personal_employeeFachkräftemangel und der demographische Wandel sind bei vielen Firmen immer noch das Thema Nummer eins, wenn es um die Personalbesetzung geht. Unternehmen erwarten, dass sie in Folge dessen im Jahr 2013 ein Drittel der offenen Stellen nur schwer und knapp 6% überhaupt nicht besetzen können. Das ergibt eine repräsentative Studie des Jobportals monster.

Für die Unternehmen gilt es, sich neue Wege der Personalbeschaffung einfallen zu lassen. Gerade kleinere Firmen, die nicht auf einen bekannten Namen bauen können, haben es da noch schwerer. Viele Berufseinsteiger legen Wert darauf, in einem bekannten Markenunternehmen ihre Karriere zu beginnen. Sie erhoffen sich von größeren Konzernen bessere Aufstiegschancen und mehr Gehalt. Da können die kleineren oft nicht mithalten.

Um trotzdem gutes Personal zu finden, setzen viele KMUs und Startups auf Kontakte innerhalb der Firma. So erhofft man sich, durch sogenanntes „Word of Mouth“ bereits im Vorfeld ein gutes Image im Freundes-und Bekanntenkreis seiner Mitarbeiter zu schaffen. Der passende Mitarbeiter kann so eventuell schon ohne aufwändige Stellenanzeigen gefunden werden. Doch dazu muss natürlich das Arbeitsklima im Unternehmen zufriedenstellend sein.

Immer wichtiger werden auch die sozialen Medien. Jedes zweite Unternehmen beurteilt laut der monster Recruiting-Trends Studie 2013 den Einsatz von Social Media bei der Personalbeschaffung als positiv. Auch die kürzlich veröffentlichten linkedin Recruiting Trends prognostizieren in der Nutzung von sozialen und beruflichen Netzwerken einen langfristigen Trend. Hierbei spielen Xing und Facebook die größte Rolle. Doch nicht nur Arbeitgeber sehen sich nach geeigneten Kandidaten im Internet um. Besonders seitdem Xing das Arbeitgeberbewertungsportal Kununu übernommen hat, werden wohl auch immer mehr qualifizierte Arbeitskräfte ihren potentiellen Arbeitgeber auf Herz und Nieren in den sozialen Netzen prüfen.

Beide Trends erfordern, dass die Belegschaft mit dem Arbeitsplatz zufrieden ist. Denn so schnell wie manche Hotels auf diversen Bewertungsportalen fast in den Ruin getrieben wurden, so kann auch Arbeitgebern Bewerbermangel drohen, wenn ausschließlich negative Berichte über sie erfolgen. Firmen planen im Zuge dessen, verstärkt auf die Wünsche der Mitarbeiter einzugehen. Gedacht ist da an interne Weiterbildungen, flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit, im Home Office arbeiten zu können.

Klingt auf den ersten Blick vielversprechend. Doch wie wollen Unternehmen das umsetzen? Bei allen drei Überlegungen ist klar, dass sich zeitweise ein oder mehrere Mitarbeiter für bestimmte Zeit nicht am Arbeitsplatz befinden. So mag die meiste Arbeit beispielsweise im Home Office gut von zu Hause aus erledigt werden. Aber was ist mit den Anrufen während einer Schulung oder nach 14 Uhr, wenn die Teilzeitmitarbeiter schon zu Hause sind? Beauftragt man hingegen einen externen Telefonserviceanbieter, werden die anrufenden Kunden optimal betreut und man selbst kann an einem Seminar teilnehmen oder den wohl verdienten Feierabend genießen. Gerade für Startups, die sich nicht extra für die Sekretariatsarbeiten eine zusätzliche Vollzeitkraft leisten können, ist das die beste Lösung.

Auch „Mobile Recruiting“ ist ein Trend, der sich immer stärker etabliert. Da gerade junge Menschen mittlerweile fast ausschließlich über mobile Endgeräte kommunizieren und sich Informationen beschaffen, müssen auch hier die Unternehmen mitziehen. Die Firmenhomepage sollte daher für die Nutzung auf mobilen Geräten optimiert werden – seit Mitte Juni werden Seiten, die nicht optimiert sind, sogar von Google abgestraft, beispielsweise durch schlechteres Ranking. Auch Online-Anzeigen erleben einen Umschwung. So gehen derzeit acht von zehn Firmen davon aus, dass Online-Stellenanzeigen zunehmend dynamische Elemente, wie Videos oder Links zu Facebook-Seiten enthalten sollten, um die Aufmerksamkeit der potentiellen Mitarbeiter zu wecken.

In vielen Unternehmen sind derartige Maßnahmen bis dato noch nicht ausreichend umgesetzt. Allerdings ist das Bewusstsein durchaus vorhanden, dass herkömmliche Bewerbungsprozesse vielleicht komplett verschwinden könnten. Für die Zukunft ist daher eine deutliche Umstrukturierung geplant und man darf gespannt sein, welche weiteren Trends sich daraus entwickeln.

Über den Autor:

Tamara Kraus ist als Praktikantin im Marketing bei der Firma ebuero AG tätig. Der Anbieter von Büroservice und Telefonservice konnte 2011 bereits sein zehnjähriges Firmenjubiläum feiern. Mit dem mehrsprachigen 24-Stunden-Service gehört das Berliner Unternehmen zu den Pionieren in der Telefonservicebranche.

Foto: Victor1558 bei Flickr

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