gradeviewKürzlich haben wir Euch das Startup GradeView.de vorgestellt: „2.000 Studenten vergleichen ihre Noten„.

Wir haben den Co-Gründer Max Weber um ein Interview gebeten.

Max GradeView.de

RMS: Bitte stelle Dich uns kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Max (23). Ich habe Anfang des Jahres 2013 zusammen mit Jonas (25) GradeView.de gegründet, das erste Portal, das Notenmanagement, Leistungsvergleich und Recruiting miteinander verbindet.

RMS: Wie kam es zur Gründung von Eurem Startup?

Während unseres Studiums haben wir festgestellt, dass so ziemlich jeder unserer Kommilitonen in irgendeiner Art und Weise seine Noten verwaltet bzw. sein Studium plant – meistens in einem kleinen Excelsheet. Auch ist es im Studium nicht anders als in der Grundschule: Man interessiert sich nicht nur für seine eigenen Noten, sondern möchte immer auch wissen, was die Anderen geschrieben haben. Außerdem waren wir genervt von einer Vielzahl an Karrierenewslettern mit Stellenanzeigen, die nicht zu unserem Profil bzw. Interessen gepasst haben. Damit war die Idee für GradeView.de geboren.

GradeView.de nochmal einfach in drei Schritten erklärt:

  1. Noten & Keyfacts zum Lebenslauf eintragen.
  2. Statistiken bekommen und anonym vergleichen. („wie gut sind die Anderen?“, „wie viel Praxiserfahrung haben die Anderen?“, „waren die Anderen im Ausland?“ etc.)
  3. Zum eigenen Profil passende Stellenangebote erhalten.

RMS: Wie habt Ihr die Finanzierung des Startups gestemmt?

Die ersten Monate haben wir aus unserem Ersparten finanziert. Das war möglich, da wir relativ lean aufgebaut sind. Wir haben das Produkt sehr nah am Studenten entwickelt, viel mit Prototypen gearbeitet, somit unser Produkt iterativ verbessert und jede Menge Entwicklungskosten gespart. Zur Skalierung von GradeView.de kommen wir um eine Finanzierung allerdings nicht drum herum, sodass wir aktuell auf der Suche nach Investoren sind. Einen Co-Investor konnten wir bereits gewinnen.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Der größte Stolperstein war eindeutig der Start. Am Anfang ist man immer der größte Spinner. Ein guter Bekannter von mir, dem ich als Ersten von der Idee erzählte, sagte mir: „Das ist die schlechteste Idee, die du jemals gehabt hast.“ Speziell am Anfang einer Idee muss man sehr hartnäckig sein.

Eine weitere große Herausforderung ist ein fähiges Team zu finden. Speziell die Suche nach Entwicklern ist sehr schwierig. Umso glücklicher sind wir, dass wir mittlerweile 2 Hardcore-Entwickler im Boot haben.

RMS: Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr mittlerweile an Eurem Startup?

Unser Team besteht mittlerweile aus 4 Leuten, wovon 2 Entwickler sind und 2 kaufmännischen Hintergrund mitbringen. Aktuell suchen wir einen Android- und einen Webentwickler – meldet euch bei uns!

RMS: Was macht Ihr, um den Bekanntheitsgrad von Eurem Startup weiter auszubauen?

In erster Linie setzen wir auf Campus Scouts, ein Konzept das z.B. auch studivz damals erfolgreich gemacht hat. Campus Scouts sind Studenten, die an ihrer eigenen Uni für GradeView.de werben. Diese werden von uns erfolgsabhängig bezahlt. Auch hier sind wir auf der Suche nach weiteren Campus Scouts – meldet euch bei uns!

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?

GradeView.de soll sich in den nächsten Jahren als eine Selbstverständlichkeit für Bachelor- und Masterstudenten etablieren. Damit wird es auch zu einer attraktiven Recruiting und Employer-Branding Plattform für zahlreiche Unternehmen.

RMS: Wie siehst Du den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Generell sind wir dem Rhein-Main Gebiet sehr verbunden. Jonas und ich sind dort beide aufgewachsen.

Rhein-Main hat den Vorteil, dass die Hochschuldichte verhältnismäßig hoch ist und man so bessere Möglichkeiten zur Verstärkung des Teams hat. Infrastrukturmäßig spielt Rhein-Main natürlich ganz oben mit.

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Du anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtest?

Einen Tipp, den ich von einem anderen Gründer erhalten habe, kann ich uneingeschränkt weitergeben: Iteratives testen. Speziell in Deutschland wird dazu geneigt, Produkte bis ins letzte Detail zu entwickeln, aber leider am Markt vorbei. Wer sein Produkt in iterativen Zyklen entwickelt, kann eine Menge Geld sparen.

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