Was Ebbel-Pläddsjä oder Ebbelwoi-Guutsjer sind, verstehen vermutlich vor allem mit der Frankfurter Kultur vertraute Personen – selbst dann, wenn sie Ingeplackte sind. Mit Apfel- Plätzchen oder Apfelwein-Bonbons können aber mit Sicherheit viele Hessen – und auch Zugereiste (Ingeplackte) – etwas anfangen. Zu kaufen gibt es diese und hunderte weitere Produkte im Kaufhaus Hessen. Geboten wird ein breites Programm von Büchern über Kleidung und Körperpflege bis zu Spielwaren oder Produkten für den Haushalt. Die verbindende Klammer: Die Produkte werden in Hessen hergestellt oder haben einen Bezug zum Bundesland. Die beiden Gründerinnen Kari Deppe und Katja Zöller lassen sich vom Motto „Think global, act local!“ leiten, denn die regionale Herkunft werde den Konsumenten immer wichtiger. Mit hessischen Produkten sind die Gründerinnen in der Kategorie „Mutige Gründung“ nun ins Finale des Hessischen Gründerpreises gekommen.

Ebenfalls ins Finale geschafft hat es Hotelier Petra Baake aus Heusenstamm in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“ mit ihrem Schlosshotel.

Hessischer Gründerpreis

Insgesamt hatten sich 83 Existenzgründer und -gründerinnen für den Hessischen Gründerpreis beworben. Dieser wird in drei Kategorien verliehen: Geschaffene Arbeitsplätze, Mutige Gründung und Innovative Geschäftsidee. 44 Bewerber wurden für das Halbfinale ausgewählt und mussten dort in einer kurzen Präsentation die Jury überzeugen. Neun von ihnen – drei in jeder Kategorie – haben es in die letzte Runde geschafft und gestalten nun auf dem Hessischen Mittelstandstag am 22. September in Baunatal einen Messestand. Dort werden sie von den Besuchern bewertet, je Kategorie wird ein Sieger gekürt.

Arbeitsplätze und Mut statt Umsatz und Gewinn

Der Hessische Gründerpreis soll erfolgreiche und herausragende Gründungen auszeichnen, gute Beispiele hervorheben und Gründungsinteressierten Mut machen. Deshalb kommt es nicht allein auf Umsatz und Gewinn an. Berücksichtigt wurde beispielsweise auch die jeweilige Lebenssituation. Alleine die 44 Unternehmen im Halbfinale haben zusammen 426 Arbeitsplätze geschaffen, davon sind 223 Vollzeitstellen und zwölf Ausbildungsplätze. 67 Gründerinnen und Gründer arbeiten freiberuflich. Die Halbfinalisten 2011 haben doppelt so viele Stellen geschaffen wie die 36 Halbfinalisten aus dem vergangenen Jahr. Die neun Finalteilnehmer beschäftigen zusammen 186 Mitarbeiter, davon 139 in Vollzeit und fünf Auszubildende.

Preisverleihung mit Wirtschaftsminister Dieter Posch

Die feierliche Verleihung des Hessischen Gründerpreises 2011 findet am Abend des 22. September auf dem VW-Gelände in Baunatal bei Kassel statt. Die Preise werden den Gewinnern von Wirtschaftsminister Dieter Posch, vom Leiter der Regionaldirektion Hessen der Agentur für Arbeit, Frank Martin, sowie von Claudia Fräger, Geschäftsführerin der Fräger GmbH, überreicht.

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