Pünktlich zum einjährigen Bestehen fand am 5.12. das bisher größte Event von TiE Deutschland statt. Die seit dem auch in Deutschland bestehende Organisation gehört zu einem internationalen Netzwerk aus Unternehmern, Entrepreneuren und Gründern bis hin zu Wissenschaftlern wurde bereits 1992 im Silicon Valley gegründet und hat seit dem das Leitmotiv „Fostering Entrepreneurship Globally“. The indus Entrepreneurs (TiE) haben derzeit rund 13,000 Mitglieder in 17 Ländern. Durch Bildung, Mentoring und Networking soll eine internationale Zusammenarbeit von Entrepreneuren und künftigen Entrepreneueren gefördert werden. Die Veranstaltung letzten Mittwoch im Intercontinental Hotel in Frankfurt hat diese drei Hauptaufgaben sehr klar zum Vorschein gebracht. Den Anfang des Events bildeten Keynote Speeches, die nicht nur technisches Wissen sondern darüber hinaus auch wertvolle Erfahrungen der seit Jahren im Entrepreneurship Bereich tätigen Sprecher vermittelten.

Eröffnet wurde das Event vom H. E. Shri Taranjit Singh Sandhu, dem Generalkonsul von Indien in Frankfurt. Er betonte die Wichtigkeit der Förderung eines stabilen Entrepreneurship Ökosystems, die entscheidend zur  Innovation, Wachstum und Beschäftigung beiträgt, die Hauptaufgabe von TiE. Des Weiteren betonte er den förderlichen Austausch zwischen Indien und Deutschland. Allein im vergangenen Jahr sind rund 24.000 neue Jobs in Deutschland von indischen Unternehmen geschaffen worden. Die Stärke Indiens läge dabei vor allem bei der dynamischen, jungen und gut ausgebildeten Bevölkerung des Landes unterstützt von dem größten human resource development program in den ganzen Welt.

Prof. Michael Woywode, Inhaber des Lehrstuhls für Mittelstandsforschung und Entrepreneurship sowie Leiter des Instituts für Mittelstandsforschung an der Universität Mannheim, erklärte eindrucksvoll die Rolle von sozialen Netzwerken im Entrepreneurship. Unternehmerischer Erfolg hängt zumeist von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, demnach ist man nach Ansicht von Prof. Woywode nie allein als Gründer, es sei denn man ist ein wahrer Generalist (wenn es sie denn wirklich gibt…).

Folglich ist jeder Entrepreneur in ein soziales Netzwerk eingebettet und dieser soziale Kontext sei entscheidend, da es sowohl dein Wachstum, als auch deine Überlebenschance bestimmt. In seiner Forschung hat er dabei festgestellt, das in diesem Kontext vor allem die Macht bei schwachen Verbindungen liegt, insbesondere bei sogenannten “Brokern”, die die Szene gut kennen und einen vermitteln können an Experten, potentiellen Partnern, insgesamt Menschen, die wirklich entscheidend sind für das Stehen und Fallen des eigenen Projekts.

Die Rede mit dem unumstritten größten Entertainment Charakter an dem Abend war die von Ramesh Krishnan, CEO der R&M Group
 und erfahrener Visionär im Bereich erfolgreicher Unternehmenstranformationen. Bevor er zum technischen Teil seiner Rede über MBOs und M&As ging, forderte er das Publikum auf sich zu fragen: “ fühle ich mich morgens sexy, wenn ich in den Spiegel schaue”, gefolgt von der Aufforderung nach links und rechts zu schauen und sich dann zu fragen, ob man seinen Nachbarn sexy findet. Eine Bitte die zu allgemeiner Belustigung beitrug, aber auch eine wichtige Botschaft hatte: “Entrepreneure fühlen sich sexy, sie glauben an sich und das müssen sie auch um erfolgreich zu sein – jeden Tag”. Zudem betonte er auch die Wichtigkeit von gutem Mentoring, da heute die Bildung zum allergrößten Teil darauf beruhe gute Angestellte auszubilden, eine Quelle für Wissen zu Entrepreneurship sei somit unerlässlich.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden neben weiteren Reden auch die zwei Gewinner eines Pitch-Wettbewerbs für junge Startups, organisiert von Frappe, vorgestellt. Die Mannheimer Studenten und Team hinter dem Konzept, Artur Schreiber, Sebastian Klein, Felix Lander von SponsoRun, der App bei der man seine gelaufenen Kilometer gegen Gutscheine bei teilnehmenden Unternehmen eintauschen kann, räumten den ersten Platz ab. Gefolgt von dem Premiumbierhersteller St.Erhard von Christian Klemenz und Vincent Osterloh, der Bier speziell für den indischen Markt kreiert hat.

Im Anschluss folgte ein Get-together mit indischem Essen und möglicherweise neuen indisch-deutschen Geschäftsbeziehungen.

 

Weitere Beiträge zu FRAppe und TiE:

___________
AKTUELLE NEWS AUS DER GRÜNDERSZENE DES RHEIN-MAIN-GEBIETS?
Schenke uns Dein „like“ / „gefällt mir“ bei facebookabonniere unseren RSS-Feed und nutze die Sharing-Funktionen unter unseren Beiträgen. Du kannst auch einen Gastbeitrag schreiben oder Informationen über Dein Startup einreichen.

JETZT NEU: Der StartupDigest für FrankfurtRheinMain. Erhalte wöchentlich eine Mail mit den wichtigsten Tech-Startup-Events.