jedditWir haben für Euch heute die Gründer von jedd.it, einer modernen Plattform für das Bewerbungsmanagement, im Interview. Mit der Anwendung des Frankfurter Startups könnt Ihr einfach Eure professionelle Online-Bewerbung erstellen.

RMS: Bitte stellt Euch uns kurz vor. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Adnane Ahmadi, Gürkan Orakcilar und Marc Mannig. Kennengelernt haben wir uns während unseres Informatikstudiums.
Wir haben die Webanwendung JEDDiT entwickelt, mit der man kostenlos Online-Bewerbungen erstellen, verwalten und teilen kann. Die Bewerbung besteht aus einer Bewerbungswebseite mit dazugehöriger PDF und wird einfach über einen verschlüsselten Link dem potenziellen Arbeitgeber zugesendet. Im November 2012 haben wir die Webanwendung online gestellt und sind jetzt gut ein Jahr online.

Jeddit-Foto

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Die Idee entstand damals eher aus Eigennutz. In der Praktikumsphase unseres Studiums hatte jeder von uns gemerkt, dass das Bewerben jedesmal ein Krampf ist. Man hat meist nur für das Bewerben mehrere Dateien auf seiner Festplatte und muss aufpassen, dass man die Ordnung hält. Sucht man z.B. seinen letzten Lebenslauf und findet diesen unter all seinen Dateien nicht, darf man alles wieder per Hand eintippen. Hat man dann seine Unterlagen zusammen, muss man aufpassen, dass die Datei nicht zu groß wird, da sie sonst nicht ins Postfach des Unternehmens landet. Hat man seine Daten auf dem Laptop und PC, ist die Katastrophe perfekt.

Damals waren Internet Startups noch nicht so präsent wie heute. Als wir studierten war das erste Internet Startup, das wir wirklich miterlebt hatten, StudiVZ. Facebook war zu der Zeit noch nicht in Deutschland aktiv. Aber es weckte schon bei uns den Gedanken, dass wenn wir was eigenes entwickeln, ziemlich cool wäre. Marc hatte dann die Idee eine kleine Plattform zu entwickeln um Bewerbungen zu managen, dadurch kamen schnell weitere Ideen. Das Projekt lief aber zunächst eher als Hobby neben dem Studium. Gegen Ende hatten wir aber gemerkt, dass es nichts Vergleichbares auf dem Markt gab.

Mit JEDDiT muss der Bewerber sich um fast nichts mehr kümmern. Layout oder Dateigröße sind passé. Hat der Bewerber eine Bewerbung aus Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf sowie Zeugnisse einmal angelegt, kann er teile davon immer und immer wiederverwenden. Das Zusammenstellen ist etwas spielerisch gelöst und macht sogar Spaß.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?

Die bisherige Finanzierung haben wir komplett aus Eigenmitteln gestemmt. Wir haben uns bewusst für das Bootstrapping entschieden. Zum einen musste sich die Idee erst in freier Wildbahn beweisen und zum anderen wollten wir auch langsam und kontrolliert wachsen, damit wir Schwächen schneller beseitigen können.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Klar, wie bei den meisten Startups, war der bürokratische Teil schon eine Herausforderung. Jedoch ist die eigentliche Herausforderung alles mit dem man noch nicht zu tun hatte, wie z.B. Marketing. Hier lernen wir ständig dazu was klar herausfordernd, aber auch sehr spannend ist.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an Eurem Startup?

Zurzeit haben wir keine festen Mitarbeiter und da wir Informatik studiert haben, haben wir den Vorteil alles selbst zu entwickeln. In allen anderen Bereichen bekommen wir tatkräftige Unterstützung aus unserem Umfeld.

RMS: Was macht Ihr, um den Bekanntheitsgrad von Eurem Startup weiter auszubauen?

Im Moment beschränken wir uns auf Suchmaschinenoptimierung und natürlich Werbeanzeigen über Google. Jedoch suchen wir auch derzeit Partner, um die Anwendung weiter zu pushen und dem Bewerber einen echten Mehrwert zu geben.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?

Das bisherige Feedback der Nutzer hat uns sehr dabei geholfen die Online-Bewerbung entscheidend zu verbessern und hat uns auch gezeigt, wohin der Weg in die Zukunft gehen wird. Primär wollen wir die Anwendung weiter ausbauen und den Fokus klar auf „Mobile First“ setzen. Schon jetzt findet der Bewerber eine qualitativ hochwertige Bewerbungsplattform vor, mit der sich moderne Bewerbungen erstellen lassen, die sogar für das Smartphone und Tablet angepasst sind.

RMS: Wie seht Ihr den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Im Rhein-Main-Gebiet gibt es erstaunlich viele Unterstützungsmöglichkeiten, angefangen von der Beratung der IHK bis hin zu Netzwerken, wie z.B. Business Angels Frankfurt Rhein Main.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtet?

Auf dem Fokus bleiben, durchhalten und hartnäckig sein.

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