Neue Serie Startup-Finanzierung:

Aus einer großen Anzahl von Feedback haben wir erfahren, dass unter Gründern ein großes Interesse an dem Thema Finanzierung besteht. Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Serie zu starten und in unregelmäßigen Abständen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten für Startup Unternehmen vorzustellen. Unser Ziel ist es, einerseits die Finanzierungsmöglichkeiten darzustellen als auch mögliche Ansprechpartner vorzustellen und dabei hervorzuheben, dass es nicht „die einzig richtige“ Finanzierung für alle Startup-Unternehmen gibt! Vielmehr ist es sehr wichtig, die für das Gründungsvorhaben passende Finanzierung zu finden und dann auch zu erhalten.

Frankfurter-Gründerfonds:

Unsere Serie möchten wir deshalb mit einem lokalen Anbieter von Microfinanzierungen in Frankfurt beginnen, dem Frankfurter Gründerfonds. Hier folgen wir der Logik, dass alle Startups einmal „klein“ beginnen und mehr als 70% der Gründungsvorhaben in Deutschland nur einen sehr geringen Finanzierungsbedarf benötigen, diesen aber sehr schlecht decken können, weil ihnen zu mehr als 45 % beleihbare Sicherheiten fehlen. Andererseits sind kleine Finanzierungsvolumen für Finanziers zumeist mit einer geringen Rendite aber sehr hohem Risiko und Prüfungskosten verbunden, so dass diese schwer zu erfüllen sind. Mithin steht für diese Gründungen weder die Finanzierung mittels Eigenkapital noch Fremdkapital zur Verfügung.

Dieser Situation hat sich der Frankfurter Gründerfonds, gemanagt von der ConCap GmbH, gestellt und zusammen mit der Stadt Frankfurt, der Hessischen Bürgschaftsbank sowie lokalen Hausbanken als Partner ein interessantes Konzept entwickelt, dass diesen offensichtlichen „gordischen Knoten“ löst.  Das erklärte Ziel ist es Gründungsunternehmen in der Stadt Frankfurt anzusiedeln und hierzu eine Finanzierung mittels Fremdkapital von bis zu € 50.000,– anzubieten. Mittels einer standardisierten  Vorprüfung durch ConCap und einer positiven Zusage durch die Hessiche Bürgschaftsbank ist es den lokalen Partnerbanken auch möglich, Startups zu finanzieren, weil einerseits durch die Vorprüfung eine Referenz geschaffen und andererseits durch die Bürgschaftsbank das Finanzierungsrisiko für die Bank um 80% gemindert wird. Doch wie sieht der Finanzierungsprozess im Detail aus und für welche Startup-Unternehmen ist der Frankfurter Gründerfonds der richtige Ansprechpartner?

Startup-Unternehmen:

Der Frankfurter Gründerfonds finanziert junge Unternehmen in der Startup-Phase, mithin nicht in der Seed-Phase, in welcher die Gründungsidee oder das Produkt erst noch entwickelt werden soll. Voraussetzung ist mithin, dass eine nachhaltige Gründungsidee und ein überzeugender Businessplan mit einem Finanzierungskonzept vorgewiesen werden können und das Unternehmen bereits gegründet jedoch nicht länger als drei Jahren auf dem Markt tätig ist. Der Finanzierungsbedarf des in Frankfurt/M angesiedelten Unternehmens muss zwischen € 2.500,– und € 50.000,– liegen und soll mittels Fremdkapital finanziert werden.


Finanzierungsprozess:

Nachdem das Gründerteam alle Unterlagen zu denen u.a. neben einem aussagekräftigem Businessplan inklusive Finanzplan auch ein aktueller Lebenslauf, ein Nachweis der fachlichen Qualifikation sowie eine Schufa-Auskunft gehören zusammengestellt und eingereicht hat lädt das ConCap-Team nach einer ersten Eingangsprüfung das Gründerteam zu einem persönlichen Interview ein. Hierbei steht neben dem Kennenlernen auch immer die Gründerpersönlichkeit im Vordergrund, mithin die Beurteilung ob das Gründerteam zusammen in der Lage sein wird, den verfassten Businessplan auch in die Tat umsetzen zu können. Ist bis hierhin alles positiv verlaufen, empfiehlt ConCap das Startup an die die Hessische Bürgschaftsbank, welche nach eigener Prüfung der Bürgschaftsanfrage im Idealfall die  Bürgschaftszusage erteilt. Mit dieser kann das Startup-Team im Anschluss die Finanzierung bei einer von 6 Partnerbanken nach dem sogenannten Hausbank Prinzip beantragen. Da die Institute ein eigenes Rating für jedes Startup-Unternehmen erstellen, können die tatsächlichen Zinskonditionen von Institut zu Institut ein wenig variieren. Im Anschluss an die Finanzierung begleitet das ConCap Team die Startups mittels Quartalschecks zur Überprüfung, ob die gesetzten finanziellen Ziele auch erreicht werden.

„Zeit ist Geld“

Viele Gründerteams sehen sich gerade im Finanzierungsprozess einem bürokratischen langatmigen Prozess ausgesetzt und würden sich viel lieber der Entwicklung bzw. Umsetzung der Geschäftsstrategie widmen. Hier ist es wichtig, sich einmal selbst in die Rolle des Finanziers zu versetzen und aus dieser Sicht auch die eigenen Unterlagen zu überprüfen und vorzubereiten. In einem optimalen Ablauf kann die Finanzierung bereits nach ca. 5 Wochen im Anschluss and en Erstkontakt erfolgen und damit die Grundlage für einen nachhaltigen Geschäftserfolg darstellen:

Zusammenfassung:

Der Frankfurter Gründerfonds bietet eine Fremdkapitalfinanzierung bis € 50.000,– für Frankfurter Startups an. Deshalb ist es wichtig, dass der Businessplan in seinem Finanzierungskonzept auch überzeugend darlegt, dass der Kredit vereinbarungsgemäß zurückgezahlt werden kann. Selbstverständlich kann diese Darstellung nur eine erste Information über die Finanzierungsmöglichkeit des Microkredites sein und deshalb lade ich Sie herzlich ein, sich weitere Informationen direkt auf der Homepage des Frankfurter Gründerfonds unter www.frankfurter-gruenderfonds.de anzuschauen und zu überprüfen, ob das Angebot für Ihr Startup eine interessante Finanzierungsalternative darstellt.

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