High-Tech GründerfondsHeute möchten wir Euch den High-Tech Gründerfonds etwas näher vorstellen. Er investiert in junge, innovative Startups aus dem Hochtechnologiebereich und stellt notwendiges Startkapital in Form von Risikokapital bereit. Darüber hinaus unterstützen sie Gründer bei der Weichenstellung ihres Unternehmensaufbaus.

Der Gründerfonds wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in 2005 gegründet. Neben dem BMWi und der KfW haben sich auch die Industrieunternehmen BASF, Deutsche Telekom, Siemens sowie Daimler, Robert Bosch und Carl Zeiss am Fonds beteiligt. Der Public-Private-Partnership-Fonds hat ein Volumen von 272 Mio. EUR.

Wir haben dem Team des High-Tech Gründerfonds einige Fragen gestellt, um Euch mit Hintergrundinformationen zu versorgen.

Welche Art von Startups/Gründungen werden von Euch finanziert ?

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert in junge (< als ein Jahr) Technologieunternehmen in der sogenannten Seedphase. In dieser frühen Phase haben die High-Tech Unternehmen oftmals noch gar keinen Prototypen oder einen „proof of concept“ entwickelt und sind daher für andere Kapitalgeber zu risikoreich. Bei der innovativen Geschäftsidee müssen auch für uns ein klarer Wettbewerbsvorteil und ein disruptiver Charakter für den relevanten Markt zu erkennen sein. Die bisher finanzierten Unternehmen kommen aus den Bereichen Automation, Optische Technologien, Energie und Cleantech, Medizintechnik, Pharmadiagnostik, Hardware, Life Science, Energie sowie IT, Software, Medien, Internet und e-commerce.

Welche Institutionen und Personen stecken hinter dem Kapital in Eurem Fonds?

Der HTGF ist 2005 auf Initiative der Politik, damals noch durch Kanzler Schröder, und der Wirtschaft ins Leben gerufen worden. Der Fonds ist als sogenannte Public-Private Partnership aufgesetzt und in den ersten Fonds haben nicht nur der Bund über das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die KfW-Bankengruppe, sondern auch sechs Industrieunternehmen investiert. Der HTGF I ist 272 Millionen Euro schwer. Seit 2011 steht ein zweiter Fonds mit weiteren 304 Millionen Euro zur Verfügung. Hier konnten wir noch deutlich mehr Unternehmen aus der Wirtschaft überzeugen, sich zu beteiligen. Investoren des Fonds II sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Bankengruppe sowie die 18 Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, B. Braun, Robert Bosch, CEWE, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss.

Insgesamt also eine starke Investorengruppe, die nicht nur Geld, sondern auch strategischen Mehrwert liefert.

Welchen Mehrwert bietet Ihr für Gründer neben der Bereitstellung von Kapital?

Geld ist tatsächlich nur die eine Seite. Mindestens genauso wichtig ist, dass wir die Gründer sehr aktiv unterstützen z.B. bei der Gewinnung von Folgefinanzierungen, Managementergänzungen, beim Teamaufbau, Fokussierung des Unternehmens bis hin zum Exit. In unseren sehr umfangreichen Netzwerken stellen wir relevante Kontakte her, z.B. zu unseren Fondsinvestoren. Außerdem haben wir einen Pool von Coaches, die die Gründer bei Bedarf zu sehr moderaten Konditionen unterstützen. Bei vielen Beteiligungen sitzen wir im Beirat bzw. Aufsichtsrat und stehen in direktem ständigem Austausch mit dem Gründerteam. Dabei sind wir jedoch selber nicht operativ tätig.

Worauf achtet Ihr insbesondere, wenn Ihr Gründer(teams) und ihre Ideen beurteilt?

Für uns sind folgende Aspekte wichtig:

1. natürlich die Gründungsidee,

2. das Managementteam, das die Idee umsetzt und

3. das Geschäftsmodell bzw. der Businessplan, der aufzeigt, wie das Team die Idee umsetzen möchte,

4. das Marktpotential sowie

5. die Wettbewerbssituation.

6. Wichtig ist der Finanzierungsbedarf sowie die Exitchancen, wenn sich das Unternehmen gut entwickelt hat.

Die entscheidende Frage, die wir uns stellen „Hat das Unternehmen gute Chancen erfolgreich zu sein“ schließt alle unternehmerischen Aspekte mit ein, nicht nur die Technologie, sondern auch das Team, den Markt und Wettbewerb sowie die „go-to-market“ Strategie und das Geschäftsmodell. Für uns muss also das Gesamtpaket stimmen, das ist wie in einer Beziehung.

Was ist der wichtigste Tipp, den Ihr Gründern, die sich bei Euch bewerben, mit auf den Weg geben würdet?

Biss, Durchhaltevermögen, offen für passende Anregungen und eine strukturierte Führung des Unternehmens führen aus unserer Sicht zum Erfolg.

Wie kann ich als Gründer am besten mit Euch in Kontakt treten?

Gerne per eMail oder telefonisch. Auf unserer Website http://www.high-tech-gruenderfonds.de/ sind unser gesamtes Team sowie die Ansprechpartner für einzelne Schwerpunkte aufgeführt. Unsere Investment Manager sind außerdem bei vielen Veranstaltungen für Gründer wie Businessplanwettbewerbe oder anderen Start-Up Events vor Ort, um einen direkten persönlichen Kontakt zu gewährleisten. Jeder aus dem ganzen Team ist ansprechbar.

Die High-Tech Gründerfonds Management GmbH-Website findet Ihr unter: http://www.high-tech-gruenderfonds.de/

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