Der Heimathafen Wiesbaden – Bericht zu einem Vorab-Besuch von Matthias Gutjahr

Dieser Bericht wurde von Matthias Gutjahr erstellt und auf seinem Blog Sperrobjekt veröffentlicht. Wir danken Matthias für die Erlaubnis, seinen Beitrag hier für Euch zur Verfügung zu stellen.

Immer wieder mal spreche ich mit anderen Selbständigen/Freelancern über das Konzept Coworking-Space. Die meisten äußern dann Bedauern darüber, dass es in Frankfurt, Wiesbaden oder Mainz kaum derartige Angebote gibt. Eine – unvollständige – Übersicht bietet das Portal coworking.de für Hessen und Rheinland-Pfalz.

Dabei ist das Prinzip Coworking gar nicht mehr so neu. Schon vor fünf Jahren habe ich auf dem ersten Frankfurter Barcamp durch Johannes davon gehört. Aber so richtig durchgesetzt hat sich Coworking (hierzulande) bisher offenbar nicht. In letzter Zeit scheint es aber Bewegung zu geben. Gerade hat in Mainz das sympathisch wirkende Work & Friends eröffnet, an der Wiesbadener “Rue” gibt es das Urbanhouse, und das Nizza Loft in der Adolfsallee, von denen ich auch erst vor kurzem erfahren habe.

Heimathafen Wiesbaden: Das zukünftige Café

Heimathafen Wiesbaden: Das zukünftige Café

Anfang August soll nun ein weiterer Coworking-Space in Wiesbaden aufmachen: Der Heimathafen in der Adelheidstraße. Ich habe dem Heimathafen vorab einen Besuch abgestattet und mir die Räume mal angeschaut.

Mit dabei waren noch etwa zehn weitere Interessierte, so dass heute schon erste Kontakte geknüpft werden konnten. Mitgründer Dominik empfing uns im geplanten Café, dessen Eröffnung sich aufgrund von Bauauflagen noch etwas verzögern wird. Mit etwas Fantasie kann man sich aber schon gut vorstellen, dass der große, helle Raum ein sehr entspannter Ort zum Kaffeetrinken, Loungen und auch Arbeiten werden dürfte (siehe Foto oben).

Daneben wird es im Erdgeschoss einen Coworking-Raum mit Arbeitsplätzen für spontane und flexible Coworker geben – allerdings ist er auch der Durchgang zur Café-Toilette, so dass hier gute Konzentrationsfähigkeit gefragt ist. Oder gute Kopfhörer ;-). Andererseits kann hier für kleines Geld ein Großteil der Infrastruktur mitgenutzt werden: Drucker, Konferenzraum usw. Ebenfalls im Erdgeschoss liegt ein weiterer Arbeitsraum für vier “feste” Coworker.

Im Stockwerk darüber befindet sich das Gros der Büros, die bereits am 1. August eröffnet werden sollen, sowie ein weiterer, größerer Konferenzraum und eine Küche. Wer sich hier einmieten möchte, sollte sich beeilen, denn laut Dominik sind bereits viele der ersten 16 Plätze bereits reserviert. Zu Beginn muss noch mit kleineren Renovierungsarbeiten gerechnet werden, die Räume sehen aber jetzt schon ziemlich schick aus.

Hinter dem Coworking Space steckt auch die Idee, ein kreatives Netzwerk in Wiesbaden zu fördern bzw. überhaupt eine Austauschplattform zu schaffen. Daher soll es auch regelmäßig Veranstaltungen wie Freelancer-Stammtische geben (und auch die eine oder andere User-Group könnte dort landen). Außerdem unterstützt die Social Business-Initiative The Grameen Creative Lab das Projekt Heimathafen. Der Bedarf in Wiesbaden ist ganz offensichtlich sowohl vorhanden als auch erkannt.

Ich bin mir nicht sicher, ob so ein Coworking-Arbeitsplatz überhaupt etwas für mich ist, bin aber entschlossen, das herauszufinden. Schließlich fällt einem irgendwann fast die Decke auf den Kopf, wenn man nur im Home Office sitzt. Leistungen und Preise hören sich erst mal gar nicht schlecht an. Wahrscheinlich steht und fällt alles auch mit den potentiellen Coworkern, aber ich erwarte dort mehr oder weniger gleichgesinnte Leute. Von daher kann ich es kaum erwarten, meine ersten Coworking-Erfahrungen zu machen.

Hier noch ein gut 5-minütiges Video, in dem Abi und Dominik, die Heimathafen-Gründer, von der Vision ihres Coworking-Spaces erzählen. Ob sich das Vorhaben als realistisch oder zu idealistisch herausstellt, bleibt abzuwarten; die Chancen, dass zumindest große Teile davon funktionieren, stehen aber nicht schlecht, glaube ich.

Die Vision des heimathafen Wiesbaden {Coworking Space & Café} *full version* fromheimathafen Wiesbaden on Vimeo.

Und zu guter Letzt noch zwei weitere Fotos, die ich bei meinem Besuch vorhin geschossen habe. Vieles sieht noch nach Baustelle aus, andere Räume sind aber schon so gut wie fertig:

Büro im EG

Büro im EG

Blick von außen

Blick von außen

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Paul Herwarth von Bittenfeld arbeitet seit 2003 bei //SEIBERT/MEDIA intensiv mit Software-Entwicklungsteams als Product Owner und ScrumMaster zusammen. Seit 2007 zeichnet er als Bereichsleiter für die Tochtergesellschaften TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH und naturkostaktiv GmbH verantwortlich. In den letzten Jahren begleitete er die Einführung von Scrum und Kanban in mehreren Teams und die Einführung agiler Methoden und Vorgehensweisen auf Unternehmensebene sowohl bei //SEIBERT/MEDIA selbst als auch als Agile-Coach in Kundenprojekten. Sein Spezialbereich ist das Produktmanagement und die Vermarktung von Internetanwendungen unter Anwendung agiler und schlanker (lean startup) Vorgehensweisen.

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Veröffentlicht in Unternehmen und Persönlichkeiten
5 comments on “Der Heimathafen Wiesbaden – Bericht zu einem Vorab-Besuch von Matthias Gutjahr
  1. Dominik sagt:

    Die nächste Führung -und zwar die letzte vor dem Start des Coworking- ist übrigens am Freitag, den 27.07. um 18:30h. Wir freuen uns über jeden, der kommt!

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