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Christiane und Joachim von justso aus Frankfurt dürfte vielen von Euch bereits ein Begriff sein. Die beiden Gründer sind regelmäßige Teilnehmer beim Gründerstammtisch in Frankfurt und zahlreichen anderen Veranstaltungen für Gründer im Rhein-Main-Gebiet. Beim Lean Startup Circle FrankfurtRheinMain sind sie auch selbst als Co-Organisatoren tätig.

RMS: Bitte stellt Euch uns kurz vor. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Justso ging in diesem Jahr mit uns – Christiane Gerigk und Joachim Schirrmacher – an den Start. Wir beide bringen immens viele Erfahrungen aus größeren und kleineren Web-Entwicklungsprojekten mit. Christiane mit dem Hintergrund der Beraterin und Managerin, Joachim als Informatiker.

Justso unterstützt Gründer und innovative Unternehmer dabei, neue Geschäftsideen mit Web-Technologien zu realisieren. Wir stehen den Gründern bei der Realisierung ihrer Internetideen mit Rat und Tat zur Seite.

RMS: Warum sollte ich als Gründer auf die Unterstützung von justso zurückgreifen?

Für eine Vielzahl von Gründungsprojekten sind Web- oder Mobile-Anwendungen ganz zentral. Oftmals haben die Ideengeber jedoch selbst wenig oder keine Erfahrung mit der Softwareentwicklung. Die wenigsten waren jemals zuvor Auftraggeber eines Softwareprojektes oder gar mit Fragen der Technologieauswahl befasst. Oftmals greifen gerade jüngere Gründer auf einen Programmierer im Freunds- und Bekanntenkreis zurück, der ihnen eine erste Lösung in Aussicht stellt.

Leider erleben wir sehr häufig, dass dieser Weg scheitert. Wo anfangs nur die Kompetenz des Programmierens im Vordergrund stand, wird bald deutlich, dass ein Softwareprojekt kein Selbstläufer ist. Damit aus einer guten Idee eine gute Anwendung wird, benötigt es eine Reihe von Klärungs- und Kommunikationsprozessen. Werden diese aus Gründersicht nicht kompetent gesteuert, ufert ein zunächst einfach geglaubtes Projekt aus.

Die Beratung durch Justso versetzt Gründer in die Lage, ihr Gründungsvorhaben und die eng damit verbundene Softwareentwicklung von der Idee bis zum Going-Live zielgerichtet zu steuern. Mit unserem Netzwerk an Entwicklern erstellen wir besonders kostengünstig erste Prototypen zum Nachweis der Machbarkeit einer Gründungsidee und entwickeln anspruchsvolle Web- und Mobil-Anwendungen.

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Joachim und Christiane von justso

RMS: Wie seid Ihr auf den Namen für Euer Startup gekommen?

Erst mal ist es ein Akronym für unsere ursprüngliche Bezeichnung „JUmp STart SOlutions“. Wir wollen Ideen den notwendigen Anfangs-Kick geben, damit sie erfolgreich starten. Aber „Justso“ drückt auch die Einfachheit aus, die IT-Projekte per se zwar nicht haben, die wir aber für unsere Kunden erreichen wollen. Das Schwierige wollen wir verständlich und für Gründer bewältigbar machen.

RMS: Wie habt Ihr die bisherige Finanzierung des Startups gestemmt?

Wir finanzieren unser Unternehmen bisher vollständig aus eigenen Mitteln. Wir sind aber derzeit in Gesprächen, damit wir insbesondere unseren Gründern helfen können, ihre Ideen zu finanzieren.

RMS: Was waren die größten Stolpersteine, die Ihr bisher bei der Gründung und dem Aufbau des Startups überwinden musstet?

Schwierig war – wie so oft – genau die Problemstelle zu finden, an der es unsere Kunden „drückt“. Nur wenn man das wirklich versteht, kann man auch wirklich helfen und damit dann eben auch seinen eigenen Mehrwert leisten. Wir sind gestartet mit einem wirklich praktischen Framework, mit dem unsere Kunden sehr schnell eine erste Lösungsversion bekommen. Tatsächlich sind aber unsere langjährigen Projekterfahrungen viel interessanter und besser nachgefragt. Das mussten wir erst lernen.

RMS: Wo möchtet Ihr in den nächsten 3-5 Jahren mit Eurem Startup stehen?

Justso gilt in Gründerkreisen als engagierter, fairer Partner für die Webentwicklung. Wir arbeiten mit einem Team aus unterschiedlichen Talenten in den verschiedenen Internetdisziplinen. Technologisch behalten wir die Augen offen und können stets zeitgemäß die passenden Lösungen für neue Geschäftsideen anbieten. Justso ist solide finanziert und kann Gründern in der Frühphase finanziell entgegen kommen.

RMS: Wie seht Ihr den Gründungsstandort Rhein-Main? Ist die Region eine gute Gegend für Startups?

Das öffentliche Interesse richtet sich primär auf die Finanzindustrie und global agierende Unternehmen. Dennoch gibt es aktive Kräfte, die die Region für Gründer voran bringen wollen. Für uns ist die Stimmung und die Zusammenarbeit zwischen den Menschen ganz wichtig. Das sehen wir hier in den Gründernetzwerken besonders positiv. Vielleicht ist dann weniger schnell das große Geld zu verdienen. Dafür entstehen eher stabile, organisch wachsende neue Unternehmen. Das gefällt uns!

RMS: Gibt es irgendeinen Tipp, den Ihr anderen Gründern mit auf den Weg geben möchtet?

Früh rauskommen mit der Idee. Feedback nur nicht scheuen, sondern begrüßen und ernst nehmen. Frei nach Ash Maurya (Running Lean): Das Leben ist zu kurz, um etwas zu entwickeln, das keiner will.

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