Nach einjähriger Entwicklungsarbeit stellt das Wiesbadener Startup Kullo die erste Version ihrer Messaging-Software fertig, die auf der CeBIT erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

kulloDie Geschichte von Kullo begann vor etwas mehr als einem Jahr beim Ideenwettbewerb „Startup Live Hamburg 2012“, wo die von Co-Founder Simon Warta präsentierte Idee einer sicheren und benutzerfreundlichen Messaging-Lösung die Jury aus erfahrenen Unternehmern und VCs überzeugte. Damals galt das Auslesen des größtenteils unverschlüsselten E-Mails-Verkehrs höchstens als technisch machbar. Eine konkrete Bedrohung für Privatsphäre von Bürgern und Vertraulichkeit von Unternehmensdaten wurde erst ein halbes Jahr später durch die Enthüllungen von Snowden deutlich.

Daraufhin wurde ein Gründerteam geformt und es ging an die Konzepte für Technik und Marketing. Gespräche mit Wissenschaftlern und potentiellen Kunden wurden geführt, haufenweise Pitches gehalten und Bewerbungen für Wettbewerbe und Inkubatoren ausgefüllt.

Momentan ist das Team am bootstrapen. „Aber am Ende zählt das, was du vorzeigen kannst“ erklärt Simon Warta mit Verweis auf die erfolgreiche Entwicklungsarbeit, auf die sich das Startup im letzten halben Jahr konzentrierte. „VC-Pitches haben uns viel Zeit geraubt“, so Simon weiter, „wenn du ein Kämpfer bist und an deine Idee glaubst, kannst du dich selbst über Wasser halten bis die ersten Nutzer da sind.“

Während man in der Lean-Startup-Szene vom Prototypen und ersten Nutzern nach 2 Monaten schwärmt, investiert Kullo technisch schon in die Zukunft. „Ein bisschen verschlüsseln geht nicht. Und die Synchronisation über mehrere Endgeräte muss auch von Anfang an funktionieren“, so Simon. „Wir setzen auf C++ als Programmiersprache. Damit mussten wir uns erst vertraut machen und die Entwicklungsgeschwindigkeit ist zunächst geringer als bei Python oder Java“, verrät CTO Daniel Seither, „aber so können wir einen Großteil unseres Codes auf Windows, Mac, Linux, iOS und Android laufen lassen, ohne dieselben Dinge mehrfach programmieren zu müssen.“ Native Software ist eben doch keine Webanwendung.

Als Ausgründung der TU Darmstadt fühlt sich das Team in Rhein-Main bisher pudelwohl. „Wir haben hier in Wiesbaden ein großes und starkes Netzwerk an alten Bekannten. Das sollte man gerade in der Frühphase nicht unterschätzen.“, so Simon.

Der nächste Schritt ist der Auftritt auf der CeBIT, wo man sich als Ausgründung einer hessischen Hochschule auf dem Landes-Stand präsentieren kann. Neben Einblicken in die Kullo-Software und dem persönlichen Austausch wird es dort möglich sein, die persönliche Kullo-Adresse im Format „mein.name#kullo.net“ vorzumerken.

Bis dahin wirbt das Startup mit der Aktion „Show Kullo some Love“ um Stimmen für den „made in .de“ Award, der mit 25.000 € dotiert ist. „Das Geld wird direkt in die Softwareentwicklung fließen“, versichert Simon: http://kullo.net/show-love/

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