In Deutschland gibt es rund 4,4 Millionen Selbständige, doch nach kürzlich veröffentlichten Untersuchungen des statistischen Bundesamtes erwirtschaften nur 60 Prozent davon mit ihrem Unternehmen ein befriedigendes Einkommen.

Wer den Schritt in die Selbständigkeit sorgfältig plant und realistisch kalkuliert, kann sich dagegen mit einiger Wahrscheinlichkeit eine stabile und auskömmliche Existenz aufbauen. Wichtigstes Planungsinstrument stellt dabei der Businessplan dar. Bei seiner Aufstellung sind viele Aspekte zu berücksichtigen, damit er tatsächlich zu einer soliden Basis der künftigen Geschäftstätigkeit wird. Im Folgenden findet Ihr die wichtigsten Informationen kompakt zusammengefasst.

Aufbau und Inhalt eines Businessplans

  1. Darstellung der Geschäftsidee

Die Erläuterung der Geschäftsidee veranschaulicht die Gründe für den Erfolg des Konzepts. Dabei sollte es sich entweder um eine innovatives Produkt beziehungsweise eine neuartige Dienstleistung handeln oder aber um die Deckung einer Marktlücke.

  1. Vorstellung des Existenzgründers

Der Existenzgründer stellt sich mit einem kurzen Lebenslauf und Ausführungen vor, aus denen seine fachliche Eignung für das geplante Business hervor gehen.

  1. Markt- und Umsatzanalyse

In einer Markt- und Umsatzanalyse wird für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren untersucht, welches Absatzpotential für das Angebot des Start-ups besteht. Eine möglichst präzise Gliederung nach Absatzregionen und Vertriebskanälen ist sehr zu empfehlen. Der Existenzgründer sollte präzise analysieren, welche Zielgruppen er mit seinem Angebot anspricht.

  1. Rechtliche Grundlagen

In den rechtlichen Grundlagen führt der Gründer aus, unter welcher Rechtsform er sein Unternehmen betreiben wird und welche rechtlichen Maßnahmen vor der Aufnahme des Geschäftsbetriebs erforderlich sind. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Anmeldung eines Gewerbes oder die Beantragung einer Betriebsgenehmigung handeln.

  1. Finanzplan

Zentrale Bedeutung kommt dem Finanzplan zu, weil er festlegt, in welcher Höhe Eigen- und Fremdkapital für die Finanzierung der Startphase benötigt werden. Auch er deckt einen Zeitraum von mindestens drei, besser aber noch fünf Jahren ab. Jedes Jahr wird mit allen anfallenden Einnahmen und Ausgaben durchgeplant. Ausgangspunkt ist die Schätzung der Umsatzerlöse auf der Basis der Marktanalyse. Ihnen werden sämtliche Kosten gegenübergestellt. Diese umfassen zum Beispiel Mieten, Kfz-Kosten, Personalkosten, Materialkosten und Beratungskosten. Die Subtraktion der Ausgaben von den Einnahmen ergibt in den ersten Jahren sehr häufig eine Unterdeckung. Diese muss durch eigene Ersparnisse, die der Gründer in sein Start-up einbringt, oder durch Kredite beziehungsweise Fördermittel gedeckt werden.

  1. Risikoeinschätzung.

Als letzten Teil des Businessplans erstellt der Existenzgründer eine Risikoanalyse. Darin benennt er die wichtigsten Gefahren, denen das Start-up in den ersten Jahren ausgesetzt ist. Idealerweise stellt er auch mögliche Gegenmaßnahmen oder Alternativszenarien dar.

Wichtig: Bei allen Teilen des Businessplans sollten angehende Selbständige stets von realitätsnahen Annahmen ausgehen. Auch wenn Banken und Förderstellen die Vorlage eines Businessplans verlangen, erstellen Existenzgründer den Geschäftsplan in erster Linie für sich selbst. Er zeigt ihnen, ob das Geschäftskonzept tatsächlich zukunftsfähig ist oder Schwachstellen besitzt, die dringend überarbeitet werden müssen. 

Gewissenhafte und vorsichtige Planung als Erfolgsfaktor

Unternehmensgründer sind gut beraten, im Zweifel eher bescheiden zu planen. Wer sich nicht zu ehrgeizige Umsatz- und Ertragsziele für die ersten Jahre setzt, verringert das Risiko des Scheiterns erheblich. Alle Annahmen, die dem Businessplan zugrunde gelegt werden, müssen absolut plausibel sein, um den Erfolg des Start-ups nicht zu gefährden.

Dieser Beitrag wurde uns von der GAAP GmbH bereitgestellt. Die GAAP GmbH (www.gaap-gmbh.de) hilft jungen Existenzgründern mit wertvollen Tipps, einen fundierten Businessplan zu erarbeiten.

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