigt, um ausreichend Visibilität im Markt zu erreichen, um ein ausgewogenes Verhältnis im Vertrieb zwischen ‘aktiv’ (wir vertreiben pro-aktiv) und ‘passiv’ (wir werden angefragt) zu erreichen.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an Eurem Startup?

Wir sind inzwischen zu viert, planen weitere Einstellungen und suchen gerade einen iOS-Developer für spannende Beacon-Projekte. Um auch größere Projekte zu stemmen, haben wir eine sehr gute Struktur von festen Partnern und Freelancern etabliert.

RMS: Was macht Ihr, um den Bekanntheitsgrad von Eurem Startup weiter auszubauen?

Interviews. Generell sind wir sehr stark im Bereich PR unterwegs. Mit unserer Case-Study im Bereich Mobile, Gamification & Beacons für die Gastronomie haben wir Veröffentlichungen einmal rund um den Erdball erreicht. Das Wall Street Journal hat auf ihrem weltweiten Digits-Blog darüber berichtet und wir haben neben vielen anderen sogar auch zwei Publikationen in Japan entdecken können. Wir stecken gerade in der Planung für das nächste Highlight diesen Jahres. Es wird wieder um Beacons gehen und in Europa bislang einzigartig sein – hoffentlich auch noch zum Zeitpunkt des Release. Mehr dann, wenn es soweit ist.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?

Wir werden das Team, unser Kundenportfolio sowie unser Produktportfolio konstant erweitern. Außerdem planen wir die Etablierung eines Beirats auf Gesellschafterebene, um das Thema Wachstum in all seinen Dimensionen noch stärker zu forcieren. Wir möchten mit candylabs die Go-To-Adresse für innovative, mobile Lösungen & Produkte werden.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Ich bin Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet persönlich stark verbunden, da ich hier geboren bin und mit kurzen Unterbrechnungen in Barcelona und San Francisco auch durchgehend hier gewohnt habe. Dies dann kombiniert mit der zentralen Lage von Frankfurt und den einhergehenden Möglichkeiten für schnelles Reisen hat uns in der Standortwahl nicht lange zögern lassen. Außerdem ist es von Berlin aus immer so weit zum Snowboarden.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Ich glaube, es ist hilfreicher, viele Erfahrungen selbst zu machen und auch mal auf die Nase zu fallen. Das Wichtigste (und somit auch mein Tipp) hierbei ist, immer nur so viel Risiko zu gehen, dass du deine privaten Rechnungen auch im Falle eines Scheiterns noch irgendwie selbst bezahlen kannst.

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