Gründerfrühstück / Heimathafen Wiesbaden

Am 22. Januar 2014 luden Paul Herwarth von Bittenfeld, Dominik Hofmann und Abi von Schnurbein einmal wieder zum Gründerfrühstück ein. Paul erweckte dieses Blog zum Leben. Dominik und Abi erschufen den heimathafen Wiesbaden, einen im Rhein-Main-Gebiet einzigartigen Ort, an dem einige Kaffee trinken, manche der Arbeit nachgehen und alle besondere Begegnungen suchen.

Und wozu ist so ein Gründerfrühstück gut? Es bringt unterschiedliche Menschen zusammen, die Leidenschaft für Projekte wecken, manch ein Vorurteil beseitigen und dabei warme Croissants genießen.

Torsten Schreiber von Gründertaxi war schon oft dabei. Wer von ihm noch nichts gehört hat, läuft ihm in Zukunft sicherlich noch über den Weg. Denn das Gründertaxi möchte seine Position im Rhein-Main-Gebiet festigen. Schaut man sich die spannenden Projekte im Portfolio an, glaubt man sofort: es wird gelingen. Und da ist noch etwas: der stärker werdende Fokus auf Sozialunternehmertum. „Social Entrepreneurship“ ist nämlich kein Trend, der verschwindet. Dessen sind sich alle in der Runde sicher. Viele setzen dieses Konzept bereits um.

So wie Simon Warta und Christian Schachmann von Kullo. Sie fanden ein Geschäftsmodell, das dazu beiträgt, Meinungsfreiheit und Demokratie in einer zunehmend digitalisierten Welt zu erhalten. Aus der tiefen persönlichen Überzeugung heraus, dass es auch online möglich sein muss, eine vertrauliche Unterhaltung zu führen, entstand ihr Produkt: sichere Kommunikation.

Floria Hofmanns Geschäftsidee ist zwar noch streng geheim. Aber sie besitzt bereits ein Patent auf ein Bekleidungsstück, das ausschließlich in Deutschland hergestellt wird. Der notwendige Stoff kommt aus Österreich. Mit Alex Boerger fand sie jemanden, der Start-ups zu professionellen Videos verhilft. Alex, der auch für dieses Blog schreibt, möchte gerne mit Menschen auf gleicher Augenhöhe zusammenarbeiten und sie nicht zu etwas verführen, was ihnen nichts bringt. Dieser Leitsatz gilt auch für Marcus Muthspiedl von hello-it. Für ihn war es leicht, sich von der Konkurrenz zu unterscheiden: Kunden bekommen bei Marcus nur die Lösungen, die sie wirklich benötigen. Klingt einfach, ist es auch. Machen aber wenige. Betreuer von Microsoft-Netzwerken haben in Sachen „sozial“ scheinbar noch Nachholbedarf.

Gründer stehen am Anfang vor vielen Herausforderungen. Die Wahl der richtigen Geschäftspartner ist eine der größten. Marian Meier-Andrae sucht gerade dringend einen Mitgründer für ein Start-up im wachsenden Markt für Oldtimer. Auch er muss sich mit dem Thema auseinander setzen: Wie sucht man den richtigen Partner aus? Jannis Borgers und Miriam Wagner von IMMERWIEDER DESIGN wissen aus eigener Erfahrung eines: Ein Gründer braucht jemanden, dem er vertrauen kann. Und wie gewinnt man Vertrauen? Wenn man ein Studio für interdisziplinäre Gestaltung führt, das Start-ups unterstützt, geht das, indem man nicht immer blind das tut, was der Kunde sagt. Sondern immer wieder Fragen stellt. Auch unbequeme. Und manchmal welche, die zunächst abschrecken. Am Ende wird der Gründer dankbar sein.

Das sieht auch Paul Gerlach von inOrange communication so. Paul ist ein erfahrener Kommunikator, der an das hohe Kreativpotential in der Rhein-Main-Gründerszene glaubt. Seiner Meinung nach nimmt die Umwelt von der positiven Aufbruchsstimmung nicht allzu viel wahr. Also leistet er einen Beitrag dazu, dass sich das ändert. Das tut auch Karim Mustaghni. Karim ist Mitbegründer des NEXT B2B Forums Rhein//Main. 150 Verantwortliche aus verschiedenen Sektoren treffen bei dieser Veranstaltung aufeinander. Das Ziel: Frankfurt und das Rhein-Main Gebiet sollen zu einem der wichtigsten Standorte für B2B Start-ups in Europa werden. Denn das Organisationsteam glaubt an das immense Potential der Region – hier gibt es gute Universitäten und Fachhochschulen, eine hervorragende Infrastruktur und viele potenzielle Start-up Kunden. Falls Du also ein spannendes B2B Start-up auf der Suche nach Kontakten bist, wichtige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft oder Bildung triffst oder Sponsor werden möchtest – im Juni 2014 ist es soweit.

Aber bis dahin: zurück zum Sozialunternehmertum und einem Projekt, das alle Teilnehmer des Gründerfrühstücks begeisterte. Schon mal etwas von den JOBLINGEN gehört? Nein? Dann wird es Zeit. JOBLINGE ist eine Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit. In einem sechsmonatigen Programm erwerben die Jugendlichen wichtige Qualifikationen, trainieren soziale Kompetenzen und erarbeiten sich einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Professionelle Teams sowie persönliche Mentoren stehen ihnen dabei zur Seite. Im Rhein-Main-Gebiet werden solche Mentoren noch gesucht. Das ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit zu helfen. Philipp Haines in Frankfurt oder Duygu Cakir in Wiesbaden erzählen Dir gerne alles über dieses Projekt. Sie freuen sich auf zahlreiche Freiwillige.

Ich wiederum freue mich auf das nächste Gründerfrühstück. Und jeden, der auf verantwortungsvolle Marketing-Lösungen setzt und die Welt ein klein wenig sozialer macht.