Dies ist der erste Beitrag unserer neuen Serie. Unter dem Titel Healthcare Startups ^werfen wir einen Blick auf die regionalen Voraussetzungen für Gründungen in der Gesundheitswirtschaft und stellen Euch die wichtigen Akteure vor Ort vor.

Was könnt Ihr erwarten?

Interviews mit Gründern, Investoren aber auch Vertretern der Industrie, die ihre Eindrücke schildern und Euch an ihrer Vision teilhaben lasse. Wir werden Euch Startups aus der Region vorstellen, die sich mit Themen wie mobile Health (mHealth), Biotechnologie, Medizintechnik oder auch Sport beschäftigen. Veranstaltungstipps zu den wichtigsten Events in der Region runden die Serie ab.

Warum aber eigentlich Gesundheit?

Die Gesundheitswirtschaft spielt in der Rhein-Main Region eine besondere Rolle! Insgesamt 340.000 Einwohner der Metropolregion sind in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt. Neben international agierenden Pharma-Konzernen wie AbbVie, Merck, Lilly und Sanofi-Aventis haben sich mit Meda Pharma, Hennig Arzneimittel oder Leo-Pharma zahlreiche mittelständische Unternehmen, die die Landschaft prägen, angesiedelt. Auch die Medizintechnikindustrie ist mit Unternehmen wie Fresenius, St. Jude, Abbott oder Heraeus stark in der Region vertreten. Mehr als 30 Krankenhäuser sorgen dafür, dass die Menschen auf einem qualitativ hochwertigen Niveau versorgt werden. Universitäten, Fachhochschulen und weitere Forschungseinrichtungen die sich Disziplinen wie Biologie, Medizin oder Pharmakologie widmen, forschen Tag für Tag an Lösungen für die großen Herausforderungen der Medizin – darunter auch der Nobelpreisträger Hartmut Michel.

Technologischer Fortschritt

Ein weiterer Grund für diese Serie: Dank des technischen Fortschritts der letzten zehn Jahre hat ein jeder von uns heute ganz neue Möglichkeiten sich mit seiner eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen: So sind z. B. die Kosten für die Sequenzierung eines menschlichen Genoms mittlerweile bei unter 1.000 € angekommen. Aus dieser Entwicklung ergeben sich neue Geschäftsmodelle: Die im Silicon Valley beheimatete 23andMe  oder das Frankfurter Unternehmen bio.logis  z. B. ermöglichen die Analyse des eigenen Genoms für den Alltagsbedarf.

Digitale Medizin

Das Smartphone ist eine weitere Technologie, die unsere Gesundheitsversorgung revolutioniert. In Zeiten in denen Ärztemangel, demographischer Wandel und die damit verbundenen Kostensteigerungen Gesundheitspolitiker weltweit vor ungelöste Probleme stellen, bietet sich sein Einsatz auch in der medizinischen Versorgung an.

SmartPhone-Fitness-Dashboard-v1-Medium

Mittlerweile gibt es über 100.000 Apps für Android oder iOS mit denen wir unsere Gesundheit aber auch unsere Fitness verbessern und kontrollieren können. Ein bekanntes Beispiel ist die App Moves, die jüngst von Facebook übernommen wurde. Mit dieser App misst Euer Handy die Distanz die Ihr joggt, spazieren geht oder mit dem Fahrrad zurücklegt. Ob Facebook nun eine dezidierte Gesundheitsstrategie verfolgt, oder ob doch das Interesse an den Daten der Move-User den Ausschlag für den Kauf gegeben hat, bleibt unklar. Obwohl die Entwicklungsarbeiten wie gewohnt unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, ist mittlerweile auch bekannt geworden, dass Apple an einer Gesundheits-App arbeitet. Mehreren Medienberichten zur Folge wird die nächste Generation des Betriebssystems iOS mit einem eigenen Gesundheitsprogramm ausgestattet werden.

EiECG-Heartn Unternehmen aus der Rhein-Main Region, das den Trend zur digitalen Medizin erkannt hat und für sich nutzt ist die Personal MedSystem GmbH: Das Frankfurter Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, mit der Patienten die Funktion Ihres Herzens mittels iPhone überwachen können.

In den nächsten Wochen werden wir Euch mit weiteren Informationen aus dieser Gründerszene einen detaillierten Einblick verschaffen – wenn Ihr selber Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Gesundheitswirtschaft kennt, nehmen wir Euren Input gerne auf.