Pippa&Jean LogoHeute haben wir für Euch den Gründer von Pippa&Jean aus Frankfurt im Gründer-Interview. Gerald ist ein echter Seriengründer, der sich insbesondere durch den Aufbau des Shoppingclubs BuyVIP einen Namen gemacht hat, das von Amazon übernommen wurde.

Wenn im Rhein-Main-Gebiet nach Gründeridolen gesucht wird, ist Gerald also ganz vorne mit dabei. Wir haben ihn im Interview zu seinem neuen Baby, dem Frankfurter Startup Pippa&Jean, befragt.

RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Ich bin Gerald Heydenreich, Gründer und CEO von Pippa&Jean, einer Social Selling Community mit der Vision, 100.000 Frauen auf dem Weg in eine erfolgreiche Selbständigkeit zu begleiten. Als „Style Coaches“ präsentieren sie unsere Produkte auf Home Shopping Parties („Style Party“) und in ihrer persönlichen Online Boutique oder bauen eigene Teams auf.

Gerald Heydenreich
Gerald Heydenreich hat schon mehrere Startups erfolgreich aufgebaut und verkauft.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Pippa&Jean ist nicht mein erstes Startup, ich bin ja sozusagen „Serial Entrepreneur“. Nach meinem Ausstieg / Verkauf von Buy.VIP an Amazon hatte ich das unglaubliche Glück einmal etwas Zeit zu haben und mich zu fragen, was mich wirklich begeistert.

Und das ist es, Unternehmen zu gründen und zu entwickeln und anderen Menschen zu helfen, ihren Traum von Selbständigkeit wahr werden zu lassen. Und so entstand die Idee für Pippa&Jean. Wir machen es den Style Coaches so einfach wie möglich, bieten eine umfassende Infrastruktur und jede Menge Support durch Trainings. Und dadurch, dass die komplette Abwicklung und damit auch Lager, Versand und Abrechnung von Pippa&Jean erledigt wird, ist das Risiko für die Style Coaches sehr gering; sie treten noch nicht einmal in Vorleistung.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?

Ich bin zunächst mit meinem eigenen Kapital gestartet; kurz nachdem wir online waren, haben sich dann Vorwerk Direct Selling Ventures und Holtzbrinck Ventures beteiligt.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Stolpersteine… nennen wir es Herausforderungen! Mit E-commerce kenne ich mich bestens aus. Aber bei Pippa&Jean haben wir durch Social Selling eine Direktvertriebskomponente, und die war neu für mich. Da bin ich sehr dankbar für einen so erfahrenen Gründungspartner wie Torsten Will, der da über eine ausgewiesene Expertise verfügt, was für den Vertriebsaufbau unabdingbar war und ist. Hinzu kommen völlig neue Anforderungen an IT und Produktentwicklung – das ist schon sehr spannend! Hierbei haben mich meine Mitgründer Martin Eyl und Annette Albrecht-Wetzel tatkräftig unterstützt – wie natürlich auch alle anderen Mitarbeiter von Pippa&Jean.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an Eurem Startup?

Im Headoffice im Frankfurter Ufo sind wir jetzt ca. 25 Mitarbeiter plus etwa 12 Entwickler in Rumänien. Und dann gibt es natürlich noch die über 1.000 Style Coaches, die in ganz Deutschland für uns unterwegs sind.

RMS: Was macht Ihr, um den Bekanntheitsgrad von Eurem Startup weiter auszubauen?

Vieles läuft bei uns über Empfehlungen. Word-of-Mouth Marketing macht einen großen Teil aus. Außerdem kommunizieren wir sehr breit online, im Bereich Social Media, durch gezielte Kampagnen und Kooperationen. Und wir betreiben aktiv Pressearbeit.

Um neue Style Coaches anzusprechen, sind wir außerdem auf Tour: Mit Roadshows und Unternehmenspräsentationen quer durch die Republik holen wir die Leute dort ab, wo sie sind.

Pippa&Jean Style Parties
Der Vertrieb läuft bei Pippa&Jean über „Style Parties“. Die Gründer möchten damit 100.000 Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?

Wir entwickeln Pippa&Jean permanent weiter. Neben Schmuck bieten wir mittlerweile auch Accessoires an wie Schals, Tücher und Taschen, und wir haben unsere Produktrange um Herren- und Partnerschmuck erweitert. Mit dem Gang nach Österreich starten wir jetzt die Expansion außerhalb Deutschlands. Insofern: Wachstum ist angesagt. Wichtig beim Blick in die Zukunft ist auch die Basis als Vertriebsplattform. Die funktioniert ja nicht nur bei uns – die können wir auch anderen Produkten und Firmen anbieten. So wie amazon schon lange nicht mehr nur Bücher verkauft, sondern im Grunde alles.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Absolut. Gerade in Frankfurt sind die Voraussetzungen für Gründer sehr gut. Hier herrscht eine gesunde Unternehmenskultur sowie eine sichere Infrastruktur. Wir sind in der Stadt und in der Metropolregion gut vernetzt, das hilft sicherlich. Leider gibt es viel zu wenig „gleichgesinnte“ Unternehmer in der Region auch wenn sich das langsam ändert.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Hartnäckig bleiben bei der Verfolgung der eigenen Ziele und Träume – never give up.

Aber natürlich auch: offen sein für die Anregungen anderer und sehen wenn man in eine falsche Richtung läuft. Und schließlich: Lernt aus den Fehlern anderer.

In dem Zusammenhang: Meldet Euch gerne, wenn Ihr Support beim Aufbau einer Firma braucht. Über unseren kleinen „Inkubator“ www.omnismundi.com unterstützen wir Gründer mit Kapital und Rat (und vielen gemachten Fehlern).

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