presse_bildWelcher Gründer und welche Gründerin möchte nicht direkt zum Start von einem der großen Blogs gefeatured werden? Im Rahmen der LeanConf in Manchester hat Martin Bryant, Chefredaktur vom bekannten Tech-Blog The Next Web, darüber gesprochen, wie Startups sich optimalerweise bei einer Kontaktaufnahme verhalten, um wirklich die gewünschte Promotion zu erhalten.

Vorbereitungen, die getroffen werden sollten

Startups sollten nicht einfach drauf los legen und direkt Journalisten oder Blogger kontaktieren, sondern vorab ein paar Vorbereitungen getroffen haben:

  • Besteht bereits eine erste Version des Produkts? Eine reine Idee wird in der Regel keine Aufmerksamkeit finden.
  • Infografiken und Crowdfunding-Projekte bekommt die Redaktion von The Next Web tagtäglich gepitched, so dass das nicht mehr reicht, um einen Blogpost zu erhalten. Als Infografiken und Crowdfunding noch etwas ganz Neues waren, wurde es hingegen sehr gerne in Anspruch genommen. Infofern: Die Augen offen halten, was es für neue, spannende Trends gibt, und diese für sich nutzen.
  • Gibt es einen Anker für die Pressemitteilung und die Kontaktaufnahme? Üblicherweise wäre das ein Produkt-Launch, ein bedeutendes neues Feature, ein bedeutender Meilenstein (die Betonung liegt auf bedeutend!) oder auch eine persönliche, spannende Nachricht oder Personalie aus dem Unternehmen. Es kann auch sinnvoll sein, „Packages“ zu bilden und mehrere Anker für eine Meldung zu nutzen. Ein Beispiel dazu: Einen bedeutenden User-Zuwachs kombinieren mit einem wichtigen neuen Feature-Release in einer Meldung zusammenfassen.

Den richtigen Ansprechpartner finden

Die meisten Blogger und Redakteure haben einen bestimmten Branchen- oder Themen-Fokus. Es sollte darauf geachten werden, dass der richtige Kontakt gewählt wurde. Dafür kann man sich z.B. anschauen, was diese Person zuletzt so veröffentlicht hat.

Typische schlechte Pitches

Diese schlechten Pitches hat Martin schon häufiger erlebt:

  • „Wir möchten Dir die Möglichkeit geben, mit unserem CEO zu sprechen“ – Die Gründer wollen in der Regel selbst den Kontakt zur Presse haben. Es so darzustellen, als ob der Redakteur froh sein soll, mit dem CEO sprechen zu dürfen, ist keine gute Idee.
  • Pitches ohne Links und gute weiterführende Informationen werden meist nicht weiter verfolgt.
  • Sehr formale Pressemeldung, die sich schlecht übertragen lässt.
  • Unverständliche Meldungen, ggf. mit vielen Fremdwörtern und lächerlichen Namen.
  • Zu persönlich in der Ansprache werden, wenn man den Blogger/Redakteur noch gar nicht persönlich kennt.

Am besten also vermeiden, in eines dieser schlechten Muster zu verfallen.

Tipps für einen guten Presse-Pitch

Martin hat auch ein paar Tipps gegeben, was einen guten Pitch bzw. eine gute Kontaktaufnahme ausmacht.

  • Kurz und auf den Punkt halten.
  • Den Redakteur/Blogger nicht penetrieren oder belästigen.
  • Zurückhaltend mit Embargos oder „exklusiven Meldungen“ sein.
  • Beziehungen zu den Redakteuren aufbauen, persönliche Gespräche bei Events und anderen Anlässen suchen.
  • Einen guten Pressebereich auf der Website vorhalten, auf dem sich u.a. das Logo in verschiedenen Auflösungen, die bisherigen Pressereleases, Grund-Informationen über das Unternehmen finden.

Ich hoffe, diese Tipps helfen Euch. Natürlich freuen auch wir bei Rhein-Main-Startups uns, wenn Ihr diese Tipps befolgt.

Foto: barockschloss

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