Eine Studie des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass immer weniger Unternehmen gegründet werden. Die Zahl der gegründeten Großbetriebe sinkt im ersten Quartal 2013 um 7,6 %, die der Kleinunternehmen um 8,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Doch was sind die Ursachen für diesen Gründungsrückgang?

In erster Linie spielen bei einem Gründungsgedanken finanzielle Risiken beziehungsweise fehlendes Kapital eine entscheidende Rolle. Nicht jedes Konzept kann vorerst von zu Hause aus verwirklicht werden, um die Tragfähigkeit der Geschäftsidee möglichst ohne großes Risiko zu testen. Oft werden einfach von Beginn an Personal und Büroräume benötigt, um das Geschäft zum Laufen zu bringen. Doch gerade in der Anfangsphase, die noch nicht sehr gewinnbringend ausfällt, sind die dabei anfallenden Kosten kaum zu tragen. Bei vielen platzt der Traum von der Selbstständigkeit wie eine Seifenblase, sobald realisiert wird, welche Kosten auf den Gründungswilligen zukommen. Doch gerade in Bezug auf Personal und geeignete Büroräume gibt es flexible und günstige Alternativen.

Büro- und Telefonserviceanbieter bieten dahingehend ihre Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit an. Um das Telefon zu betreuen, müssen Startups zum Beispiel nicht unbedingt eine eigene Sekretärin einstellen. Dieser Schritt wäre für den Anfang auch zu kostenintensiv. Anders dagegen der Service flexibler Telefonsekretariate. Die Dienstleistung verursacht nur dann Kosten, wenn eine der Sekretärinnen auch tatsächlich einen Anruf entgegennimmt. Und was die Büroräume betrifft, bietet der Markt mittlerweile auch eine passende Lösung für mehr Flexibilität und somit geringere Fixkosten. Die sogenannten Business Center können an repräsentativen Standorten zeitweise gemietet werden. Steht ein Meeting mit einem wichtigen Geschäftskunden an, kann das Büro auf Zeit optimal dafür genutzt werden. Das gut ausgestattete Business Center wirkt sich zudem positiv auf das Image der eigenen Firma aus. Das ist definitiv die bessere Variante, als den Interessenten zwischen Babywiege und Laptop im heimischen Arbeitszimmer zu empfangen. Für die restliche Büroarbeit kann dann immer noch das Home Office genutzt werden.

Allerdings gibt es auch schon vor der Gründung Faktoren, die das Scheitern regelrecht begünstigen. Der Hauptgrund, warum eine Geschäftsidee erst gar nicht in die Tat umgesetzt werden kann, ist bei vielen das fehlende kaufmännische Know-how. So ist bei der Erstellung eines Businessplans, entgegen der allgemeinen Handhabung, darauf zu achten, dass er noch viel mehr leisten sollte, als nur die Bank von einer Kreditvergabe zu überzeugen. Für eine langfristige Existenz ist eine realistische Einschätzung aller Kosten und potentiellen Einnahmen unerlässlich. Neben einem aussagekräftigen Businessplan ist ebenso wichtig, dass alle laufenden Prozesse professionell bewerkstelligt werden. Dazu gehören unter anderem die Buchhaltung, das Marketing, sowie Vertriebs- und Einkaufstätigkeiten. Gerade Grundlagen wie die Buchführungspflicht oder diverse Steuergrundsätze sind oft Stolpersteine. Unwissenheit wird in der Geschäftswelt allerdings nicht toleriert und kann daher das Aus für das junge Unternehmen bedeuten. Ist das nötige betriebswirtschaftliche Wissen also gar nicht oder nur unzureichend vorhanden, sollte sich unbedingt Hilfe von außen geholt werden. Und das bestenfalls schon vor der Gründung. Was viele nicht wissen – der Staat bezuschusst diverse Beratungsprogramme für Startups sogar.

Es gibt jedoch auch angehende Unternehmer, die eine hervorragende Geschäftsidee und alle wichtige Voraussetzungen haben, sich aber dennoch davor scheuen, diese in die Tat umzusetzen. Diese Unsicherheit ist durchaus berechtigt. In manchen Branchen sind die Markteintrittsbarrieren so hoch, dass die Chancen relativ gering sind, in diesem Markt überhaupt Fuß zu fassen. Werden diese, sowie die Marktaustrittsbarrieren allerdings im Vornherein ausgiebig geprüft, sind schon einmal die wesentlichen Rahmenbedingungen bekannt und eine realistische Einschätzung möglich. Dabei sollten im Gegensatz zu den Eintrittsbarrieren die Austrittsbarrieren niedrig genug sein, um notfalls den Markt problemlos wieder verlassen zu können. Hindernisse wie zu starke Konkurrenz innerhalb der Branche oder auch die Macht der Kunden in Bezug auf Preissenkungen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Fehlen dem Gründer dafür die wirtschaftlichen Basics, können auch für diese Analysen externe Berater hinzugezogen werden, die aussagekräftige Marktdaten liefern können. Man sollte sich nach all diesen Hürden aber vor Augen halten, dass der Gründungsrückgang auch eine Gefahr für den Markt an sich darstellt. Deutschland braucht Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und diesen erfolgreich meistern. Denn andernfalls werden immer weniger neue Arbeitsplätze geschaffen, die dringend benötigt werden. Man sieht, dass manche zuvor unlösbaren Hindernisse mit wenig Aufwand bewältigt werden können. Vielleicht überdenkt daher der ein oder andere seine bereits verworfene Idee nochmal, sich selbstständig zu machen. Dann sehen die Zahlen der nächsten Gründungsstudie auch wieder positiv aus.

Über den Autor:

Tamara Kraus ist als Praktikantin im Marketing bei der Firma ebuero AG tätig. Der Anbieter von Büroservice und Telefonservice konnte 2011 bereits sein zehnjähriges Firmenjubiläum feiern. Mit dem mehrsprachigen 24-Stunden-Service gehört das Berliner Unternehmen zu den Pionieren in der Telefonservicebranche.

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