Gründungsinteressiert ? Aber wer kann mich bei der Umsetzung meiner Idee unterstützen? Welche Informationen gibt es und welche Netzwerktreffen kann ich aufsuchen?

Die Gründungslandschaft in Mainz ist sehr vielfältig. Da haben es interessierte Gründerinnen und Gründer durchaus schwer in der richtigen Auswahl von Beratungs- und Unterstützungsorganisationen. Sie wissen zunächst oft nicht, an welche Organisationen sie sich vertrauensvoll wenden können und welche Organisation für welche Art der Gründung bzw. Fragestellung zuständig ist. Andererseits stehen Organisationen teilweise selbst vor der Herausforderung ihre Gründerinnen und Gründer an die richtigen Ansprechpartner weiterzuempfehlen.

Die Fachhochschule Mainz hat sich daher dieser Thematik angenommen und mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums des Inneren, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz das Projekt Gründen-in-Mainz gestartet. „Mithilfe des Projektes können Gründerinnen und Gründer aus der Fülle an verfügbaren Informationen in Mainz systematisch recherchieren“, so Dr. Stefan Weiler aus dem Innenministerium.

Der Präsident der Fachhochschule Mainz, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Muth erklärt: „Wir sehen uns seit mehr als 13 Jahren auf dem Weg, Gründerhochschule am Standort Mainz zu werden. Als erste Hochschule in Rheinland-Pfalz haben wir mit Unterstützung der Stadt, den Kammern IHK und HWK- sowie der ISB einen Gründungslehrstuhl eingerichtet. Nun haben wir mit Mitteln des Landes seit drei Jahren landesweit die erste fachbereichsübergreifende Professur im Bereich unternehmerisches Denken und Handeln etablieren können. Seit einem Jahr betreiben wir zusammen mit der Universität und der Universitätsmedizin in Mainz das hochschulübergreifende Gründungsbüro, das an unserer Fachhochschule angesiedelt ist.“

Aus dem täglichen Beratungsgeschäft des Gründungsbüros kam auch der Impuls, alle Informationen zu gründungsfördernden regionalen und bundesweiten Institutionen mit Ort, Ansprechpartner, Kontaktdaten sowie einer Kurzvorstellung der individuellen Ziele und Angebote zusammen zu stellen. „Als ich mich in der Mainzer Gründungslandschaft orientieren wollte, stellte ich mir die Frage, welche Ansprechpartner für mich als Gründer die richtigen sind“, so Pascal Klein, Mainzer Junggründer und Mitinitiator des Projekts.

„Mit der neuen Homepage www.gruenden-in-mainz.de haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass Gründerinnen und Gründer jederzeit einen aktuellen Überblick über das Gründungsgeschehen in Mainz erhalten, denn die Homepage wird von uns regelmäßig aktualisiert“, so Dr. Sabine Hartel-Schenk, Projektleiterin des Gründungsbüros in Mainz. „Zudem sind wir dankbar für Anregungen zur Aufnahme von weiteren Inhalten insbesondere durch Gründerinnen und Gründer selbst.“ Neben den vielen Informationen zu den Organisationen gibt Gründen-in-Mainz auch einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten, über Veranstaltungen, Räumlichkeiten, Wettbewerbe und Netzwerktreffen, wo sich Gründungsinteressierte, Gründerinnen und Gründer unter sich austauschen können – und spezielle Angebote für Frauen. „Es ist ausgesprochen wichtig, dass angehende Gründerinnen und Gründer von verschiedenen Seiten Rückmeldungen zu ihrem Vorhaben erhalten“ beurteilt Prof. Dr. Elmar D. Konrad, Leiter des iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Fachhochschule, das Vorhaben. „Wir vermitteln unseren Studierenden die Erstellung eines Business Plans, aber Gründungsinteressierte müssen sehr früh lernen, wie wichtig Netzwerke bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Idee in ein Unternehmen sind.“

Nach den Worten des Mainzer Oberbürgermeisters ist es wichtig, die in Mainz sehr lebendige Gründungsszene möglichst breit aufzustellen. „Jedes Jahr werden technische und kreative Innovationen entwickelt, die das Potenzial für akademische Gründungen besitzen. Welcher Standort für die Ressource „Wissen“ ist da besser geeignet als die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt?“ fügt OB Michael Ebling hinzu.

Der Mainzer Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte betont: „Mainzer Gründerinnen und Gründer sollen das Gefühl haben, gut aufgehoben zu sein und in Mainz über eine Infrastruktur zu verfügen, die Unternehmertum fördert und unterstützt.“ Zu einer solchen Infrastruktur gehören starke Netzwerke (Gründungs- und Expertennetzwerke) und eine transparente und aktive Förderlandschaft. „Daher haben wir seit Juli 2013 in Mainz einen Gründerlotsen, der neben dieser sehr hilfreichen Information auf der Homepage Gründen-in-Mainz.de auch alle Organisationen zusammen bringen soll und von Seiten der Stadt als Ansprechpartner zur Verfügung steht“, so Sitte weiter. Gründen-in-Mainz liefere einen wesentlichen Beitrag bei der Umsetzung dieser Zukunftsvision.

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